Das Wunder von Berlin - Debatte zum großen Sieg der Freiheit

Ausgabe Sonderausgabe 2 | 2. Oktober 2014

Die Sonderausgabe zum Mauerfall wirft einen unkonventionellen Blick hinter die Kulissen der Ereignisse von 1989 und eröffnet die Debatte zur historischen Bewertung von Deutschlands vielleicht glücklichster Stunde. Namhafte Autoren widmen sich unter anderem der Frage, wie der Mauerfall Deutschland bis heute verändert.Als Online-Leseprobe bieten wir unseren Leserinnen und Lesern einen Zeitzeugenbericht von Stephan Krawczyk zum Thema "Das Maß war voll - Ein ausgebürgerter Liedermacher im späten deutsch-deutschen Deutschland", das Biogramm von Bernhard Vogel über politische Karrieren nach dem Mauerfall sowie das Editorial an.Die Sonderausgabe der "Politischen Meinung" ist ab dem 02.10.2014 im Presseeinzelhandel zum Preis von 5,00 Euro erhältlich.

Inhaltsverzeichnis anzeigen

Inhalt

Das Wunder von Berlin

  • Protokoll des Mauerfalls

    Die Chronologie ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Christine Bach

  • Die Mauer

    1961 baute die DDR die Mauer, um die eigene Bevölkerung an der Flucht in den Westen zu hindern. Sie blieb eine permanente Baustelle mit immer perfideren Sicherungsanlagen – bis zu ihrem Abbau und der Rettung der letzten Mauerreste als Freiheitsdenkmal. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Ulrike Hospes , Ulrike Hospes

  • Interview: "Deutschland war ein wildes Land!"

    "Was die Teilung der Stadt anbelangt, haben wir Berlin seinerzeit so hingenommen, wie Berlin eben war. Wir haben nicht mal darüber nachgedacht, wann und ob es eine mögliche Wiedervereinigung gäbe und diese Mauer verschwinden würde. Als wir den 'Himmel über Berlin' drehten, hatten wir nicht an der Mauer gerüttelt, metaphorisch gesprochen." […] || Das Interview ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Bruno Ganz

  • Suizidäre Strukturen

    Die DDR registrierte die höchste Selbstmordrate in Europa. Gewiss sind Suizide Folge komplexer Störungen und haben auch gesundheitliche und kulturelle Ursachen. In der DDR war jedoch ein erheblicher Anteil der Suizide durch bestimmte politische Konstellationen verursacht oder zumindest von ihnen begünstigt. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Ehrhart Neubert

  • Sieg der Wahrheit

    In der DDR waren die Kirchen erst Beschützer, dann auch Unterstützer der oppositionellen Bewegung. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Christoph Kösters

  • Sie nahmen sich Freiheit, wo Freiheit nicht war

    Die NSA schränke die Freiheit ein wie einst die Geheimdienste totalitärer Diktaturen, heißt es. Doch im Internet sammelt sie Informationen wie auf einem Marktplatz ohne Ordnungshüter. Vielleicht könnte die Aufregung um die NSA dazu eine Debatte anstoßen. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Hildigund Neubert

  • Nicht noch hundert Jahre

    Die Ursachen für den Fall des „antifaschistischen Schutzwalls“ reichen tief in die Geschichte der DDR zurück. Aber die Systemkrise spitzte sich erst in der Regierungszeit Erich Honeckers in den 1980er-Jahren zu. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Christopher Beckmann

  • Wie offen war die deutsche Frage?

    Kein Wandel durch Annäherung. Innere Erosion und schwindende Glaubwürdigkeit destabilisieren die DDR. Plötzlich wird die Wiedervereinigung möglich. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Hanns Jürgen Küsters

  • Einheit à la russe

    Am Ende handelten die beiden deutschen Staaten die Wiedervereinigung aus. Das hatte Moskau seit 1948/1949 stets gefordert – doch war jetzt in der DDR eine demokratische Führung an die Stelle des SED-Regimes getreten. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Gerhard Wettig

  • Hat der Westen alles falsch gemacht?

    Die Beziehungen zu Russland sind seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim auf einem Tiefpunkt angelangt. Manche geben dem Westen eine Mitschuld. Unser Autor zeichnet die Entwicklung der Beziehungen seit 1988 nach - die Bewertung eines Zeitzeugen.

    von Klaus Naumann

  • Spotlights: Der Blick der anderen

    Die Berichte zum Mauerfall und der Wiedervereinigung aus Sicht der Länder der aus Israel, Südafrika, Indonesien und Polen sind ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

  • Der Aufbruch nach Europa

    Die eigentliche Gedenkfeier zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution fand 1989 im Osten Europas statt. Doch fanden die Menschen aus eigener Kraft und ohne Blutvergießen zur Demokratie. Es war eine Rückkehr nach Europa, wobei die Deutschen zunächst einen Sonderweg gingen. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Werner Schulz

  • Besser ging nicht

    Sie erhielt den Auftrag, die Volkseigenen Betriebe der DDR zu privatisieren. Für viele wurde die Treuhandanstalt zum Sündenbock für die Schwierigkeiten des wirtschaftlichen Umbaus. Doch sie hat das Bestmögliche geleistet. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Richard Schröder

  • Interview: "Es ist gutgegangen"

    "Bei den machtvollen Demonstrationen vor dem Mauerfall war natürlich das Risiko groß, dass es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und dem Gebrauch von Schusswaffen durch die Ordnungskräfte kommen könnte. Es ist gutgegangen!" […] || Das Interview ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Wolfgang Schäuble

  • Nicht alles Blockflöten!

    Nach demokratischen Anfängen wurde die CDU in der DDR gleichgeschaltet. Gegen Ende der 1980er-Jahre opponierte die Basis der Partei gegen ihre Führung. Auch die ostdeutschen Wähler sahen später in der CDU keine „Blockflöte“ mehr. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Wolfgang Tischner

  • Gefährliches Unwissen

    Der jugendliche Blick auf die jüngste deutsche Vergangenheit zeigt erschreckende Lücken und Missverständnisse. Vor allem unter ostdeutschen Schülern und Kindern von Migranten kursieren fragwürdige Geschichtsbilder. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Monika Deutz-Schroeder , Klaus Schroeder

Bilanziert

  • Die große Transformation

    Gemessen an der Situation 1990 erlebte Deutschland in den Folgejahren eine gigantische Aufbau und Solidarleistung, einen nationalen Kraftakt. Gemessen aber an den Erwartungen von damals blieb die deutsche Einheit hinter den überzogenen Hoffnungen zurück. Zugleich ist die Wiedervereinigung inwischen Geschichte – Geschichte freilich, die noch „qualmt“. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Andreas Rödder

  • Vom Wert der Einheit

    Rechnungen, die die Kosten der deutschen Einheit aufschlüsseln, sind zumeist unvollständig. Denn Transfers ergingen auch von Ost nach West. Nicht zuletzt gibt es auch Güter, deren Wert sich nicht in Geld bemessen lässt. […] || Dieser Essay ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Reiner Haseloff

Erzählt

  • Das Maß war voll - Ein ausgebürgerter Liedermacher im späten deutsch-deutschen Deutschland

    "Ich bin aus Offenherzigkeit in den Widerstand geraten. Der Sänger soll sein Herz auf der Zunge tragen. Es ist ein wunderbares Gefühl, von etwas zu singen, das sich andere noch nicht mal zu sagen trauen. In Diktaturen ist der Sänger wie eine Oase in der Wüste."

    von Stephan Krawczyk

  • Sternstunden des Vertrauens

    "Wie viele Menschen saß ich am 9. November 1989 vor dem Fernseher – völlig überrascht und glücklich." […] || Dieser persönliche Rückblick ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Wolfgang Schüssel

  • Volkskammerpräsidentin und letztes Staatsoberhaupt

    "Wenn ich an die zurückliegenden Jahre meines Lebens denke, dann waren der Bau der Mauer mitten durch Berlin 1961, die Friedliche Revolution 1989/90 sowie die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 Ereignisse, die mein Leben entscheidend geprägt haben." […] || Dieser persönliche Rückblick ist ausschließlich in der Druckfassung verfügbar!

    von Sabine Bergmann-Pohl

Biogramm

  • Tierärzte, Physiker und Pastorentöchter. Politische Karrieren nach dem Mauerfall

    Nicht nur George Bush senior, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl ist es zu verdanken, dass die Überwindung der deutschen Teilung in erheblichem Umfang gelungen ist, sondern ganz besonders auch jenen Frauen und Männern, die sich ohne Zögern von einem auf den anderen Tag zum Dienst an unserem Staat zur Verfügung stellten.

    von Bernhard Vogel

  • Verlorene Seelen oder Avantgarde?

    Die „Dritte Generation Ost“ dürfte besser dastehen, als es manche meinen. Oftmals nüchterner, pragmatischer und verantwortungsbewusster als ihre Altersgenossen im Westen, bildet sie schon heute eine Avantgarde. […] || >> Das Biogramm ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Michael Böhm

Ortsbesichtigungen

  • Bösebrücke / Bornholmer Brücke

    Der 9. November 1989 machte sie zum historischen Schauplatz: An diesem Tag öffnete sich um 23.00 Uhr dieser DDR-Grenzübergang Bösebrücke / Bornholmer Brücke unter dem Druck der Ost-Berliner Bürgerinnen und Bürger als erster unter den sieben Berliner Kontrollpunkten. […] || >> ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Birgit Kahl

  • Plauen

    Plauen, zwischen Reichenbach und Hof im Vogtland gelegen, ist eine heimliche Hauptstadt der Revolution vor 25 Jahren. Dort gab es die meisten Demonstrationen. Und schon in den Oktobertagen des Jahres 1989 forderten die Plauener, was erst später viele forderten: Deutschland, einig Vaterland! […] || >> ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Udo Scheer

  • Point Alpha

    Einst standen sich an Point Alpha die Vorposten von NATO und Warschauer Pakt Auge in Auge gegenüber. Vieles spricht dafür, dass ein Dritter Weltkrieg hier begonnen hätte. […] || >> ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Diana Unkart

  • Prenzlauer Berg

    Zu DDR-Zeiten lebten hier unter anderem die nonkonformistischen Künstler und Literaten der „Prenzlauer Berg Connection“. Heute zieht der rebellische Charme des Viertels viele Neuberliner aus dem Westen an. Doch viele, die heute als Oppositionelle gelten, opponierten nicht. […] || >> ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe verfügbar!

    von Siegmar Faust

Infokästen

  • Die Opfer der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze

    Trotz des Mauerbaus versuchten auch weiterhin Menschen, aus der DDR in den Westen zu flüchten. Die Mauer und die Grenzanlagen um Berlin und an der innerdeutschen Grenze wurden deshalb ab 1961 zu einem tief gestaffelten Sperrsystem ausgebaut. […] || Dieser Infokasten ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe enthalten!

    von Andreas Grau

  • Geglückte Fluchten

    Vom Tag des Mauerbaus am 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 verzeichnete die amtliche Statistik der Bundesrepublik Deutschland circa eine Million „Zuwanderer“ aus der DDR. Etwa 40.000 hiervon gelangten als sogenannte „Sperrbrecher“ unter Gefahr für Leib und Leben in den Westen. Die Forschung geht davon aus, dass mindestens doppelt so viele Versuche scheiterten, die DDR-Grenzanlagen zu überwinden. […] || Dieser Infokasten ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe enthalten!

    von Christine Bach

  • Die Kosten der Teilung

    Die „Kosten der Einheit“ werden vor jedem 3. Oktober kontrovers diskutiert. Dagegen redet niemand darüber, dass die deutsche Teilung – neben schrecklichen menschlichen Schicksalen und ein geschränkten Lebenschancen – immense finanzielle Folgewirkungen hatte. […] || Dieser Infokasten ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe enthalten!

    von Matthias Schäfer

  • Publikationen zum Thema "Mauerfall"

    Den Mauerfall vor 25 Jahren würdigen einige Verlagspublikationen. Anders aber als zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs sind die Neuerscheinungen überschaubar. […] || Dieser Infokasten ist ausschließlich in der Druckfassung der Sonderausgabe enthalten!

    von Jürgen Nielsen-Sikora

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Wolfgang Bergsdorf, Hans-Gert Pöttering, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446