Chinas Aufstieg

Ausgabe 446 | 8. Januar 2007

Den Aufstieg Chinas zur Weltmacht beleuchtet die Politische Meinung in ihrer Januarausgabe. Die beeindruckende Wirtschaftsdynamik von China und Indien wird im Verhältnis zu Europa und den USA in den Blick genommen (Oskar Weggel). In der geplanten Errichtung von weltweit mehr als 100 Konfuzius-Instituten zur Verbreitung der chinesischen Sprache spiegelt sich der kulturpolitische Expansionsdrang der chinesischen Regierung (Manfred Osten). Demgegenüber schützen Schreibverbote in Sachen Kulturrevolution das Ansehen Mao Zedongs und grenzen das historische Selbstverständnis in propagandistischer Weise ein (Wolfgang Kubin). Ein weiterer Beitrag befasst sich mit der Ausbreitung von HIV/Aids als Chinas tickender Zeitbombe.Die Rubrik "Deutschland und Europa" wirft einen Ausblick auf die Chancen der deutschen Ratspräsidentschaft aus Sicht der Landesregierung Nordrhein-Westfalens (Michael Breuer) und zeichnet ein Portrait des designierten Präsidenten des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering (Gisbert Kuhn). Ergebnisse einer Umfrage zur Thematik Generationengerechtigkeit bestimmen das Verhältnis der Deutschen zur Altersvorsorge (Manfred Behrens).Würdigungen gelten dem ersten deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer, der am 5. Januar 1976 geboren wurde (Hans Maier), dem Philosophen Hermann Lübbe zum 80. Geburtstag (Odo Marquard) sowie dem 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth, deren Gedenken im Jahr 2007 vor allem in Thüringen festlich begangen wird (Joachim Wanke). Eine eingehende historische Betrachtung erfährt das Ahlener Programm, das Anfang Februar 1947 in der britischen Besatzungszone als erstes Grundsatzprogramm der CDU ausgehandelt wurde (Rudolf Uertz).

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Inhalt

  • Land ohne Gedächtnis

    Schreib- und Denkverbote in Sachen Kulturrevolution schützen nicht nur das Ansehen Mao Zedongs und des chinesischen Weges zum Sozialismus. Nach dem Motto "Die Täter sind immer die anderen" lenken sie vor allem ab von der kollektiven Schuldfrage.

    von Wolfgang Kubin

  • Leibniz oder Chinesisch als Weltsprache?

    Mehr als hundert Konfuzius-Institute plant China weltweit zu errichten. Hinter dieser offensiven Kulturpolitik steht ein bereits von Gottfried Wilhelm Leibniz hochgeschätztes Bildungsideal mit Vorbildcharakter.

    von Manfred Osten

  • Strippenziehen für das große Ziel

    Hans-Gert Pöttering wird am 16. Januar 2007 zum neuen Präsidenten des Europaparlamentes gewählt. Allen Rückschlägen und Krisen zum Trotz zählen für ihn die Erfolge, von denen nach dem Krieg niemand zu träumen wagte.

    von Gisbert Kuhn

  • Brückenbauer zwischen Bosporus und Ankara

    Während seines Besuches in der Türkei hat Papst Benedikt XVI. Wege geebnet, die nun der Fortsetzung durch den türkischen Staat und die christlichen Gemeinden bedürfen.

    von Matthias Kopp

  • Von Peking nach Lhasa

    Deutlich sichtbar und teils skurril dominiert in der städtischen Alltagskultur in China die Orientierung am Westen. Eindrücke einer Forschungsreise auf den Spuren der Globalisierung.

    von Wolf Wagner

  • Das Ahlener Programm

    Das Anfang Februar 1947 in der britischen Besatzungszone ausgehandelte Grundsatzprogramm der CDU ist ein Produkt der Nachkriegszeit. Sein tieferen Konturen zeigen sich erst in der historischen Betrachtung.

    von Rudolf Uertz

  • Chinas tickende Zeitbombe

    Zu spät hat die chinesische Regierung Maßnahmen gegen die Verbreitung von HIV/Aids eingeleitet. Bei einer Ansteckungsrate von jährlich dreißig Prozent prognostizieren Hochrechnungen bis zu fünfzehn Millionen Infizierte im Jahr 2010.

    von Gisbert Kuhn

  • Einmal Rauschen und zurück

    Das Straßenbild Kaliningrads ist von Optimismus und Lebensmut ebenso geprägt wie vom darwinistischen Recht des Stärkeren. Unterwegs mit Erinnerungen im ehemaligen Ostpreußen.

    von Jochen Thies

  • Aktuelles intern

    von Walter Bajohr

  • Ruf nach Reformen

    Paul Nolte: Riskante Moderne. Die Deutschen und der neue Kapitalismus

    von Norman Domeier

  • Die Republik und ihre Feinde

    Franz Walter: Die ziellose Republik / Miro Jennerjahn: Neue Rechte und Heidentum

    von Giselher Schmidt

  • Liberalkonservativer Aufklärungsphilosoph

    Im Rahmen seines umfangreichen Werkes zur politischen Philosophie bezieht sich der große Gegenwartsphilosoph Hermann Lübbe dezidiert auf die Tradition der Aufklärung. Eine Gratulation zum 80. Geburtstag.

    von Odo Marquard

  • Elisabeth von Thüringen - Vorbild im Glauben

    Das Jahr 2007 steht im Gedenken an den 800. Geburtstag der heiligen Elisabeth. Biografie und Botschaft der Landgräfin fordern heutiges säkulares Denken heraus.

    von Joachim Wanke

  • Wettkampfstimmung in der Weltwirtschaft

    China und Indien sind zwar respektable Antriebskräfte auf dem Weltmarkt. Doch für ein Vorbeiziehen am Westen mangelt es zunächst an politischen Strategien.

    von Oskar Weggel

  • Europa muss geschaffen werden

    Die deutsche Ratspräsidentschaft bietet Chancen, wichtige Themen voranzubringen. Maßnahmen zur Umsetzung der Lissabon-Strategie aus Sicht Nordrhein-Westfalens.

    von Michael Breuer

  • Adenauer in der Nachkriegsliteratur, Teil I

    Der erste deutsche Bundeskanzler wurde zwar durch die Wähler bestätigt, doch wahrten Schriftsteller seiner Zeit ihm gegenüber Distanz. Über die Rezeption Konrad Adenauers in Literatur und Publizistik (Teil I).

    von Hans Maier

  • Generationengerechtigkeit im Meinungsbild der Bevölkerung

    Sieben von zehn Deutschen sind bereits in die private Altersvorsorge eingestiegen; die Menschen wollen ihr Schicksal zunehmend selbst in die Hand nehmen. Ergebnisse einer Repräsentativerhebung.

    von Manfred Behrens

  • Editorial

    von Wolfgang Bergsdorf

  • Familienbande

    Thomas Hürlimann: Vierzig Rosen

    von Michael Braun

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

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Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Wolfgang Bergsdorf, Hans-Gert Pöttering, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446