Die Zukunft der christlichen Demokratie in Deutschland

Ausgabe 449 | 5. April 2007

„Aus christlichem Glauben lässt sich kein politisches Programm ableiten. Politisches und Christliches können nur dann füreinander fruchtbar werden, wenn sie sich voneinander unterscheiden, um in solcher Unterscheidung Impuls füreinander zu werden.“ (Bundesministerin Dr. Annette Schavan anlässlich des Festaktes zum fünfzigjährigen Jubiläum der Politischen Meinung am 26. Januar 2007)Neben der Dokumentation der Eröffnungsrede von Bundesministerin Dr. Annette Schavan zum Jubiläumsfestakt der Politischen Meinung kommen in der Aprilausgabe der Politischen Meinung auch die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu Wort: Steffen Reiche MdB (SPD), Christian Lindner MdL (FDP), Winfried Kretschmann MdL (Bündnis 90/Die Grünen) Christoph Böhr MdL (CDU) und Heinrich Oberreuter erläutern ihre Vorstellungen zu „Grundwerten in der Politik“ Eckart von Klaeden und Elmar Brok beschreiben die Herausforderungen und Perspektiven christlich-demokratischer Außen- und Europapolitik.Für und Wider des unter dem Begriff „Bürgergeld“ populären Modells eines bedingungslosen Grundeinkommen erläutern Thomas Straubhaar (pro) und Stefan Deges (contra).Für die Fortsetzung der Sprachkritik in der Moderne in der Literatur der Gegenwart plädiert Burkhard Spinnen mit einem Parforceritt durch die neuere Sprachgeschichte. An eine sorgsame Bewahrung von Gedächtniskultur mit der Literatur gemahnt Harald Weinrich.Besondere Würdigungen gelten Papst Benedikt XVI. zum 75. Geburtstag (Max-Eugen Kemper, Matthias Kopp), dem 400. Geburtstag des Theologen und Kirchenlieddichters Paul Gerhardt (Gabriele Wohmann) sowie den Todestagen von Konrad Adenauer (Günter Buchstab)und Otto Lenz (Carl Otto Lenz).

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Inhalt

  • Spielball der Illusionisten

    Hinter der Idee eines Basiseinkommens steht kein "Reförmchen", sondern ein neuer Gesellschaftsentwurf. Der Streit über die Details und die Finanzierung wird Deutschland keinen Schritt voranbringen.

    von Stefan Deges

  • Sprung in die Freiheit

    Im Jahr 2007 wird der 400. Geburtstag des Theologen und Kirchenlieddichters Paul Gerhardt gefeiert. Ein literarischer Zugang zum Glauben in Zuversicht.

    von Gabriele Wohmann

  • Grundwerte in der Politik

    Einführungsrede des Festaktes "Die Zukunft der christlichen Demokratie in Deutschland" anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens der "Politischen Meinung" am 26. Januar 2007.

    von Annette Schavan

  • Freiheit, Gleichheit oder Ordnung?

    Der Auflösung von persönlichen Verantwortlichkeiten durch eine anonyme Sozialverwaltungsbürokratie gilt es entgegenzusteuern. Rahmenbedingungen einer solidarischen Leistungsgesellschaft.

    von Christian Lindner

  • Unabstimmbar und unantastbar

    Gerade das christliche Menschenbild, das längst zum europäischen Menschenbild wurde, gibt der Demokratie und dem Pluralismus eine Grundlage, die zugleich deren Rechtfertigung einschließt. Es ist die Lebensader des säkularen Staates.

    von Christoph Böhr

  • Sechzig Jahre Deutscher Gewerkschaftsbund

    Gegenüber den Herausforderungen der Globalisierung sitzen Unternehmen und Gewerkschaften in einem Boot: Tarifautonomie bleibt zur zukunftsfähig, wenn sie betriebliche Spielräume öffnet.

    von Peter Clever

  • Zum Verhältnis von Staat und Kirche

    Die Trennung von Religion und Politik gehört zu den Fundamenten eines modernen Verfassungsstaates. Das christliche Menschenbild als Grundlage von Politik ist für alle annehmbar.

    von Winfried Kretschmann

  • Editorial

    von Stephan Eisel

  • Eine große Lerngemeinschaft

    Christliche Demokratie ist eine contradictio in adiecto, doch können die Partner der Großen Koalition beim Austarieren von Christlichem und Politischem voneinander lernen.

    von Steffen Reiche

  • Frühlingsgarten

    von Gisela Hemau

  • Architekt eines Hauses der Freiheit

    Am 19. April 1967 starb Konrad Adenauer in Rhöndorf. Sein großes Ziel war die Wiedervereinigung des europäischen Kontinentes auf der Grundlage von Freiheit.

    von Günter Buchstab

  • Transatlantische Gemeinsamkeiten

    Michael Zöller/Hansrudolf Kamer (Hg.): Der Westen - was sonst? / Josef Joffe: Die Hypermacht - Warum die USA die Welt beherrschen / Gerhard Besier/Gerhard Lindemann: Im Namen der Freiheit. Die amerikanische Mission

    von Friederich Mielke

  • Von der Utopie zur Realität

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet den Ausbau eines ohnehin schon bestehenden Sicherheitsnetzes. Seine langfristigen positiven Effekte sind ohne jede Alternative.

    von Thomas Straubhaar

  • Die Wiederkehr des Normativen

    Die Union kann sich plurale Begründungen ihres ethischen Kerns leisten, nicht aber dessen zeitgeistopportunistische Preisgabe. Es gilt, bewährte Grundsätze auf neue Herausforderungen anzuwenden.

    von Heinrich Oberreuter

  • Von der Macht der Bilder zur Kraft der Worte

    Am 19. April 2005 wurde Papst Benedikt XVI. nach 26 Stunden Konklave in sein Amt gewählt. Zehn Thesen über die ersten zwei Jahre des noch jungen Pontifikates - und zum 80. Geburtstag.

    von Matthias Kopp

  • Herausforderungen der Außenpolitik

    Außen- und innenpolitische Fragen lassen sich nicht mehr so scharf trennen wie bisher. Transnationaler Terrorismus, Asiens Aufstieg, Energie- und Klimapolitik drängen nach neuen Handlungsoptionen.

    von Eckart von Klaeden

  • Zu Hause in Babel - Mehrsprachigkeit und moderne Literatur in Europa

    Die Sprachkritik der Moderne bedarf einer Fortsetzung in der Literatur der Gegenwart. Ein Parforceritt durch die neuere Kultur- und Bewusstseinsgeschichte der Sprache.

    von Burkhard Spinnen

  • Identität des Glaubens

    Die priesterliche Seite des Amtes verkörpert Papst Benedikt XVI. deutlicher als je zuvor. Mit einer rational ebenso wie geistlich bestechend klaren Sprache beflügelt der den Glauben neu.

    von Max-Eugen Kemper

  • Eine folgenreiche Reise nach Afrika

    Die Assoziierung überseeischer Länder im Vertrag zur Gründung der EWG stieß auf Kritik. Otto Lenz, Mitbegründer der Politischen Meinung, starb an den Folgen der Aufklärungsreise einer Abgeordnetengruppe nach Französisch-Westafrika im Mai 1957.

    von Carl Otto Lenz

  • Perspektiven der Europapolitik

    Europa steht am Scheideweg seiner politischen Zukunft. Nur mit der Verfassung kann es gelingen, die Kraft der Mitgliedsstaaten zu bündeln und die Herausforderungen in der Weltpolitik anzugehen.

    von Elmar Brok

  • Gebote und Verbote des Erinnerns und Vergessens

    Als kulturelle Aufwertung des Vergessens wirkte sich die Erfindung des Buchdruckes aus. Unaufhaltsam voranschreitend gemahnt nun die digitale Revolution an die sorgsame Bewahrung von Gedächtniskultur.

    von Harald Weinrich

  • Aktuelles intern

    von Walter Bajohr

  • Fünfzig Jahre dynamische Rente

    Die Einführung der dynamischen Rente war eine politische Leistung ersten Ranges. Zur Vermeidung von Altersarmut müssen in Zukunft ergänzende Säulen der betrieblichen und privaten Vorsorge weiter ausgebaut werden.

    von Peter Weiß

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

 

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.

BESTELLINFORMATIONEN

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Wolfgang Bergsdorf, Hans-Gert Pöttering, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446