Veranstaltungsberichte

„Sport baut Brücken zwischen den Menschen“

Im Mittelpunkt des UN-Planspiels: Sport und Politik

Anlässlich der diesjährigen Fußball-EM in der Ukraine und Polen stand die diesjährige Bermun2-Konferenz im Zeichen des Sports. Die Olympischen Spiele gelten als Aushängeschild des Sports und waren daher eines der Diskussionsthemen. „Mittel für die Förderung von Frieden und Entwicklung im Sport“ sollten bei dem Planspiel der Vereinten Nationen gefunden werden. Rund 200 Schüler der Berliner John F. Kennedy Schule, sowie Schulklassen aus dem Ausland, nahmen teil und durften, zwei Tage lang, in die Rolle der Vertreter der Vereinten Nationen schlüpfen.

Christian Schleicher, stellvertretender Akademie-Leiter und Gastgeber der Konferenz, sagte bei der Begrüßungsrede: „Heute seid ihr die UN, seht dieses Planspiel als eure Chance.“ Er betonte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen, da die Jugendlichen hier lernen die Welt besser einzuschätzen. Er ermunterte die Schüler nicht nur getreu dem oplympischen Motto "Dabei sein ist alles" zu handeln, sondern sich tatkräftig zu engagieren und Spaß zu haben. „Die Ideen, die in diesen zwei Tagen entwickelt werden, werden vielleicht einmal umgesetzt.“ Er verwies auf andere Veranstaltungen bei denen Jugendliche gefordert werden. Beispielsweise den Denkt@g. Dieser Jugendwettbewerb der KAS richtet sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. „Phänomene, die also durchaus aus im Sport eine Rolle spielten“, so Schleicher. Daher sei er schon sehr gespannt auf die Lösungsansätze der 6. Bermun2-Konferenz.

„Fairness und Teamgeist sollten beim Sport im Mittelpunkt stehen“, so Joseph Kelly, Direktor der John F. Kennedy School. In der Realität sähe dies leider anders aus. Er hoffe, dass die Jugendlichen in den Diskussionen, in denen sie die Interessen ihres UN-Landes vertreten, viel diskutieren und sich bewusst werden, wie wichtig ein gut geschützter Sportbetrieb ist. Die auserwählte Generalsekretärin für dieses UN-Planspiel, Claudia Diederichs, erklärte, dass Sport mehr sei, als nur Spaß: „Sport baut Brücken zwischen den Menschen. Im Teamsport lernt man einander zu vertrauen. Sport ist Zusammenhalt, den wir auf andere Gebiete übertragen müssen.“

Thomas Adams, ein junger Unternehmer, steht den Jugendlichen in diesem Jahr beratend zur Seite. Er hat für ein Projekt in Südafrika gearbeitet, bei dem Kinder aus den unterschiedlichsten Verhältnissen durchs Fußballspiel Freunde wurden. „Die Politik, aber auch Organisationen, können durch Sport so viele Menschen miteinander verbinden und so viel verändern.“ Um diesem Ziel, zumindest theoretisch ein bisschen näher zu kommen, wünschte er den jungen Delegierten viel Spaß dabei die Welt zu verändern.

Die Berman2-Konferenz in Berlin endete am Samstag. Weitere Informationen zu der Konferenz finden sie unter