Ferdinand Friedensburg

Jurist, Bergassessor, Regierungspräsident Dr. phil. 17. November 1886 Schweidnitz/Schlesien 11. März 1972 Berlin
von Ralf Thomas Baus

Als Berliner Abgeordneter im Deutschen Bundestag, dessen Alterspräsident er 1962 wurde, trat Friedensburg für eine Verständigung mit der Sowjetunion ein. Bereits im August 1954 befürwortete er die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Sowjetunion. Auf dem Stuttgarter Parteitag im Mai 1956 forderte er deutliche Schritte in der Frage der Wiedervereinigung und ein neues Verhältnis zur UdSSR. Auf wissenschaftlichem Gebiet war Friedensburg mit einem Lehrauftrag für Bergbauwirtschaft bis 1948 an der Humboldt-Universität tätig. Später las er an der Berliner Hochschule für Politik und war seit 1953 Professor für Bergwissenschaften an der TU in Berlin-Charlottenburg.

Lebenslauf

  • Besuch eines humanistischen Gymnasiums in Berlin
  • Studium der Rechts- und Bergbauwissenschaften in Marburg und Berlin
  • 1910 Referendarexamen
  • 1911 Promotion in Breslau
  • 1914 Assessor an der Berliner Bergakademie
  • 1919 DDP
  • 1921–1925 Landrat des westpreußischen Kreises Rosenberg
  • 1925–1927 Vizepräsident der Berliner Polizei
  • 1927 bis zur Amtsenthebung im Februar 1933 Regierungspräsident in Kassel
  • 1935 Verhaftung; 1945 Mitgründer der CDU in Berlin
  • 1945-46 Präsident der Zentralverwaltung für Brennstoffindustrie in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
  • 1945–1968 Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
  • 1946–1951 stellvertretender Oberbürgermeister von Berlin
  • 1948–1950 Stadtverordneter
  • 1950–1952 Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin
  • 1952–1965 MdB
  • 1954–1965 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl und Mitglied des Europäischen Parlaments

Veröffentlichungen

  • Lebenserinnerungen (1969)
  • Es ging um Deutschlands Einheit (1971)

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