Top of the Blogs 2018 #12

Die Welt hat diese Woche nach Simbabwe geschaut und wir tun es auch mit den Top of the Blogs: Nach tagelangen Straßenprotesten wurde der amtierende Präsident Mnangagwa mit 50,8% der Stimmen zum Sieger erklärt - war die historische Wahl so frei und fair wie ursprünglich versprochen? Wir befassen uns auch mit den internen Problemen innerhalb der Regierungspartei Nigerias und warum es bei den afrikanischen Präsidentschaftswahlen immer so viele Kandidaten gibt.

Simbabwes historische Wahlen: ein Fall von Leoparden, die ihre Plätze nicht wechseln

Theconversation.com

Zanu-PF´s Emmerson Mnangagwa gewann die Wahl in Simbabwe mit 50,8 Prozent. Die Wahl sollte historisch sein, einen neuen Wendepunkt einleiten und dies unter Beobachtung der internationalen Politik. Am Anfang waren die Wahlen friedlich und die Wähler kamen in großer Zahl. Aber dort endete die gute Nachricht, als nach der Veröffentlichung der Parlamentsergebnisse die Gewalt ausbrach: Die MDC-Allianz (Chamisa-geführte Allianz) unterbrach und diskreditierte die Wahlen, während die Zanu-PF Gewalt durch das Sicherheitsestablishment ausübte. Am Ende starben drei Menschen. Innerhalb von zwei Stunden änderte sich die Wahl Simbabwes von einer friedlichen, freien und fairen zu einer Wahl, an die man sich wegen Gewalt und Betrugsvorwürfen erinnert. Das Versprechen einer neuen Dämmerung scheint sofort verschwunden zu sein.

Simbabwes historische Wahlen: Zur Verteidigung des ländlichen Wählers in Simbabwe

Africablogging.org

Nach der Wahl kommt das Misstrauen - gegenseitige Vorwürfe, wer wen gewählt hat und wer nicht. Dabei wird insbesondere zwischen ländlichen und städtischen Wählern unterschieden. Nicht umsonst sollte Simbabwe zwei Regierungen haben: eine für "städtische" und eine für "ländliche" Gebiete. Nun, so funktioniert das nicht, wie der Blogger Takura Zhangazha schreibt. "Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir alle Simbabwer sind, unabhängig von der geographischen Lage. Und deshalb haben wir alle die gleichen verfassungsmäßigen Rechte. Ob im ländlichen Mahuwe oder im städtischen Dzivaresekwa."

Warum so viele Präsidentschaftskandidaten an den afrikanischen Wahlen teilnehmen?

qz.com

Wahlgewalt, eklatantes Fehlverhalten und zuletzt falsche Nachrichten: Das sind einige der Themen, die die Wahlen in Afrika bestimmt haben. Aber seit Jahren haben Umfragen auf dem ganzen Kontinent ein weiteres wichtiges Merkmal aufgedeckt: eine Vielzahl von Präsidentschaftskandidaten. Eine Quarzanalyse der afrikanischen Wahlen in den letzten drei Jahren zeigt Dutzende von Kandidaten, meist Männer, die für den Spitzenposten kandidieren. Jüngstes Beispiel dafür sind die historischen Wahlen in Simbabwe, bei denen 23 Kandidaten versuchten, Präsident Emmerson Mnangagwa zu ersetzen, der nach der Amtsenthebung von Robert Mugabe im vergangenen Jahr an die Macht kam. Dasselbe gilt für Mali, wo Ende Juli 24 Kandidaten gegen Präsident Ibrahim Boubacar Keïta antraten. Warum gibt es so viele Kandidaten? Auch Governance-Experten kommen zu Wort mit einigen aufschlussreichen Statistiken.

Ablenkungen und Durchbiegungen: Wer hat jetzt die Machtverhältnisse in Nigeria?

Africanarguments.org

Diese Woche gab es ein weiteres Beben in der turbulenten politischen Landschaft - diesmal in Nigeria mit dem Rücktritt von Senatspräsident Bukola Saraki aus der Regierungspartei. Der dritthöchste Politiker des Landes erklärte, warum er den All Progressives Congress (APC) verlassen habe und sagte, seine Position in der Partei sei unhaltbar geworden. Bei seiner Abreise trat Saraki in die Fußstapfen von 14 Senatoren und 37 Mitgliedern des Repräsentantenhauses, die das APC in der vergangenen Woche ebenfalls dramatisch verließen. Auch sie beschwerten sich über die Seitenlinien und kritisierten verschiedene Aspekte von Präsident Muhammadu Buharis Führung der Partei und des Landes. Der APC beginnt zu zerfallen, sagt Blogger Lagun Akinloye und beschreibt die Geschichte des APC, die seiner Meinung nach schon immer geteilt war.

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