Veranstaltungsberichte

„Europe – Mission for our common future“ - 25 Jahre Konrad-Adenauer-Stiftung in den Baltischen Staaten

Am 27. September 2018 wurde in Riga das 25-jährige Jubiläum der Konrad-Adenauer-Stiftung in den Baltischen Staaten im Beisein von rund 150 geladener Gäste gefeiert.

Unter den Gästen waren u.a. der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Lettland, Rolf Schütte, der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Lettlands, Arvils Aseradens, die ehemaligen Ministerpräsidenten von Lettland und Litauen, Laimdota Straujuma und Andrius Kubilius, der Botschafter der Republik Estland in Deutschland, Dr. Mart Laanemäe, die Botschafterin der Republik Lettland in Deutschland, Inga Skujina, der ehemalige litauische Botschafter in Deutschland, Deividas Matulionis, sowie zahlreiche Vertreter des diplomatischen Corps in Riga, Repräsentanten von Partnerorganisationen sowie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter der Büros in Tallinn, Riga und Vilnius. Seitens der Stiftung aus Berlin waren der Leiter des Teams für Europa und Nordamerika, Dr. Lars Hänsel, und Dr. Tobias Rüttershoff, Länderreferent für Mittel- und Osteuropa, anwesend.

Die Veranstaltung wurde von Frau Elisabeth Bauer, Leiterin der KAS-Büros für die baltischen Staaten und nordischen Länder, eröffnet. In ihrer Rede schlug sie den Bogen vom Beginn der KAS-Arbeit im Jahr 1993 bis zur Gegenwart und verknüpfte dies mit dem Adenauer-Zitat „Wir alle leben unter demselben Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont“. So hätte man in den baltischen Staaten und in Deutschland bis zum Fall des Eisernen Vorhangs zwar unter demselben Himmel gelebt, derselbe Horizont sei seinerzeit jedoch für viele Menschen unerreichbar gewesen. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort habe die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in den letzten 25 Jahren dazu beigetragen, dass Unterschiede verringert wurden und gemeinsame Ziele nun im europäischen Rahmen verfolgt werden können. Da diese Entwicklungen jedoch nicht selbstverständlich seien, müsse man sich auch zukünftig für europäische Werte einsetzen und die „Mission Europa“ als gemeinsames Zukunftsprojekt fortführen.

Botschafter Rolf Schütte dankte in seinem Grußwort der Konrad-Adenauer-Stiftung für die geleistete Arbeit und unterstrich die Bedeutung, die dieser Arbeit bis heute zukomme. Dr. Lars Hänsel führte mit einer persönlichen Note an, dass viele Menschen in Ostdeutschland sowie den baltischen Staaten bis 1989 ähnliche Erfahrungen und denselben Wunsch nach Freiheit hatten. Er freue sich, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung nach Eröffnung der Büros in den baltischen Hauptstädten ihren Beitrag zu einer europäischen Integration Estlands, Lettlands und Litauens geleistet habe. Botschafter Dr. Mart Laanemäe sprach mit einem Augenzwinkern über seine persönliche Nähe zur KAS in Berlin und spielte damit auf die Lage der estnischen Botschaft und der KAS-Zentrale in der deutschen Hauptstadt an. Des Weiteren hob er die Tatsache hervor, dass die Arbeit der Konrad-Adenauer-Stiftung in den Baltischen Staaten mit der Büroeröffnung 1993 in Tallinn ihren Anfang nahm. Arvils Aseradens und Andrius Kubilius betonten vor allem den KAS-Beitrag zur Weiterentwicklung ihrer Länder, welche schließlich in der Mitgliedschaft in EU, NATO und OECD ihren Höhepunkt gefunden habe. Nach wie vor leiste die Stiftung wertvolle Arbeit auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene. Kubilius unterstrich zudem die Rolle der KAS in Mittel- und Osteuropa und nannte die Arbeit im Rahmen der östlichen Partnerschaft als wichtigen Bestandteils des Annäherungsprozesses weiterer Staaten der Region an die genannten Institutionen.

Nach den Reden kamen die Gäste in den Genuss des „Sinfonietta Riga Orchestra“, welches Musikstücke von Ludwig van Beethoven, Pēteris Vasks und Maurice Ravel spielte. Nach dem Konzert wurde den Gästen eine Diashow mit den besten Momenten der vergangenen Veranstaltungen innerhalb der letzten 25 Jahre präsentiert. Beim anschließenden Beisammensein nutzten zahlreiche Anwesende die Gelegenheit, sich über Politik und die aktuellen Programme der Konrad-Adenauer-Stiftung in den baltischen und nordischen Ländern auszutauschen. Darauf klangen die Feierlichkeiten begleitet von einem Musik-Duo gemütlich aus.

Das Jahr 2018 markiert nicht nur für die Konrad-Adenauer-Stiftung sondern auch für die drei baltischen Staaten selbst einen besonderen Zeitpunkt, da in diesem Jahr der 100. Jahrestag ihrer Staatsgründungen gefeiert wird. Seit nunmehr 25 Jahren ist die KAS mit Auslandsbüros in Tallinn, Riga und Vilnius vertreten und setzt sich auf verschiedenen Ebenen für Austausch, Dialog und die Stärkung europäischer Werte ein. Die Konrad-Adenauer-Stiftung begleitete die drei Länder bei dem Beitritt der baltischen Staaten in die Europäische Union, NATO und OECD und unterstützt demokratische Institutionen und die politisch engagierten Zivilgesellschaften bereits seit der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit.

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