Politische Kommunikation und digitale Gesellschaft


Die Märzausgabe der Politischen Meinung befasst sich mit den umwälzenden Veränderungen, die durch die neuen Medien in Gesellschaft und politischer Kommunikation hervorgerufen wurden. Dabei werden nicht allein die neuen Möglichkeiten des Internet in den Bereichen Meinungsbildung und -austausch, Wissenserwerb und Interaktion mit Parteien analysiert, sondern ebenso die Rückwirkung dieser Prozesse auf die „klassischen“ Medien Zeitung und Rundfunk. In diesem Zusammenhang erläutern weitere Beiträge, dass und warum es gerade heute besonders bedeutsam ist, den Markenkern eines soliden Journalismus zu wahren.Die Rubrik „Erinnern und verstehen“ blickt auf die erste freie Volkskammerwahl am 18. März 1990 und auf den ersten Einsatz von Giftgas vor 95 Jahren zurück. Hier finden auch die Leistungen Richard von Weizsäckers anlässlich seines 90. Geburtstages sowie jene Alfred Grossers anlässlich seines 85. Geburtstages ihre Würdigung.

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Inhalt

  • Editorial

    von Wolfgang Bergsdorf

  • Neue Medienpolitik für neue Medien

    Der gravierende Wandel der Medien, der politischen Kommunikation und Kultur durch das Internet fordert eine Medienpolitik heraus, die sich ihrer Verantwortung zur Regulierung in allen Feldern stellt. Zu den Herausforderungen des Wandels von Medien, politischer Kommunikation und Kultur

    von Robert Grünewald

  • Eine tödliche Wolke wie aus der Hölle

    Vor 95 Jahren begann mit dem Giftgaseinsatz bei Ypern der Einsatz von Massenvernichtungsmitteln.

    von Gisbert Kuhn

  • Repräsentativität und Kompetenz

    Die bisherige Form der staatlichen Medienregulierung und Gremienarbeit entsprach den Bedingungen der analogen Kommunikationswelt. Die durch die Digitalisierung aufgelöstenGrenzen verlangen nach mehr Kompetenz, Unabhängigkeit und Transparenz bei medienpolitischen Entscheidungsprozessen. Das duale System benötigt eine gemeinsame Evaluation

    von Ernst Elitz

  • Das Engagement deutscher Parteien im Netz

    Was haben die Parteien aus dem Onlinewahlkampf 2009 gelernt, und welche Ziele verfolgen sie jetzt? Zu den Herausforderungen einer notwendigen Profilbildung im Bereich von Onlinekampagnen und Netzpolitik. Zwischen Neuausrichtung und Kontinuität

    von Hagen Albers

  • Von der Politiker- zur Journalistenverdrossenheit?

    Der Verlust an Glaubwürdigkeit rührt an den Markenkern des Journalismus und bedroht zudemdie kommunikative Basis der gesamten Gesellschaft. Die Deutschen zeigen sich von den Medien enttäuscht

    von Wolfgang Donsbach, Mathias Rentsch

  • Deutsche Identitäten

    Wolfgang Schuller: Die deutsche Revolution 1989 / Jan Fleischhauer: Unter Linken. Von einem, der aus Versehen konservativ wurde / Wilfried Reckert: Kommunismus-Erfahrung. Zwanzig Jahre als DKP-Funktionär - gelesen -

    von Manfred Wilke

  • Die instrumentalisierte Symphonie

    Christina M. Stahl: Was die Mode streng geteilt? Beethovens Neunte während der deutschen Teilung - gelesen -

    von Norbert Lammert

  • Wie das Internet die Massenmedien verändert

    Das Internet hat völlig neue Formen der Kommunikation und Informationsbeschaffungentstehen lassen, die die Spielregeln der Medienlandschaft grundlegend verändern.Im Kampf um ihren Fortbestand in der herkömmlichen Form scheinen die Massenmedienden entscheidenden Diskurs zu verpassen. Das Festhalten am Bestehenden gefährdet den dringend notwendigen Zukunftsdiskurs

    von Arne Klempert

  • Datenerhebung im Netz

    Patrick Brauckmann (Hrsg.): Web-Monitoring. Gewinnung und Analyse von Daten über das Kommunikationsverhalten im Internet - gelesen -

    von Britta Rottbeck

  • Aktuelles intern

    Aktionen, Programme und Publikationen der Konrad-Adenauer-Stiftung

  • Jurist, Kirchenmann und Politiker

    Richard von Weizsäcker galt in der Reihe der deutschen Bundespräsidenten als der beliebteste. Die politische Klasse aber stand ihm aus vielen Gründen mit Skepsis gegenüber. Ein Rückblick auf sein Leben anlässlich seines bevorstehenden 90. Geburtstages. Zum 90. Geburtstag von Richard von Weizsäcker

    von Günter Buchstab

  • Medienpolitik in der DDR

    Jochen Staadt/Tobias Voigt/Stefan Wolle: Operation Fernsehen – Die Stasi und die Medien in Ost und West / Christian Chmel: Die DDR-Berichterstattung bundesdeutscher Massenmedien und die Reaktionen der SED (1972–1989) - gelesen -

    von Hans-Joachim Föller

  • Der Demokratische Aufbruch und die Verfassungswirklichkeit der DDR

    Die Ereignisse, die zur ersten freien Volkskammerwahl der DDR am 18. März 1990 führten, waren in ihrer Dynamik kaum zu überbieten. Die Erarbeitung des Wahlgesetzes und die verfassungsrechtliche Gestaltung der Wiedervereinigung stellten eine von Kontroversen erfüllte Herausforderung dar. Ein Zeitzeugenbericht zu der ersten freien Volkskammerwahl vor zwanzig Jahren

    von Brigitta Kögler

  • Mit den Augen des anderen

    Der Weltbürger Alfred Grosser vollendete sein 85. Lebensjahr. Mit seiner schonungslosen Ehrlichkeit steht der einstmals jüdische Emigrant aus Frankfurt am Main für Versöhnung durch eine „warme Vernunft“ und „schöpferische Menschenfreundlichkeit“. Zum 85. Geburtstag von Alfred Grosser

    von Manfred Funke

  • Zukunft der Zeitung – Zeitung der Zukunft

    Gründliche Recherche, kluge Orientierung und Hintergrundinformation sind dem traditionellen Printjournalismus eigen. Die veränderten Informationswege des Internets könnten diesen weder ersetzen noch ernsthaft gefährden. Die Informationswege des Netzes sind weder Ersatz noch Gefahr

    von Gernot Facius

  • Wissen und Bildung im Biotop Internet

    Einem klassisch verstandenen Bildungsbegriff steht die Kommunikation im Internet keineswegsentgegen. Sie kann ihm vielmehr durch ihre dialogischen Strukturen jenseits der Massenmedienzu einer neuen Bühne verhelfen. Eine Annäherung

    von Bernt von zur Mühlen

  • Der medienpolitische Urknall

    Vor mehr als 25 Jahren wurde in Deutschland das duale Rundfunksystem eingerichtet. Zu den Veränderungen, die der private Rundfunk in der Medienlandschaft hervorgerufen hat. Hoffnungen, Erwartungen, Befürchtungen - eine Bilanz

    von Jürgen Wilke

  • Inhalt

  • Im Netz der Parteien?

    Bei der Suche der Parteien nach adäquaten Aktivitäten im Internet sind nicht nur dessen gänzlich veränderte Kommunikationsstrukturen „persönlicher Öffentlichkeiten“ zu beachten, sondern auch die Traditionen politischer Kommunikation, die hierzulande von den amerikanischen stark abweichen. Politische Kommunikation in Zeiten des Web 2.0

    von Ralf Güldenzopf, Stefan Hennewig

Über diese Reihe

Die Politische Meinung präsentiert sich seit 2013 „generalüberholt“ ihren Lesern: Das neue, ästhetisch anspruchsvolle Layout bietet ein klares und aufgelockertes Schriftbild, die Themenschwerpunkte werden facettenreicher und von Bildstrecken begleitet. Eine veränderte Erscheinungsweise von sechs Doppelausgaben jährlich mit jetzt 128 Seiten gibt dieser Fortentwicklung einen neuen Rahmen.

Die Zeitschrift bietet als Bezugspunkte fundierte Analysen historischer Hintergründe und eine der individuellen Eigenverantwortung verpflichtete, im christlichen Menschenbild verankerte Ethik.​​​​​​​

Bestellinformationen

Die Politische Meinung erscheint sechsmal im Jahr. Der Bezugspreis für sechs Hefte beträgt 50,00 € zzgl. Porto. Der Einzelheftpreis beträgt 9,00 €. Schüler und Studenten erhalten einen Sonderrabatt (25 Prozent). Die Bezugsdauer verlängert sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht bis zum 15. November eines Jahres schriftlich abbestellt wird. Bestellungen über den Verlag, durch den Buchhandel oder per E-Mail an politische-meinung@kas.de

Herausgeber

Norbert Lammert, Bernhard Vogel

ISBN

0032-3446

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Dr

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