Veranstaltungsberichte

An den Grenzen der Demokratie

von Esther Hildebrand
Einblicke in den Strafvollzug

Luxushotel Knast oder selbst schuld? Mit dieser und anderen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler der BBS Wechloy in Oldenburg anlässlich des Projekttages zum Buß- und Bettag befasst. Die Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung wurde gemeinsam mit dem Geschäftsführer des „Schwarzen Kreuz e.V.“  Herrn Otfried Junk durchgeführt.

Nach einer kurzen Vorstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung durch Esther Hildebrand, studentische Hilfskraft im PBF Oldenburg stellte Herr Junk das Schwarze Kreuz genauer vor. Als Einstieg in das Thema las Herr Junk einige Gebete von Inhaftierten vor, um die Schülerinnen und Schüler an der Gefühlswelt eines Inhaftierten teilhaben zu lassen. Anschließend stellte Herr Junk die Hintergründe von Kriminalität und Straffälligkeit vor. Durch die vielen spannenden Hintergrundinformationen rund um Kirche und Kultur im Gefängnis war die Präsentation sehr informativ. Der Konflikt zwischen der Sicherheit der Allgemeinheit und der sozialen Verantwortung gegenüber dem Inhaftierten  wurde von Herrn Junk für die Teilnehmer zugänglich gemacht. Im zweiten Block der Veranstaltung wurde von den Teilnehmern ein spannendes Wissensquiz rund um den Justizvollzug bearbeitet. Die daraus entstandenen Diskussionen rund um die Fragen „Wie viel Prozent der Inhaftierten sind weiblich?“ und „Wie groß ist der Ausländeranteil in Strafhaft?“ verdeutlichten das Interesse der Teilnehmer am Thema Strafvollzug. Weitere, viel diskutierte Themen waren die Rückfallquote der Straffälligen und die Frage, ob die Justiz auf dem rechten Auge blind sei. Gefühlte Kriminalität war ein weiterer Aspekt der ausführlich besprochen wurde und ein  Thema für eine weitere Veranstaltung  darstellen könnte. Als letzter Punkt der Veranstaltung wurde ein, von einem Inhaftierten gemaltes Bild gezeigt, welches die Schüler beschreiben und betiteln sollten. Einige Schüler verglichen das Bild mit ihrem eigenen Leben und nannten es „Fenster zur Seele“ oder „Labyrinth.“