Die Globalisierung des Terrorismus

Ausgabe 1 | 4. April 2016

Bewahrenswertes zu bewahren heißt nicht, den Status Quo zu zementieren. Wer das Bestehende langfristig erhalten möchte, muss es behutsam aber kontinuierlich verbessern. Das gilt in der Politik genauso wie für die Arbeit an einer Zeitschrift wie den Auslandsinformationen (Ai), die sich mit dieser Ausgabe und dem Themenschwerpunkt "Die Globalisierung des Terrorismus" in neuem Gewand präsentieren.

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Inhalt

  • Editorial

    Bewahrenswertes zu bewahren heißt nicht, den Status Quo zu zementieren. Wer das Bestehende langfristig erhalten möchte, muss es behutsam aber kontinuierlich verbessern. Das gilt in der Politik genauso wie für die Arbeit an einer Zeitschrift wie den Auslandsinformationen (Ai), die sich mit dieser Ausgabe in neuem Gewand präsentieren.

    von Gerhard Wahlers

Die Globalisierung des Terrorismus

  • Vom lokalen Akteur zur globalen Bedrohung

    Die politischen Rahmenbedingungen und die Sicherheitslage in der Levante haben sich mit Syrien und dem Irak als Krisenzentren seit 2011 dramatisch verschlechtert. Das drohende Übergreifen der Konflikte auf die Nachbarländer hat sich in Ansätzen bereits vollzogen. Der sogenannte Islamische Staat (IS) und ähnliche militante islamistische Gruppen stellen als Terrororganisationen mit internationaler Reichweite und als involvierte Konfliktparteien und Profiteure des Syrien-Konflikts auch langfristig eine zentrale Herausforderung für die internationale Gemeinschaft dar.

    von Malte Gaier

  • Von der Protestbewegung zum Terrorismus

    In der Berichterstattung westlicher Medien haben die Gewalttaten von Boko Haram große Beachtung gefunden. Trotzdem ist wenig über die Entstehung der Gruppe, ihre Ideologie und Ziele bekannt. Der vorliegende Beitrag will diese Lücke schließen und setzt sich darüber hinaus mit der Frage nach der richtigen Strategie im Umgang mit den afrikanischen Dschihadisten auseinander.

    von Bakary Sambe

  • Banditen oder Terroristen?

    Seit Ende der 1990er Jahre wird die Abu Sayyaf-Gruppe vom Außenministerium der Vereinigten Staaten als terroristische Organisation im Ausland geführt und noch im September 2015 wurde sie von einem philippinischen Gericht als Terrororganisation eingestuft. Wiederholt hat die Gruppe selbst auf Verbindungen zu al-Qaida und dem IS verwiesen. Trotzdem plädiert der Beitrag dafür, das Label „islamistische Terrororganisation“ nicht leichtfertig zu vergeben und sich stattdessen genauer mit der komplexen Gemengelage vor Ort auseinanderzusetzen.

    von Benedikt Seemann

  • Die Rückkehr der Terror-Touristen

    Mit den Terroranschlägen von Paris und Brüssel ist ein Szenario Wirklichkeit geworden, vor dem Sicherheitsbehörden seit langem warnen: Europäische Staatsbürger, die in Kriegsregionen ausgereist sind, um beispielsweise in Syrien für den sogenannten Islamischen Staat (IS) zu kämpfen, kehren nach Europa zurück, um dort Anschläge zu verüben. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Ursachen des Phänomens Foreign Terrorist Fighters (FTF) und fragt, wie Deutschland und Europa der Herausforderung am besten begegnen können.

    von Kristina Eichhorst

  • Dschihad statt Demokratie?

    Vor fünf Jahren brachten die Tunesier unter dem Motto „Arbeit, Freiheit, Würde“ ihr autoritäres Regime zu Fall. Sie lösten damit Protestwellen und Veränderungsprozesse in der ganzen arabischen Welt aus, von deren Folgen auch Europa betroffen ist. Als einzigem Land der Region gelang Tunesien seither ein demokratischer Wandel. Doch dieser ist zunehmend bedroht durch die Radikalisierung einer Jugend, die sich ausgeschlossen fühlt vom Leben ihres Landes. Für manche perspektivlose junge Tunesier wird der „Dschihad“ – zu Hause oder im Ausland – zu einer vermeintlich verlockenden Alternative.

    von Edmund Ratka , Marie-Christine Roux

  • Schmutzige Verstrickungen

    Der globale Terrorismus finanziert sich mittlerweile in hohem Maße durch Schwarzhandel und andere kriminelle Machenschaften. Das Geld kann dabei einerseits aus Bagatelldelikten stammen, wie es bei den jüngsten Anschlägen in Westeuropa der Fall war, oder andererseits aus Ölschmuggel, wie ihn der sogenannte Islamische Staat (IS) betreibt und damit viele Millionen US-Dollar einnimmt. Dieser Terrorismusfinanzierung kann nur Einhalt geboten werden, wenn mit einem mehrdimensionalen Konzept dagegen vorgegangen wird.

    von Louise Shelley

Weitere Themen

  • Vom failed state zum OECD-Mitglied?

    Kolumbien steht derzeit vor allem wegen des Friedensabkommens zwischen Regierung und FARC-Guerilla im Fokus der Weltöffentlichkeit. Es sind jedoch nicht nur Fortschritte bei der Bewältigung dieses jahrzehntealten Konflikts, die den Andenstaat hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lassen.

    von Hubert Gehring , Maria Christina Koch

  • Zwischen Vision und Wirklichkeit

    Am 22. November 2015 haben die zehn Mitgliedstaaten der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) die Gründung einer Wirtschaftsgemeinschaft beschlossen. Der damit angestoßene Integrationsprozess könnte in der ohnehin dynamischen Region weitere Wachstumspotenziale freisetzen. Ob sich auf diesem Weg auch ein regionales Bewusstsein oder gar eine gemeinsame regionalen Identität entwickeln werden, bleibt allerdings abzuwarten.

    von Denis Schrey , Michael Winzer , Thomas Yoshimura

Über diese Reihe

Die Auslandsinformationen (Ai) der Konrad-Adenauer-Stiftung sind eine Zeitschrift für internationale Fragen, Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit. Sie haben das Ziel, einen Teil der im Zusammenhang mit der Auslandsarbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung gesammelten Informationen der Öffentlichkeit bzw. Fachöffentlichkeit in Deutschland zugänglich zu machen.

Gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

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