• 2009-2015
  • 2009

    • 1. Januar 2009

      Die Staatsverschuldung Griechenlands beträgt 112,6 Prozent des BIP, das Haushaltsdefizit 15,4 Prozent des BIP.

    2010

    • 1. Februar 2010

      Die Europäische Kommission beschließt (im Rahmen des bereits laufenden Defizitstrafverfahrens), den griechischen Haushalt unter EU-Kontrolle zu stellen.

      Die Regierung in Athen erhielt die Auflage, alle zwei bis drei Monate in Brüssel über ihre Einsparungserfolge Bericht zu erstatten. Bis 2012 sollte das Land die Neuverschuldung unter die im Stabilitäts- und Wachstumspakt vorgesehene Marke von drei Prozent des BIP drücken – dies entspricht einer Senkung um 75 Prozent.

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    • 11. Februar 2010

      Die Euromitgliedsländer wollen Griechenland helfen.

      Die Euromitgliedsländer einigen sich darüber, entschlossen und koordiniert zu handeln, um Griechenland zu helfen, falls dies für die Garantie der Stabilität der Eurozone insgesamt als notwendig erachtet werden sollte. Der griechische Ministerpräsident Papandreou wird zu einer drastischen Sparpolitik aufgefordert, um den Staatsbankrott abzuwenden.

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    • 25. März 2010

      Die Länder der Eurozone sagen Griechenland ein Hilfspaket zu.

    • 3. Mai 2010

      Bundeskabinett trifft sich zu einer Sondersitzung

      Das Bundeskabinett verabschiedete das Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetz (WFStG). Darin wird der Bund ermächtigt, der KfW-Bank das Risiko für Kredite an Griechenland abzunehmen. Die Bundesrepublik wird für 2010 insgesamt eine Kredittranche in Höhe von 8,4 Mrd. Euro bereitstellen. Für 2011 und 2012 sind zusammengenommen nochmals 14 Mrd. Euro veranschlagt. Augrund der Dimension der Kabinettsvorlage wurden am Nachmittag Sondersitzungen durchgeführt.

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    • 4. Mai 2010

      Expertenurteile und Debatte in erster Lesung des Bundestages über die Pläne der Bundesregierung

      Angela Merkel betonte zu Beginn der Debatte in einer Regierungserklärung die Notwendigkeit der Hilfen. Nach einer öffentlichen Anhörung von Experten über das Gesetz, wurde der Gesetzentwurf auf Druck von Union und FDP aber noch einmal geändert. Dabei wurde klar gestellt, dass die bilateralen Kredite der Euro-Gruppe sowie des IWF „im Rahmen eines gemeinsamen Vorgehens“ gewährt werden sollen. SPD und Grüne enthielten sich. Die Linke lehnte den Gesetzentwurf ab.

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    • 7. Mai 2010

      Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone beschließen ein umfassendes Rettungspaket für Griechenland und die Einrichtung eines vorläufigen Europäischen Stabilitätsmechanismus.

      Bis 2012 soll Griechenland Kredite in Höhe von 110 Mrd. Euro erhalten. Der IWF will 30 Mrd. Euro übernehmen, die Mitgliedstaaten der Eurozone für 80 Mrd. Euro aufkommen. Der so genannte „Euro-Rettungsschirm", an den die Euro-Staaten und der IWF beteiligt sind, umfasst ein Gesamtvolumen von 750 Mrd. Euro. Er soll bis 2013 gelten. Ziel des vorläufigen Stabilitätsmechanismus: Unterstützung überschuldeter Euroländer, um Staatsbankrotte zu vermeiden, die die gesamte Eurozone erschüttern würden.

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    • 8. Mai 2010

      Die letzte Unterschrift

      Bundespräsident Horst Köhler unterschreibt in Berlin das Gesetz. Dann ist das deutsche Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen, womit das Gesetz in Kraft tritt. Der Bundespräsident gilt als Befürworter der Finanzhilfen für Athen. Ein Nachspiel vor dem Bundesverfassungsgericht ist trotzdem zu erwarten. Der Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider will mit drei Mitstreitern gegen die Hilfe in Karlsruhe klagen.

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    • 10. Mai 2010

      Mit dem 1. Rettungspaket für Griechenland beginnt die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt.

      Dadurch geht das Risiko einer Insolvenz dieser Staaten zu einem guten Teil auf die EZB und die Mitgliedstaaten als ihre Kapitalgeber über. Zwischen Mai 2010 und Juli 2011 hat die EZB zunächst nur Papiere von Griechenland, Irland und Portugal gekauft. In einer weiteren Kaufrunde ab August 2011 werden Anleihen im Volumen von weiteren 100 Mrd. Euro aufgekauft. Der Gesamtbestand beträgt Ende 2011 210 Mrd. Euro. Fachleute gehen davon aus, dass es vor allem italienische und spanische Bonds waren.

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    • 19. Mai 2010

      Schuldentilgung

      An diesem Tag muss Griechenland rund 9 Mrd. Euro Schulden zurückzahlen. Ohne die Hilfestellung der Partner (Internationaler Währungsfonds und Euro-Länder) wäre die sozialistische Regierung nicht in der Lage diese Forderungen zu bedienen.

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    • 17. Dezember 2010

      Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone beschließen die Einrichtung eines dauerhaften Europäischen Stabilitätsmechanismus.

      Die Aufteilung des dauerhaften ESM (500 Mrd. Euro) sieht wie folgt vor: An dem neuen ESM sollen sich nur noch die EU-Länder und der IWF beteiligen. Die EFSF wird durch einen neuen ESM-Fonds abgelöst, der mit einem eigenen Grundkapital ausgestattet wird. Die EU-Mitgliedstaaten zahlen 80 Mrd. Euro als Grundkapital ein. Die Einzahlung erfolgt über fünf Jahre. 420 Mrd. Euro werden von den Mitgliedstaaten als Kreditgarantien für ESM-Anleihen bereitgehalten.

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    2011

    • 3. Juni 2011

      Positives Zeugnis für die Sparpolitik

      Die Troika stellt Griechenland ein positives Zeugnis über die Sparpolitik aus. Athen stimmt zu, die Privatisierung staatlichen Besitzes zu forcieren.

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    • 20. Juli 2011

      Europäische Kommission gründet "Task-Force"

      Die Europäische Kommission gründet ein „Task-Force der Europäischen Union für Griechenland“ und ernennt Horst Reichenbach, Vorsitzender der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), zum Vorsitzenden. Das Gremium mit Hauptsitz in Brüssel soll garantieren, dass Griechenland seine Sparprogramme umsetzt und die EU ihre Fördergelder auszahlt.

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    • 21. Juli 2011

      Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone einigen sich über ein zweites Rettungspaket für Griechenland und über weitere Regeln für den vorläufigen ESM.

      Die Finanzierung wird etwa 109 Mrd. Euro betragen. Mit diesem Programm sollen insbesondere über niedrigere Zinssätze und längere Laufzeiten, die Schuldentragfähigkeit und das Refinanzierungsprofil Griechenlands entscheidend verbessert werden. Zudem wird der EFSF-Fonds nicht aufgestockt, sondern kann künftig zum Ankauf von Staatsanleihen genutzt werden. In Zusammenarbeit mit der EU-Kommission soll zudem ein umfangreiches Wachstums- und Investitionsprogramm das Land wieder auf die Beine bringen.

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    • 1. September 2011

      Das zweite Hilfspaket für Griechenland wird den nationalen Parlamenten zur Ratifizierung vorgelegt.

    • 2. September 2011

      Die Troika reist aus Griechenland ab

      Die Troika, die sich aus Beratern der EZB, der EU und des IWF zusammensetzt, reist aufgrund der schleppenden Fortschritte bei der griechischen Sanierung ab. Sie will Athen vorerst für 10 Tage verlassen, um dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos Zeit für eine Überarbeitung seines Haushaltsentwurfs für 2012 zu geben. Ende September nimmt die Troika ihre Arbeit in Athen wieder auf.

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    • 26. Oktober 2011

      Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union einigen sich auf einen Plan, durch den Griechenland bis 2020 wieder ohne Finanzhilfen aus dem Ausland auskommen soll.

      Darüber hinaus erhöhten sie Schlagkraft für den vorläufigen Rettungsschirm EFSF, um die Finanzstabilität im Euro-Währungsgebiet zu gewährleisten und für eine ausreichende Eingrenzung zu sorgen, um der Ansteckungsgefahr entgegenzuwirken. Hierzu wird mittels Hebelung der EFSF auf eine Billion Euro erhöht. Damit der Schuldenstand von 160 Prozent auf 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) gedrückt wird, sollen private Gläubiger auf 50 Prozent ihrer Forderungen an Athen verzichten.

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    • 29. November 2011

      Zwei Modelle der EFSF-Ressourcen

      Die Eurogruppe einigt sich auf zwei Modelle zur Optimierung der EFSF-Ressourcen. Einerseits soll es eine Zahlungsausfallabsicherung für neue Staatsanleihen geben, die zwischen 20 und 30 Prozent der möglichen Verluste decken kann und andererseits werden eines oder mehrere Co-Investment Funds für Primär- und Sekundärmarktinterventionen und Bankenrekapitalisierung geschaffen.

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    • 30. November 2011

      Die EZB kündigt ein koordiniertes Vorgehen mit mehreren anderen Zentralbanken an, um gemeinsam gegen die Auswirkungen der Krise vorzugehen.

      Diese koordinierten Maßnahmen der Zentralbank Kanadas, Großbritanniens, Japans, der Schweiz, der Federal Reserve und der EZB dienen der Erhöhung der Liquidität des globalen Finanzsystems. Die Einigung wurde für den Zeitraum bis Februar 2013 getroffen; sie ermöglicht den Zentralbanken gleichzeitig leichtere gegenseitige Hilfsmaßnahmen. Die gemeinsamen Maßnahmen dürften zu einer leichteren Kreditgewährung für private Haushalte und Unternehmen führen und so zum Aufschwung beitragen.

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    2012

    • 2. Februar 2012

      Unterzeichnung des ESM-Vertrages durch die Botschafter der Mitgliedstaaten in Brüssel nach einer Sitzung der Euro-Gruppe am 23. Januar 2012.

      Der Vertrag legt unter anderem fest, dass die Auszahlung von Finanzhilfen nur an Länder, die sich auch an die Regeln des Fiskalpakts halten, gehen. Der ESM ist mit weiteren 420 Mrd. Euro Gewährleistungen ausgestattet. Das Ausleihvolumen beträgt maximal 500 Mrd. Euro. Hinzu kommen verpflichtende Umschuldungsklauseln für alle Staatsschuldtitel mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Ein Eilabstimmungsverfahren ist nur mit einer Mehrheit von 85 Prozent der Kapitalanteile möglich.

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    • 20. Februar 2012

      Die Finanzminister der Euro-Gruppe entscheiden über das zweite Hilfspaket für Griechenland.

      Das Hilfspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro soll der drohenden Staatspleite entgegen wirken und den Finanzbedarf des Landes bis 2014 decken. Private Gläubiger sollen zusätzlich zu den öffentlichen Hilfen auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Die übrigen rund 93 Mrd. Euro an Forderungen tauschen sie in neue griechische Staatsanleihen um. Mit einen neu eingerichteten Sperrkonto sollen künftig Zinsen und Tilgungen für Staatsanleihen gezahlt werden.

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    • 27. Februar 2012

      Der Bundestag stimmt dem zweiten Rettungspaket für Griechenland zu.

    • 29. Februar 2012

      EZB vergibt Kredite in Höhe von 529,5 Mrd. Euro

      Die EZB vergibt Kredite mit einem Gesamtwert von 529,5 Mrd. Euro an 800 Kreditinstitute. Die Kredite haben eine Laufzeit von drei Jahren. Der Zinssatz beträgt lediglich 1,0 Prozent. Nach der Finanzspritze im Dezember ist dies bereits das zweite Mal, dass die EZB mit einer solchen Aktion versucht, den Interbankhandel wieder zu beleben. Eine weitere Aktion dieser Größenordnung ist nicht geplant.

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    • 2. März 2012

      Der EU-Gipfel beschließt, den dauerhaften Rettungsschirm ESM schneller als ursprünglich geplant mit Geld zu versorgen.

      Die Beiträge des Grundkapitals sollen nun innerhalb von zwei statt wie bisher in fünf Jahren eingezahlt werden. Darüber hinaus soll der Start des ESM auf Mitte 2012 vorgezogen werden.

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    • 9. März 2012

      Griechenland gelingt "Schuldenschnitt"

      Griechenland gelingt der im Oktober 2011 angekündigte „Schuldenschnitt“ bei seinen privaten Gläubigern. Von den 177 Mrd. Euro an Anleihen werden 152 Mrd. Euro zum Umtausch eingereicht. Die Beteiligungsquote von 85,8 Prozent übertrifft die Erwartungen. Somit können die Finanzminister nun über die endgültige Freigabe des im Februar grundsätzlich beschlossenen 130-Mrd.-Hilfspakets entscheiden.

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    • 13. März 2012

      Kreditwürdigkeit Griechenlands wird angehoben

      Nach erfolgreichem Schuldenschnitt wird die Kreditwürdigkeit Griechenland deutlich angehoben (von C auf B-). Dies gilt jedoch nur für neue Staatsanleihen, die nach dem Schuldenschnitt ausgegeben werden. Alte Anleihen sind nach wie vor mir C bewertet.

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    • 18. März 2012

      Juncker kritisiert Sparmaßnahmen

      Der Vorsitzende der Eurogruppe Jean-Claude Juncker räumt in einem Interview mit der Zeitschrift "Kathimérini" ein, dass die Europäische Union mit den Sparmaßnahmen für Griechenland zu Weit gegangen ist und dass der Schwerpunkt nicht genug auf eine Rückkehr zum Wirtschaftswachstum ausgerichtet ist.

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    • 21. März 2012

      Die Europäische Investitionsbank (EIB) unterzeichnet den Finanzierungsvertrag zur finanziellen Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Griechenland.

      Bei dem Fonds handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Hellenischen Republik, der Europäischen Kommission und der EIB. Der Fonds ist mit 500 Mio. Euro aus europäischen Strukturfondsmitteln für Griechenland ausgestattet, die bisher nicht in Anspruch genommen wurden. Er wird daraus Garantien für KMU-Darlehen von bis zu 1 Mrd. Euro stellen, die die EIB über Partnerbanken in Griechenland gewährt.

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    • 30. März 2012

      Die Finanzminister der Eurogruppe einigen sich darauf, den dauerhaften ESM mit zusätzlich 200 Mrd. Euro aus nicht ausgeschöpften EFSF-Mitteln aufzustocken.

      Damit steigt die Finanzkraft des dauerhaften ESM auf 700 Mrd. Euro: 80 Mrd. Euro Grundkapital plus 620 Mrd. Euro Gewährleistungen (der deutsche Anteil hierfür beträgt 168,3 Mrd. Euro). Aus dem Anteil von 22 Mrd. Euro am Grundkapital und dem Anteil von 168,3 Mrd. Euro für die Gewährleistungen entsteht der deutsche Höchsthaftungsbetrag von ca. 190 Mrd. Euro, auf den im September 2012 auch das Bundesverfassungsgericht Bezug nimmt.

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    • 29. Mai 2012

      Die vier größten griechischen Banken bekommen zusammen 18 Milliarden Euro aus den Mitteln des Rettungsschirms.

    • 17. Juni 2012

      Bei den Neuwahlen wird die konservative Nea Demokratia stärkste Kraft und bildet eine Koalitionsregierung mit der sozialistischen Pasok und der Demokratischen Linken.

    • 29. Juni 2012

      Banken können beim ESM direkte Unterstützung beantragen

      Nach einem Beschluss des EU-Gipfels werden Banken beim ESM in Zukunft direkte Unterstützung beantragen können. Bis zu diesem Zeitpunkt war das nur auf indirektem Wege möglich, in dem ein Staat ein Darlehen beim ESM beantragt, um das Geld im Anschluss den Banken zur Verfügung zu stellen. Dafür muss aber vorher eine europäische Bankenaufsicht geschaffen werden.

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    • 1. Juli 2012

      Der ESM kann nicht zum geplanten Zeitpunkt in Kraft treten.

      Der ESM-Vertrag tritt an dem Tag in Kraft, an dem die Ratifikations-, Genehmigungs- oder Annahmeurkunden von so vielen Unterzeichner-Ländern beim Generalsekretariat des Rates der EU hinterlegt wurden, dass deren Erstzeichnungen mindestens 90 Prozent der gesamten vereinbarten Zeichnungen ausmachen. Um diesen Prozentsatz zu erreichen müssen noch sowohl Deutschland als auch Italien ihre Urkunden einreichen.

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    • 1. Juli 2012

      Es finden europaweit Spekulationen über einen höheren Hilfsbedarf Griechenlands, über eine Aufweichung des Reformpakets sowie über einen Austritt des Landes aus der Eurozone statt.

      In Brüssel teilt die Europäische Kommission mit, die Basis für alle EU-Entscheidungen in Bezug auf Griechenland liefere der Prüfungsbericht der Troika (EU-Kommission, EZB und IWF). Dieser soll im Oktober 2012 vorgelegt werden. Von ihm wird eine Bestandsaufnahme der griechischen Anstrengungen zur Krisenbewältigung erwartet. Ende August 2012 drängt Griechenlands Premier Samaras die EU, Athen mehr Zeit für Reformen zu geben. Die Rückkehr zur Drachme wäre aus seiner Sicht eine Katastrophe.

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    • 5. Juli 2012

      Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins

      Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins für die Euro-Zone auf ein historisches Tief von 0,75 Prozent, mit dem Ziel, die Refinanzierung europäischer Finanzinstitute zu vereinfachen und einen Absturz der Wirtschaft der Euro-Zone zu verhindern.

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    • 16. Juli 2012

      Das Bundesverfassungsgericht verkündet, dass es erst am 12. September seine Entscheidung bezüglich der Klagen gegen den ESM bekannt geben wird.

    • 26. Juli 2012

      Die Spekulationen über ein Auseinanderbrechen der Eurozone reißen trotz des zweiten Hilfspakets und des Schuldenschnitts nicht ab.

      Die Risikoaufschläge auf Staatsanleihen gehen stark auseinander. Italien gilt als möglicher Kandidat für ein weiteres Hilfspaket. Der ESM ist noch nicht in Kraft, der EFSF wäre damit überfordert. In dieser Situation äußert EZB Präsident Maria Draghi in einer Rede, die EZB werde alles Notwendige für die Stabilität tun. Damit kündigt er den Beginn des Staatsanleihekaufs durch die EZB an. Diese Äußerung beruhigt die Finanzmärkte, das akute Risiko des Auseinanderbrechens der Eurozone ist gebannt.

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    • 14. August 2012

      Griechenland besorgt sich bei den eigenen Banken frisches Geld in Höhe von 4 Mrd. Euro (Laufzeit 13 Wochen) und sichert so eine anstehende Rückzahlung an die EZB.

    • 29. August 2012

      EZB-Chef Mario Draghi kündigt in der Presse neue Eingriffe der EZB an, um Preisstabilität zu gewährleisten, auch wenn die Notenbank dabei zu unkonventionellen Mitteln greifen muss.

      "Dies kann hin und wieder außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. Diese, wenn nötig, zu ergreifen, ist unsere Verantwortung als Zentralbank für die Euro-Zone als Ganzes", sagte der EZB-Chef in "Die Zeit", am 29. August 2012. Der EZB-Rat will in seiner Sitzung am 6. September darüber entscheiden, wie die in Aussicht gestellten Anleihekäufe aussehen könnten.

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    • 6. September 2012

      Die EZB kündigt offiziell an, in unbegrenzter Höhe Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen, wenn diese sich zu Reformmaßnahmen verpflichten (sog. OMT-Programm).

      Es geht um Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren. Die EZB sieht dies als Maßnahme zur Stabilisierung des Euros. Kritik gibt es vor allem von Seiten der Bundesbank, die die Grenze zur Staatsfinanzierung überschritten sieht. Bislang (Stand 30. Juli 2015) wurde das OMT Programm von keinem Land in Anspruch genommen. Zuvor hatte die EZB bis Februar 2012 bereits Staatsanleihen in einem Umfang von 220 Mrd. Euro gekauft, davon rund 50 Mrd. Euro griechische Staatsanleihen.

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    • 7. September 2012

      Die EZB kündigt offiziell an, in unbegrenzter Höhe Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen, wenn diese sich zu Reformmaßnahmen verpflichten.

      Es geht um Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren gehen. Die EZB sieht dies als Maßnahme zur Stabilisierung des Euros, da die Wirkung der normalen Instrumente gestört sei. Kritik gibt es vor allem von Seiten der Bundesbank, die die Grenze zur Staatsfinanzierung überschritten sieht. Auch stellt die Verknüpfung der Anleihekäufe mit den Reformprogrammen in den Ländern einen Zusammenhang von Geld- und Fiskalpolitik dar, der dem eigentlichen Mandat der EZB widerspricht.

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    • 11. September 2012

      Das Bundesverfassungsgericht lehnt in einer Eilentscheidung ab, gegen den Beschluss der EZB vom 7. September 2012 vorzugehen.

    • 12. September 2012

      Das Bundesverfassungsgericht erklärt in einer Eilentscheidung den dauerhaften ESM für mit dem Grundgesetz vereinbar.

      Es werden zwei Einschränkungen gemacht: Zum einen darf der Garantiebetrag, für den Deutschland haftet, die Höhe von 190 Mrd. Euro nicht übersteigt. Zum anderen muss jede weitere Veränderung am ESM durch den Gesetzgeber erneut legitimiert werden. Das BVerfG hält eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen den jüngsten Beschluss der EZB für möglich, da es an der Europarechtskonformität der EZB-Beschlüsse zweifelt.

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    • 27. September 2012

      Der dauerhafte ESM tritt in Kraft.

      Mit einem Stammkapital von 700 Mrd. Euro ist der ESM die bislang größte Waffe der Währungsretter. Allerdings werden davon lediglich 80 Milliarden Euro wirklich eingezahlt. Dieses Grundkapital wird in fünf Tranchen eingezahlt: zwei im Jahr 2012, zwei weitere 2013 und eine letzte bis Mitte 2014. Die übrigen 620 Mrd. Euro sind "abrufbares Kapital", auf das im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann. Das Stammkapital versetzt den ESM in die Lage, Kredithilfen von bis zu 500 Mrd. Euro zu gewähren.

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    • 12. November 2012

      Mit viel Verspätung legen die Vertreter der Troika ihren Bericht zu Griechenlands Sparanstrengungen vor.

      Im Grundton ist das Urteil positiv, auch wenn alle Ziele noch lange nicht erreicht sind. Der Bericht macht somit den Weg für eine weitere finanzielle Unterstützung Griechenlands durch die EU frei.

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    • 27. November 2012

      Die Eurogruppe einigt sich auf einen Plan zum Abbau der griechischen Schulden, nach dem die Verschuldung Griechenlands bis 2020 auf 124 Prozent des BIP gesenkt werden soll.

      Die Einigung entspricht dem Verhandlungsergebnis, auf das sich zuvor die Troika (EZB, Europäische Kommission und IWF) geeinigt hatte. Dafür ist ein Schuldenrückkaufprogramm vorgesehen. Des Weiteren soll Griechenland neue Hilfszahlungen in Höhe von 43,7 Mrd. Euro erhalten, davon 34,4 Mrd. sofort und weitere 9,3 Mrd. nach der Erfüllung festgelegter Bedingungen. Als weitere Hilfsmaßnahme wurden die Zinsen gesenkt und Griechenland mehr Zeit für die Rückzahlung gewährt.

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    • 30. November 2012

      Bundestag stimmt weiterer Finanzhilfe für Griechenland zu

      Die Tranche von 43,7 Mrd. Euro wird in Teilbeträgen ausgezahlt. In einer ersten Teil-Tranche sollen 10,6 Mrd. Euro zur Haushaltsfinanzierung und 23,8 Mrd. Euro zur Rekapitalisierung und Abwicklung von Banken ausgezahlt werden. Die verbleibenden 9,3 Mrd. Euro sollen im ersten Quartal 2013 ausgezahlt werden. Zum ersten Mal betrifft die Unterstützungsleistung den Bundeshaushalt.

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    • 5. Dezember 2012

      Erste Auszahlung des ESM i. H. v. 39,5 Mrd. Euro an die spanische Regierung zur Rekapitalisierung der spanischen Banken erfolgt.

    • 12. Dezember 2012

      Der geplante Schuldenrückkauf verläuft erfolgreich.

      So konnten für 31,9 Mrd. Euro alte Zahlungsverpflichtungen zurückgekauft werden. Dadurch senkt Griechenland seine Staatsschulden um ca. 20 Mrd. Euro auf eine Staatschuldenquote von ca. 126,6 Prozent des BIP.

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    • 13. Dezember 2012

      Eine Tranche wird freigegeben

      Eine Tranche in Höhe von 34,4 Mrd. (10,6 + 23,8, siehe 30.11.12) wird freigegeben, nachdem am Tag zuvor die Bedingung eines erfolgreichen Schuldenrückkaufes erfüllt wurde.

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    • 14. Dezember 2012

      Die griechische Regierung kündigt eine Steuerreform an.

      Sie soll vor allem reichere Bevölkerungsschichten stärker belasten und ist eine Vorraussetzung für weitere Hilfszahlungen seitens der EU. Am 12 Januar 2013 beschließt das griechische Parlament mit Stimmen aller drei Regierungsparteien ein Paket zur Steuergesetzgebung.

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    • 19. Dezember 2012

      EZB akzeptiert griechische Staatsanleihen als Sicherheit

      Die EZB ist wieder bereit, griechische Staatsanleihen als Sicherheiten zu akzeptieren. Bei geldpolitischen Operationen mit Geschäftsbanken können diese die griechischen Staatsanleihen somit hinterlegen. Die EZB reagiert damit auf die positive Einschätzung der Troika zum griechischen Reformprozess.

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    • 21. Dezember 2012

      EZB vergibt Kredite in Höhe von 489 Mrd. Euro

      Um einer Verschärfung der Krise im Banksektor und der Realwirtschaft entgegenzuwirken, vergibt die EZB 489 Mrd. Euro an Krediten an insgesamt 523 Kreditinstitute zu einem Zinssatz von 1,0 Prozent bei einer Laufzeit von drei Jahren. Die hohe Nachfrage überrascht die EZB, die lediglich von einem Gesamtvolumen von 310 Mrd. Euro ausgegangen war.

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    2013

    • 1. Februar 2013

      Aktueller Sachstand zu den Rettungsschirmen im Februar 2013

      Die veranschlagten Hilfen für Griechenland, Irland und Portugal aus der EFSF umfassen 192 Mrd. Euro. Maximal 100 Mrd. Euro sind für die Rekapitalisierung der spanischen Banken vorgesehen. Darüber hinaus wurden bislang knapp 49 Mrd. Euro aus dem EFSM (EU-Mittel) und 53 Mrd. im Rahmen des ersten Griechenland-Pakets ausbezahlt. Damit wurden bislang insgesamt 394 Mrd. Euro verplant.

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    • 4. Februar 2013

      Griechenland meldet für 2012 ein Haushaltsdefizit von 6,6 Prozent - ohne Berücksichtigung der Schulden liegen die Einnahmen zum ersten Mal seit Jahre wieder höher als die Ausgaben.

    • 21. Juni 2013

      In der Folge des Streits um die Schließung des staatlichen Rundfunksenders ERT verlässt die Demokratische Linke die Regierungskoalition mit Nea Demokratia und Pasok.

    • 22. Juli 2013

      Griechenlands Schuldenquote wächst. Der öffentliche Schuldenstand des Landes betrug nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat am Ende des zweiten Quartals 160 Prozent des BIPs.

    • 12. August 2013

      Der griechische Staatshaushalt erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2013 einen Primärüberschuss von 2,6 Milliarden Euro (ohne Berücksichtigung von Zinszahlungen).

    2014

    • 8. Januar 2014

      Griechenland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft.

      Finanzminister Stournaras kündigt an, dass man nach dem Auslaufen der internationalen Rettungsprogramme Ende 2014 ohne weitere Hilfen auszukommen möchte. Griechenlands Wirtschaft soll 2014 zudem erstmals wieder wachsen.

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    • 14. Januar 2014

      Das Bundesverfassungsgericht hält mit Mehrheit das Aufkaufprogramm für Staatsanleihen (sog. OMT-Programm) mit dem Vertrag über die Arbeitsweise der EU für unvereinbar.

      Es handele sich überwiegend um eine wirtschafts- und keine währungspolitische Maßnahme. Bevor das Bundesverfassungsgericht darauf die entsprechenden rechtlichen Folgen für die beteiligten Verfassungsorgane vollzieht, legt es diese Beantwortung jener Frage dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vor. Der EuGH kann mit seiner Entscheidung eine grundgesetzkonforme Auslegung des OMT-Programms herbeiführen und die Bedenken des Bundesverfassungsgerichts ausräumen (siehe auch 16. Juni 2015).

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    • 19. Januar 2014

      Griechenland erzielt – vor allem wegen eines Booms im Tourismus – erstmals seit 1948 eine positive Leistungsbilanz.

    • 2. Oktober 2014

      Die EZB kündigt zur Stimulierung der wirtschaftlichen Entwicklung und zur Erreichung des Inflationsziels eine weitere außergewöhnliche Lockerung der Geldpolitik an.

      In den kommenden beiden Jahren sollen mit einen Aufkaufprogramm forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities ABS) und gedeckter Schuldverschreibungen (Covered Bonds CB) aufgekauft werden. Seither hat die EZB 9,5 Mrd. Euro an forderungsbesicherten Wertpapieren (ABSPP) und 101 Mrd. Euro gedeckten Schuldverschreibungen (CBPP3) erworben (Stand: 24. Juli 2015).

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    • 8. Dezember 2014

      Griechenland ist im Sommerquartal mit 0,7 % stärker als jedes andere Euroland gewachsen. Für 2015 wird (auch von den internationalen Geldgebern) ein Wachstum von fast 3 % erwartet.

    • 29. Dezember 2014

      In Griechenland kommt es wegen der gescheiterten Wahl eines neuen Staatspräsidenten zu Neuwahlen.

    2015

    • 25. Januar 2015

      In Griechenland gewinnt das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras die Wahl. Zusammen mit der rechtspopulistischen Partei "Unabhängige Griechen" bildet er eine Koalition.

      Tsipras will als neuer Ministerpräsident erreichen, dass die Sparauflagen der internationalen Geldgeber gelockert werden. In der Folge beendet Griechenland die Unterredungen mit der Troika, stoppt die Privatisierungsvorhaben und fühlt sich an die Vereinbarungen mit den Gläubigern nicht mehr gebunden.

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    • 2. Februar 2015

      Finanzminister Varoufakis erklärt, dass bis Ende Mai eine Lösung der Schuldenkrise gefunden werden und dabei Übereinkommen mit den internationalen Geldgebern erzielt werden soll.

    • 5. Februar 2015

      Die EZB genehmigt zur Stabilisierung des griechischen Bankensektors sog. Notfall-Liquiditätshilfen (Emergency Liquidity Assistance, ELA) in Höhe von 60 Mrd. Euro.

      Diese ermöglichen der griechischen Zentralbank, die heimischen Banken mit Liquidität zu versorgen. Im Zuge der Finanzkrise in Deutschland war zur Stabilisierung der Hypo Real Estate (HRE) im Jahr 2007 eine ELA-Hilfe in Höhe von bis zu 50 Mrd. Euro gestattet worden.

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    • 20. Februar 2015

      Nach gescheiterten Versuchen einigt sich die Eurogruppe mit Griechenland auf die Verlängerung des 2. Griechenlandpakets, das eigentlich Ende Februar ausgelaufen wäre, um 4 Monate.

      Es kommt aber nicht zur Auszahlung der für Ende Februar 2015 geplanten letzten Rate aus dem zweiten Hilfspaket. Die griechische Regierung muss sich im Gegenzug zu Spar- und Reformauflagen und der weiteren Zusammenarbeit mit EU, EZB und IWF bekennen.

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    • 27. Februar 2015

      Der Bundestag stimmt der Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland bis zum 30. Juni 2015 zu, nachdem die griechische Regierung eine Liste mit Reformvorhaben vorgelegt hat.

    • 1. März 2015

      Die EZB beginnt mit dem Aufkauf von Staatsanleihen (sog. Quantitative Easing) in einem Volumen von 1.140 Mrd. Euro (monatlich bis zu 60 Mrd. Euro bis September 2016).

      Ziel ist es, die Wirtschaft mit billigem Geld zu versorgen, vor allem um die Investitionstätigkeit in den Krisenstaaten anzukurbeln. Aufgekauft werden können Staatsanleihen und auch Unternehmensanleihen. Griechenland (und Zypern) bleiben dabei außen vor, da sie weiterhin unter dem Schutz der Hilfspakete stehen. Seither hat die EZB Staatsanleihen (Public Sector Purchase Programme PSPP) in einem Umfang von 238 Mrd. Euro erworben (Stand 24. Juli 2015).

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    • 13. Juni 2015

      Die EZB erhöht die Notfall-Liquiditätshilfen (ELA) von 60 auf 90 Mrd. Euro.

    • 16. Juni 2015

      Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hält das im September 2012 angekündigte OMT-Programm der EZB unter bestimmten Voraussetzungen für rechtmäßig.

      Voraussetzung ist, dass die EZB dabei eine strikt auf ihr geldpolitisches Mandat begrenzte Rolle wahrnimmt. Diese zugrundeliegende Rechtsfrage war dem EuGH durch Beschluss des BVErfG vom 19. Februar 2014 zur Entscheidung vorgelegt worden.

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    • 27. Juni 2015

      Ministerpräsident Tsipras bricht die Verhandlungen mit der Eurogruppe über ausstehende Tranchen des zweiten Hilfspakets ergebnislos ab.

      Die Mittel benötigt Griechenland dringend zur Rückzahlung fälliger Kredite Ende Juni und im Juli 2015. Doch er will die geforderten Sparmaßnahmen nicht erfüllen. Gleichzeitig kündigt er aber für den 5. Juli 2015 ein Referendum an, in dem die griechische Bevölkerung selbst über die Sparvorschlage entscheiden soll. Die Gläubiger sehen sich im Anschluss nicht mehr an ihre Angebot aus den Verhandlungen am 27. Juni 2015 gebunden. Griechenland droht mit Ablauf des 30. Juni 2015 der Staatsbankrott.

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    • 29. Juni 2015

      Da der Staatsbankrott droht und der Grexit immer offener diskutiert wird, beschließt die griechische Regierung die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen.

    • 30. Juni 2015

      Griechenland zahlt eine fällige Rate in Höhe von 1,5 Mrd. Euro nicht an den IWF zurück.

      Obwohl der IWF in diesem Fall einen Zahlungsaufschub von bis zu vier Wochen gewähren kann, wird der Staatsbankrott offensichtlich.

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    • 5. Juli 2015

      Die griechische Bevölkerung stimmt beim Referendum mit 61,3 Prozent gegen die Sparauflagen der Gläubiger und unterstützt damit die Linie des Ministerpräsidenten.

      Gleichzeitig möchte eine Mehrheit der Griechen auch Teil der Eurozone bleiben. Die Situation spitzt sich in Folge des Referendums damit weiter zu.

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    • 6. Juli 2015

      Die Banken bleiben geschlossen, Privatleute können bis zu 60 Euro täglich abheben, der Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland kommt aber zum Erliegen.

      Denn ausländische Exporteure befürchten den Ausfall ihrer Forderungen. Damit spitzt sich auch die Versorgungssituation der griechischen Bevölkerung dramatisch zu (Pharmazeutika, Energieträger können nicht mehr eingeführt werden). Der griechische Finanzminister Varoufakis tritt zurück.

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    • 7. Juli 2015

      Griechenland will weiter verhandeln, die Gläubiger fragen, über was überhaupt verhandelt werden könnte.

      Weder eine Reformliste der griechischen Regierung noch eine Hilfszusage der Gläubiger liegen vor. Das zweite Hilfspaket ist ausgelaufen. Die Zeichen mehren sich, dass ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone wahrscheinlicher wird.

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    • 12. Juli 2015

      Nach ergebnisloser Verhandlung der Eurogruppen-Finanzminister muss ein Europäischer Gipfel der Regierungschefs eine Lösung erzielen.

      Die Regierungschefs erzielen eine vorläufige Einigung. Im Gegenzug gegen die umgehende Umsetzung konkreter Reform- und Sparmaßnahmen (Rentenreform, Steuererhöhungen, Privatisierungen) im griechischen Parlament, sollen neue Verhandlungen über ein drittes Rettungspaket aufgenommen werden. Eine nominale Schuldenstreichung wird es ebenfalls nicht geben. Der unmittelbare Austritt Griechenlands ist damit abgewendet. Die Sparauflagen werden vom griechischen Parlament am 15. und 22. Juli verabschiedet.

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    • 13. Juli 2015

      Griechenland kann einen weiteren Kredit des IWF in Höhe von 456 Mio. Euro nicht zurückzahlen.

    • 17. Juli 2015

      Die EZB überweist Griechenland aus noch verfügbaren EFSM-Mitteln des zweiten Rettungspaketes eine Notfallüberbrückung in Höhe von 7,2 Mrd. Euro.

      Damit kann Griechenland die notleidenden Forderungen gegenüber dem IWF bezahlen. Der Deutschen Bundestag stimmt der Vereinbarung der Regierungschefs zu und ermächtigt die Bundesregierung, mit den Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket ab August 2015 mit einem Volumen von 87 Mrd. Euro zu beginnen. Die konkrete Zustimmung, zum möglichen dritten Hilfspaket, erfordert die erneute Zustimmung des Bundestages. Diese ist für Ende August 2015 angekündigt.

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    • 20. Juli 2015

      Griechenland kann aufgrund der Notfallüberbrückung auch einen Kredit an die EZB in Höhe von 3,6 Mrd. Euro zurückzahlen.

      Am gleichen Tag öffnen die Banken wieder, die Kapitalverkehrskontrollen bleiben aber jedoch weiterhin bestehen.

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    • 25. September 2015

      Griechenland beziffert seine Finanzlücke bis 2014 auf 13,5 Milliarden Euro und ermittelt einen weiteren Finanzbedarf von bis zu 15 Milliarden Euro.

      Ferner bittet man darum, zwei Jahre mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen zu bekommen.

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