Veranstaltungsberichte

Studien- und Dialogprogramm für Vertreter der Medien und Politik aus Estland

Inlandsprogramme der Konrad-Adenauer-Stiftung

Im Rahmen eines vom Team Inlandsprogramme organisierten Besucherprogramms besuchte in der letzten Woche die o. g. Delegation in Begleitung von unserem Leiter des Länderprojekts Estland in Tallinn, Herr Thomas Schneider, Dresden und Berlin.

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Die Delegation mit Thomas Schneider (2. v. r.) traf in der Akademie der KAS unseren Pressesprecher Matthias Barner (4. v. r.) zum Gespräch.

Nationalstaaten befinden sich nicht erst seit dem globalen Zeitalter inmitten eines Netzwerkes von Beziehungen. Die Erweiterung internationaler Organisation, die intensivierte weltweite ökonomische Vernetzung sowie die schneller und einfacher gewordene Kommunikation machen politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse stärker abhängig von globalen Geschehnissen.

Speziell für den Erfolg kleinerer EU-Mitgliedsländer wie Estland ist die Einbettung in einen europäischen bzw. internationalen Kontext essentiell. Die politische und ökonomische Prosperität der Estnischen Republik hängt deshalb zunehmend mit der gesamteuropäischen Entwicklung zusammen. Durch ein großes diplomatisches Netzwerk und eine offene Volkswirtschaft wird ein Mehrwert für den kleinsten baltischen Staat geschaffen. Zur Vermittlung von Entscheidungen auf den unterschiedlichen Ebenen bedarf es jedoch einer Medienberichterstattung, die der Gesellschaft fundierte Informationen über europäische und internationale Entwicklungen zur Verfügung stellt. Und nationale Politiker benötigen neben guter Information auch die Sensibilität sowie das Interesse an europäischen und internationalen Entwicklungen.

Dieses Interesse soll mit einer Studien‐ und Informationsreise nach Deutschland unter dem Titel „Die Rolle europäischer und internationaler Berichterstattung in nationalen Medien“ gefördert werden. Es soll ein Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und estnischen Medienschaffenden und Politikern stattfinden, bei dem Möglichkeiten und Informationen zur Nachrichten‐ bzw. Programmentwicklung ausgetauscht werden, auch im Bezug der Nutzung verschiedener Kanäle bei der politischen Kommunikation. Neben der Bundeshauptstadt Berlin werden Gespräche in der sächsischen Landeshauptstadt angeboten.