Verein Union-Presse (VUP)

Der VUP wurde am 23. Juli 1947 in Bad Godesberg mit Sitz in Düsseldorf, seit 1952/53 in Bonn, gegründet. Er versteht sich als eine von der Partei unabhängige Arbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Verleger und Redakteure. Zunächst nur in der britischen Besatzungszone aktiv, konnte der VUP 1950 seine Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet ausdehnen. Erster vorläufiger Vorsitzender war der Verleger Anton Betz, ihm folgten als Vorsitzender Otto Boelitz (1947), Josef Hofmann (1949), Josef Kannengießer (1965) und Willi Weiskirch (1982). Ursprünglich eine einheitliche Organisation mit dem Zweck, CDU-nahe Tageszeitungen und Verlage in der britischen Zone zu unterstützen (u. a. Bemühung um Lizenzen), die Zusammenarbeit der Mitglieder zu befördern sowie journalistischen Nachwuchs heranzubilden, bildeten sich seit Beginn der 1950er Jahre unter dem Dach des VUP mehrere Arbeitsgruppen: 1951/52 formierten sich die Verleger und Journalisten in je eigenen Gruppen, 1956 entstand zudem die Kommunalpolitische Arbeitsgruppe. Die Zielsetzung des VUP, „die Verteidigung und Verbreitung christlichen Gedankenguts“, hatte sich spätestens seit den 1960er Jahren durch die Veränderung der deutschen Presselandschaft überlebt. Der Verein führte in den folgenden Jahrzehnten ein Schattendasein. Mehrmals stand er vor seiner Auflösung. Ende der 1970er Jahre erhoffte man sich, dem Verein durch die Stiftung eines Preises für den journalistischen Nachwuchs neue Impulse geben zu können. 1980 wurde erstmals der „Emil-Dovifat-Preis“ verliehen, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg: Seit Mitte der 1980er Jahre besteht der VUP nur noch nominell.

Bestand: ACDP.

Regine Jägers

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