Veranstaltungen

Veranstaltungsberichte

Per Dekret zum Frieden

Dr. Marie-Christine Fuchs im Außenpolitischen Gespräch über Kolumbien und die unsichere Zukunft des Friedensvertrags
In knapp zwei Jahren feiert Kolumbien 200 Jahre Unabhängigkeit. Doch die Geschichte hat das Land mitgenommen, denn seit 1819 „ist das Land eigentlich ein Kriegsland“, resümierte Dr. Marie-Christine Fuchs, Leiterin des Rechtsstaatsprogramms Lateinamerika der Konrad-Adenauer-Stiftung. Umso mehr müsste man annehmen, dass sich die Menschen nach Frieden sehnen – und den ausgehandelten Friedensvertrag zwischen Regierung und FARC befürworten. Doch das Plebiszit zeigte: Das Land ist tief gespalten und die anhaltende Gewalt prägt die Kolumbianer bis heute. Der Friedensvertrag steht auf tönernen Füßen.

Veranstaltungsberichte

"Nachhaltigkeit muss global angegangen werden"

Ehemaliger Bundesumweltminister Töpfer im Gespräch mit Ralf Fücks von der Heinrich-Böll-Stiftung
Der frühere Umweltbundesminister, Prof. Dr. Klaus Töpfer, und Ralf Fücks von der grünennahen Heinrich-Böll-Stiftung nahmen im Streitgespräch klare Positionen beim Thema Nachhaltigkeit ein. Trennendes und Vereinendes wurde deutlich bei der Auftaktveranstaltung der neuen Reihe "Humboldt trifft Adenauer", die von der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung an der Humboldt-Universität zu Berlin ins Leben gerufen wurde.

Veranstaltungsberichte

„Menschen wollen nicht überfordert sein“

Prof. Dr. Klaus Segbers über Populisten, die Folgen der Globalisierung und die wichtigsten politischen Herausforderungen
Starker Tobak zum leichten Frühstück: Nichts weniger als eine „Zeitenwende“, ein „Ende des westlichen Skripts“, erleben wir momentan, analysierte Prof. Dr. Klaus Segbers, Direktor des Center for Global Politics, beim morgendlichen Gespräch in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nicht nur die Europäische Union zeige unter Druck Belastungsprobleme. Die Leistungsfähigkeit und Durchgriffsfähigkeit nationaler Regierungen insgesamt nehme ab – Ströme von Menschen, Handel und Ideen lösten Grenzen auf. Doch die Globalisierung lasse sich nicht durch stärkere Grenzen zurückschrauben.

Veranstaltungsberichte

2 ungleiche Schwestern

von Jana Biesterfeldt

Berlin und Breslau – Eine Lesung in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek
Über 300 Kilometer Entfernung trennen Berlin und Breslau. Es verbindet sie aber mehr als nur eine Eisenbahnstrecke. Breslau, oft als „Vorort Berlins“ bezeichnet, war dieses Jahr europäische Kulturhauptstadt. Umso mehr ein Grund sich intensiver mit der Beziehungsgeschichte der beiden Städte zu befassen.

Veranstaltungsberichte

Einteilung in Gut und Böse

von Jana Biesterfeldt

Das 9. Hohenschönhausen-Forum diskutierte über antiwestliche Ressentiments
Mit Max Horkheimers Zitat „Der Westen ist eine Insel der Freiheit umgeben vom Ozean der Gewaltherrschaft“ leitete Politikwissenschaftler Prof. Dr. Bassam Tibi das 9. Hohenschönhausenforum in der gleichnamigen Berliner Gedenkstätte ein. Das Forum beschäftigte sich aus verschiedenen Perspektiven mit den Themen Kommunismus, Nationalsozialismus und Islamismus sowie deren Hass auf die westliche Welt und seine verkörperten Werte. Diese seien folglich die Gefahren für die „Insel der Freiheit“, so der ehemalige Professor der Georg-August-Universität Göttingen.

Veranstaltungsberichte

Wenn Gründer eine Idee haben, aber ein Markt bereits existiert

Start-Ups aus dem Service-Dienstleistungssektor präsentieren sich in der Reihe „Erfolgsgeschichten“
Männer kaufen in der Regel nur drei bis vier Mal im Jahr neue Kleidung. Bequemer ist es da, wenn sie ihre neuen Hosen, Hemden und hippen Halstücher im Internet bestellen können. Für alle männlichen Shoppingmuffel bietet das Start-up-Unternehmen „Outfittery“ den perfekten Service: Es schickt ganze Outfits, persönlich ausgewählt, bis zur Haustür. In der Reihe „Erfolgsgeschichten“ berichteten Vertreter von „Outfittery“, „Book a Tiger“, „Blacklane“ und „Foodora“ über Wachstumsphasen, Markteroberung und Fusionen in der Akademie.

Veranstaltungsberichte

Die Schule ist der geeignete Ort zur Begegnung mit der Welt

von Christian Schleicher

Schullesung: Arnold Stadler neuer Roman „Rauschzeit“
Der Schriftsteller Arnold Stadler stellte Schülern der Oberstufe des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums seinen aktuellen Roman „Rauschzeit“ vor. Im Gespräch mit den Jugendlichen berichtet er auch über seine eigenen Schulerfahrungen und was es für ihn bedeutet, Bücher zu schreiben.

Veranstaltungsberichte

Übersetzen der Welt in Sprache - oder was ist Glück?

von Christian Schleicher

Buchvorstellung: Arnold Stadlers Roman „Rauschzeit“.
Arnold Stadler präsentierte seinen neuen Roman „Rauschzeit“, ein Buch, das nicht nur über die Liebe zwischen den Menschen, sondern auch von der Liebe zur Sprache erzählt. Überdies setzt es sich mit der Frage auseinander, welche Rolle Sehnsucht, Glück und Liebe im Leben der beiden Protagonisten Alain und Mausi spielen. Sie sind beide vierzig und seit 15 Jahren miteinander verheiratet. Ihrer Liebe und Ihrem Verlagen ist inzwischen Nüchternheit gewichen und jetzt beginnt laut Stadler „die vegetarische Zeit ihres Lebens.“

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Die Litauer sind überzeugte EUropäer

von Rita Schorpp

Nur Lettland ist beliebter als Deutschland
In Litauen ist Deutschland nach Lettland das beliebteste Land. Botschafter Deividas Matulionis lobte die enge Zusammenarbeit und erinnert an die deutsche Unterstützung bei den Bemühungen um einen schnellen Beitritt zur EU und zur NATO. Die EU als Wertegemeinschaft sei das bedeutendste Friedensprojekt aller Zeiten.

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Musikalische Feierstunde

Andenken an den jüdischen Unternehmer Julius Valentin (1840-1921)
Mit einer literarischen und musikalischen Feierstunde gedachte Geigenvirtuose Daniel Hope seines Ururgroßvaters, dem Fabrikbesitzer Julius Valentin, auf dem Luisenfriedhof III. In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt unterstützte die Konrad-Adenauer-Stiftung damit das Gedenken an Valentin und seine Familie, die wie die vielen anderen jüdischen Unternehmer in Berlin und Deutschland unter den Nationalsozialisten gelitten hatten.