Abschluss der Londoner Schuldenkonferenz

von Kordula Kühlem
Ein Jahr später, am 16. September 1953, tritt das Londoner Schuldenabkommen in Kraft. Es ist von grundlegender Bedeutung für die Wiederherstellung des deutschen Kredits im Ausland und damit auch für das deutsche Wirtschaftswachstum in der Ära Adenauer.

Über 300 Teilnehmer aus fast 30 Nationen verhandeln vom 28. Februar 1952 bis zum 8. August 1952 in London über ihre finanziellen Ansprüche an Deutschland. Gegenstand der Verhandlungen sind die Verbindlichkeiten Deutschlands aus der Zwischenkriegszeit, Schulden, die aus den Hilfsprogrammen der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg resultieren sowie die Kosten für den von Deutschland verantworteten Zweiten Weltkrieg. Das so genannte Schuldenabkommen von London, das am 16. September 1953 in Kraft tritt, legt die Verbindlichkeiten Deutschlands schließlich auf 13,73 Milliarden DM fest.

Bundeskanzler Konrad Adenauer bezeichnet das Abkommen als "von grundlegender Bedeutung für die Wiederherstellung des deutschen Kredits und die Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaft".

Kordula Kühlem: Wie die Bundesrepublik kreditwürdig wurde. Das Londoner Schuldenabkommen 1953, in: Die politische Meinung, Ausgabe 520 (2013).

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