Freie und geheime Kommunalwahlen in der DDR

In der DDR finden die ersten freien Kommunalwahlen statt. Die CDU gewinnt 34,37 %, die SPD 21,27 % und die PDS 14,59 % der Stimmen.

Mit 34,37 Prozent der Stimmen (vorläufiges Ergebnis) ist die CDU aus den ersten freien Kommunalwahlen der DDR seit 1946 als Sieger hervorgegangen. Von den 12,3 Millionen Wahlberechtigten gaben 9,2 Millionen ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 75 Prozent entspricht. In 7 der 14 Bezirkshauptstädte hat die CDU eine Mehrheit gewonnen. Dies sind: Dresden, Erfurt, Halle, Karl-Marx-Stadt, Cottbus, Gera und Suhl. Die SPD wurde stärkste politische Kraft in Leipzig, Rostock, Magdeburg, Potsdam und Schwerin. In Ost-Berlin kam die PDS auf knapp 30 Prozent und verteidigte damit ihre schon bei der Volkskammerwahl errungene starke Stellung.