Wilhelm Bitter

Verleger, Oberbürgermeister, Vorsitzender der KPV 13. Dezember 1886 Köln 9. Juni 1964 Recklinghausen

Bitter war entscheidend am Wiederaufbau der kommunalen Selbstverwaltung nach 1945 in Recklinghausen beteiligt und erkannte früh die Bedeutung kommunaler und regionaler Politik und Kooperation für den demokratischen Neuaufbau der Bundesrepublik. In der von ihm mitgegründeten KPV der CDU Nordrhein-Westfalens und der KPV der CDU/CSU sah er wichtige Koordinationsgremien für die Kommunal-, Gemeindepolitik und Städteförderung. Bitter, der 1947 auch zu den Initiatoren der Ruhrfestspiele gehörte, wurde bis zu seinem Tod immer wieder als Vorsitzender der KPV bestätigt. Als Verleger des Kommunalpolitischen Verlags in Recklinghausen hat er auch die kommunalwissenschaftliche Forschung gefördert.

Regine Jägers

Lebenslauf

  • kaufmännische Lehre und Postdienst
  • 1904 stellvertretender Vorsitzender der Windthorstbunde in Köln
  • 1911 hauptamtlicher Kreisgeschäftsführer der Zentrumspartei Recklinghausen
  • 1922 Verlagsleiter der „Recklinghäuser Volkszeitung“
  • 1921–1925 Mitglied des Provinziallandtags von Westfalen
  • zwischen 1933 und 1945 mehrmals wegen des Verdachts „nationaler Unzuverlässigkeit“ verhaftet
  • 1945 Mitgründer der CDU, Stadtrat und Dezernent für Ernährung, Wirtschaft und Verkehr
  • Juli 1946 bis Oktober 1948 Oberbürgermeister von Recklinghausen
  • 1946-47 MdL Nordrhein-Westfalen
  • 1948–1952 Vorsitzender und
  • 1956–1961 Mitglied der CDU-Fraktion im Stadtrat
  • 1946–1948 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Recklinghausen
  • 1947 Mitgründer und Vorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) Nordrhein-Westfalen
  • 1948–1964 Bundesvorsitzender der KPV der CDU/CSU

Veröffentlichungen


Literatur

  • KPV der CDU/CSU Deutschlands: Wilhelm Bitter und Dr. Ernst Schwering ... gewidmet (1961)
  • G. Möllers (Hg.): Politik für die Bürger (1996)

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