Stadt-Land-Flucht

KAS-Stipendiaten aus Münster diskutieren

Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Münsteraner Hochschulgruppen nahmen an der Podiusmdiskussion teil.
Stipendiatinnen und Stipendiaten aller Münsteraner Hochschulgruppen nahmen an der Podiusmdiskussion teil.

Von Isabell Blume und Amelie Peine

Die Welt ist im Wandel. Immer mehr - vor allem junge - Menschen ziehen in die großen Städte. Auf dem Land bleiben nur wenige zurück. In den Medien spricht man von ,,Landflucht“, die medizinische Versorgung auf dem Land wird immer schwieriger. Zeitgleich gibt es immer weniger bezahlbaren Wohnraum in den Städten. Warum wirkt die Stadt auf so viele Menschen attraktiv? Warum ziehen immer mehr Menschen weg vom Land? Welche Herausforderungen resultieren hieraus sowohl für die Stadt als auch für das Land? Was für Lösungsansätze gibt es und welche Rolle spielen wir in diesem Wandel?

Diesen und weiteren Fragen nahmen sich die (Alt-)Stipendiatinnen und Stipendiaten aller sechs münsteraner Hochschulgruppen im Rahmen des KAS-Projektes „Deutschland: Das nächste Kapitel“ unter dem Thema „Stadt-Land-Flucht“ an. Zunächst diskutierten sechs geladene Podiumsgäste aus Politik, Wirtschaft, Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin, Wissenschaft und Landwirtschaft über die Lebensqualität auf dem Land, die Vorzüge des Stadtlebens und die Kernmotivationen, seinen Wohnsitz entweder in der Stadt oder auf dem Land zu nehmen. Insbesondere Probleme wie städtischer Wohnraummangel und ländliche Digitalisierungs- und Infrastrukturdefizite, aber auch übergreifende Themen wie die medizinische Versorgung, Sicherheit und demographische Strukturen nahmen weite Teile der Debatte ein.

Geladen waren sechs Podiumsgäste aus Politik, Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft und Landwirtschaft
Geladen waren sechs Podiumsgäste aus Politik, Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft und Landwirtschaft

Nach den Inputbeiträgen der Experten wurde die Diskussion für alle Veranstaltungsteilnehmer geöffnet, sodass auch die Stipendiaten mit eigenen Erfahrungen und Lösungsansätzen aus der Perspektive der jungen Generation aufwarten konnten.

Dass das Thema der Binnenmigration in seiner Relevanz nichts verloren hat, war spürbar. So fand sich auch beim anschließenden Veranstaltungsausklang am Fingerfoodbuffet die eine oder andere Gruppe zusammen, um die Diskussion auf eigene Weise fortzuführen.

Insbesondere der lebhaften und inkludierenden Moderation durch Altstipendiat Thomas Kerkhoff, seinerseits Bürgermeister der Stadt Gescher, den interessierten und engagierten Podiumsgästen, sowie der hilfreichen Unterstützung durch das Regionalbüro Westfalen ist es zu verdanken, dass die erste gruppenübergreifende Veranstaltung der münsteraner Stipendiatenschaft ein voller Erfolg wurde.

Fotos: Valerie Misz