Veranstaltungsberichte

Pädagogen und Wiedervereinigungsforscher aus Südkorea zu Besuch in Deutschland

Vom 6. bis 12. Juli 2014 besucht eine Gruppe südkoreanischer Pädagogen und Wiedervereinigungsforscher auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung Deutschland, insbesondere Sachsen-Anhalt.

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Herr Kim, Frau Cho, Frau Chae und Herr Dr. Kim (v.l.n.r.)

Die Teilnehmer, überwiegend Lehrer an der Seouler Yeo-Myung-Schule - eine halbstaatliche Sonderschule, die sich der Integration junger nordkoreanischer Flüchtlinge in die südkoreanische Gesellschaft widmet und seit einigen Jahren ein Partner der KAS ist - beschäftigen sich mit dem Thema "Bildungssysteme in der Transition von autoritären zu demokratischen Staaten – das deutsche Beispiel und Lehren für Korea". Ziel des Programms ist es, Verlauf, Probleme und Ergebnisse des Überführungsprozesses des Bildungssystems der ehemaligen DDR in dasjenige Gesamtdeutschlands zu analysieren und daraus relevante Ableitungen für eine künftige Fusion der Bildungssysteme beider koreanischen Staaten zu ziehen. Dazu führen sie in Magdeburg Tiefeninterviews mit ostdeutschen Bildungsexperten aus Schulen und der Landespolitik. Die Ergebnisse dieses Informationsprogramms werden im September im Rahmen einer Konferenz der Stiftung und der Yeo-Myung-Schule in Seoul der Öffentlichkeit vorgestellt und bis zum Jahresende in Form einer Publikation für die Fachöffentlichkeit aufbereitet.

Mit diesem Projekt sind die KAS und die südkoreanische Schule Vorreiter einer größeren Kooperation zum gleichen Thema, die derzeit vom südkoreanischen Bildungsministerium und der Kultusministerkonferenz der Länder in der Bundesrepublik Deutschland vorbereitet wird, wie der Leiter des Auslandsbüros Korea der KAS, Dr. Norbert Eschborn mitteilte.