Afrika - Nachbar und Partner

Ausgabe 457 | 6. Dezember 2007

Mit Blick auf den EU-Afrika-Gipfel in Lissabon am 8./9. Dezember beleuchtet die Politische Meinung in ihrer Dezemberausgabe das Verhältnis der zwei benachbarten Kontinente. José Manuel Barroso beschreibt die Neubestimmung einer strategischen Partnerschaft fernab des anachronistischen Geber-Nehmer-Musters. Die Dringlichkeit der Demokratieförderung im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit betont Andrea Kolb in ihrem Beitrag. Frank Spengler stellt Handlungsempfehlungen der Konrad-Adenauer-Stiftung an die Politik vor, die im Rahmen einer Mitarbeiterkonferenz für Afrika und Nahost erarbeitet wurden. Das Engagement in Afrika als Bewährungsprobe für die G8-Staaten betrachtet Peter Molt in seinem Essay, das Engagement des Deutschen Roten Kreuzes in Sudan schildert Rudolf Seiters.Zum 75. Geburtstag von Bernhard Vogel als Herausgeber der Politischen Meinung gratulieren im Vorwort Angela Merkel und Helmut Kohl mit einem Rückblick auf gemeinsame politische Wege, ein Gespräch mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Thüringen führt Günter Müchler.In der Rubrik „Gedanken zur Zeit“ äußert sich Dieter Stolte über einen „zeit-gemäßen“, das heißt verantwortungsvollen Journalismus und Benno Kirsch über die Widersprüchlichkeiten der Evolutionstheoretiker im Umgang mit Kreationisten. „Mildernde Umstände“ lautet die Weihnachtsgeschichte von Gabriele Wohmann.

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Inhalt

  • Inhalt

  • Editorial

    von Angela Merkel

  • Für eine strategische Partnerschaft

    Es ist höchste Zeit, das einseitige anachronistische Geber-Nehmer-Muster in der Beziehung zwischen Europa und Afrika aufzulösen. Das zweite Gipfeltreffen am 8./9. Dezember in Lissabon muss eine grundlegende Wende im Verhältnis zweier benachbarter Kontinente bewirken.

    von José Manuel Barroso

  • Demokratieförderung ist notwendiger denn je

    Die Ablösung der traditionellen Entwicklungshilfe seit den 1990er-Jahren durch die Entwicklungszusammenarbeit zielt auf das Prinzip der Gleichberechtigung. Ohne das Prinzip guter Regierungsführung kann keine Verbesserung erzielt werden.

    von Andrea Kolb (in Elternzeit)

  • Partnerschaft und Eigenverantwortung

    Armut und schlechte Regierungsführung zählen zu Afrikas größten Herausforderungen. Globale Bedrohungen können nur international überwunden werden: Ein Thesenpapier der Konrad-Adenauer-Stiftung.

    von Frank Spengler

  • Bewährungsprobe für die G8

    Das technokratische Engagement des Westens für Afrika stößt sichtbar an seine Grenzen, eine Schlüsselrolle spielt der Aufbau demokratischer Institutionen. Der schwerwiegendste Einwand gegen das Vorgehen der G8 ist ihr geringer Realitätssinn.

    von Peter Molt

  • Hilfe für Sudan

    Neben HIV/Aids und Tuberkulose stellt Malaria weltweit eines der größten Gesundheits-probleme dar: Von jährlich drei Millionen Todesfällen betreffen neunzig Prozent Afrika. Nach Überschwemmungen im Sommer 2007 ist die Situation im Sudan dramatisch.

    von Rudolf Seiters

  • Freund, Kamerad und Weggefährte

    Die Erfahrungen von Bernhard Vogel in Rheinland-Pfalz wurden für Thüringen zum Glücksfall. Das Land erlebte einen eindrucksvollen Aufschwung. Über gemeinsame Wege.

    von Helmut Kohl

  • Politik als Berufung

    Ein Gespräch über Freiheit und Gleichheit, Heimatliebe und Demokratie, Politik und Macht, Rheinland-Pfalz und Thüringen, Politische Bildung und "Die Politische Meinung". Die Redaktion gratuliert ihrem Herausgeber.

    von Bernhard Vogel , Günter Müchler

  • "Zeit-gemäßer" Journalismus

    Jeder Journalist sollte bedenken, dass er selbst die Begebenheiten zum Ereignis macht. Deshalb sollte er sich die Zeit nehmen, auch über die Zeit nachzudenken: Vom oberflächlichen Zeitgeist hin zum "Geist der Zeiten".

    von Dieter Stolte

  • Wer mit dem Finger auf andere zeigt

    Nicht der Kreationismus ist das Problem. Problematisch sind vielmehr die quasi-religiösen Strukturen und der Absolutheitsanspruch seiner Gegner aus der modernen Evolutionsbiologie.

    von Benno Kirsch

  • Mildernde Umstände

    "Manchmal mache ich Sachen, die ich nicht will. Nicht auf den ersten Blick. Und auf den ersten Blick wollte ich am Weihnachtsabend anderswo sein..." Unsere Weihnachtsgeschichte 2007.

    von Gabriele Wohmann

  • Stimmen und Rhythmus eines Kontinents

    Eine Sammelrezension zur afrikanischen Literatur südlich der Sahara: Kunst, Kultur und Kreativität statt Kriege, Krisen, Katastrophen.

    von Elisabeth Enders

  • Mehr als Geschichte

    Fritz Stern: Fünf Deutschland und ein Leben

    von Patrick Keller

  • Die Zeitzeugen

    Peter Bender: Deutschlands Wiederkehr / Wolfgang Leonhard: Meine Geschichte der DDR / Erich Loest: Prozesskosten

    von Manfred Wilke

  • Botschafter-Memoiren

    Eine Sammelrezension zu Autobiografien deutscher Botschafter: diplomatische Ansichten

    von Alois Rummel

  • Im Gulag

    Warlam Schalamow: Durch den Schnee

    von Wolfgang Bergsdorf

  • Begegnung in Zürich

    Hanns-Josef Ortheil: Das Verlangen nach Liebe

    von Christoph-E. Palmer

  • Aktuelles intern

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

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Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Wolfgang Bergsdorf, Hans-Gert Pöttering, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446