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Rechtliche Optionen für Kooperation zwischen deutschem Staat und muslimischen Gemeinschaften

Mit Beträgen von führenden deutschen Religionsverfassungsrechtlern, muslimischen Theologen, Experten und Politikern.

Trotz vieler Fortschritte in Einzelfragen scheinen die Verhandlungen über die Beziehungen zwischen dem deutschen Staat und muslimischen Vereinen und Verbänden auch zwölf Jahre nach der erstmaligen Einberufung der Deutschen Islam Konferenz einige grundsätzliche Probleme nicht überwinden zu können.

Welche  Merkmale  für  eine  Religionsgesellschaft  sind  aus  juristischer Sicht  unerlässlich,  wie  weit  treffen  diese  Kriterien  auf  muslimische Gemeinschaften  zu,  welche  Alternativen  bieten  sich?  So  lauten  die Grundfragen.  Die  Skepsis  vieler  Muslime  hinsichtlich  einer  Anpassung  islamischer Organisationen  an  die  Erwartungen  des  deutschen  Staates spiegelt ihre über Jahrhunderte geprägten Erfahrungen in ihren Herkunftsländern  wider.  Die  Zusammenarbeit  der  jüdischen  Gemeinden  mit  dem  deutschen  Staat  eröffnen  Perspektiven  auch  für  andere nicht-christliche Religionsgemeinschaften. Beispiele aus Österreich und Luxemburg zeigen einen für diese Länder spezifischen Weg. Den derzeitigen Stand der Verhandlungen präsentieren die Berichte aus Bund und Ländern,  die  sich  vor  allem  auf Anstaltsseelsorge  und  Religionsunterricht  beziehen.  So  ist  ein  Panorama  an  Vorschlägen  und  Argumenten entstanden, die es zu vertiefen und weiterzuentwickeln gilt.
 

Rechtliche Optionen für Kooperation zwischen deutschem Staat und muslimischen Gemeinschaften.

Hrsg. von Karlies Abmeier, Andreas Jacobs, Thomas Köhler. Aschendorff Verlag, ISBN 978-3-402-24607-8.

(erschienen am 07. August 2019)

Erhältlich im Buchhandel, bei Amazon oder Booklooker
 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

7

Markus Kerber

Zwölf Jahre Islamkonferenz: Bilanz und Perspektiven

19

Ansgar Hense

Statusrechtliche Probleme bei der Organisation von Religion in Deutschland: ein grober historischer Überblick

29

Hans Michael Heinig

"Religionsgesellschaft" als religionsverfassungsrechtliche Zentralkategorie – und ihre Bedeutung für Islamverbände

43

Volker Beck

Religionspolitik zur Verwirklichung von Freiheit und Gleichheit der Religion

55

Mouez Khalfaoui

Zwischen Vertrauen und Skepsis. Die Beziehungen von Staat und Religionim Islam

71

Bekim Agai

Zum Verhältnis von Staat und Religion früher und heute: Das Beispiel der islamischen Bildung

83

Angelika Günzel

Die Kooperation zwischen dem Staat und jüdischen Gemeinden: Ein Modell für die muslimischen Gemeinschaften?

97

Katharina Pabel

Erfahrungen mit dem Islamgesetz in Österreich

111

Jean Ehret

Die rechtliche Situation der Muslime im Großherzogtum Luxemburg. Das Abkommen des Luxemburger Staates mit der Schura vom 26. Januar 2015 im historischen, gesellschatflichen und politischen Kontext

127

Reinhard Busch

Militärseelsorge – Projektförderung – Dialogprogramme. Kooperationen auf Bundesebene

145

Mario Kaifel

Kooperationserfahrungen aus Hessen. Islamische Religionsunterrichte – Anstalsseelsorge – Körperschaftsstatus

157

Hans Hofmann

Das offene System der deutschen Religionsverfassung – Gleichberechtigte Teilhabe der Muslime (individualrechtlich) und des Islam (kollektivrechtlich an den Rechtsinstituten des deutschen Religionsverfassungsrechts

169

Christian Waldhoff

Organisationsprobleme von Religionsgemeinschaften unterhalb des Körperschaftstatus

177

Heinrich de Wall

Jenseits der Körperschaft: Entzauberung eines Rätsels

187

Fabian Wittreck

Muslimische Verbände als Religionsgemeinschaften und Körperschaften – Perspektiven

193

Hans Markus Heimann

Was bedeutet Religionspolitik heute?

199

Weiterführende Überlegungen und Empfehlungen

211

Autorenverzeichnis

215

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Über diese Reihe

Sammlung aller Einzelpublikationen, welcher keiner spezifischen Publikationsreihe angehören.

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Herausgeber

Karlies Abmeier, Andreas Jacobs, Thomas Köhler

verlag

Aschendorff Verlag

ISBN

978-3-402-24607-8