Notas de acontecimientos

Workshop zur Studie "Jugend und Politik"

Die Jugendorganisationen der traditionellen Parteien Perus

Wie ergeht es den traditionellen politischen Parteien in Lima? Dies war eine zentrale Fragestellung der Studie „Jugend und Politik“, die vom Institut IDEHPUCP in Kooperation mit der KAS im Rahmen eines Workshops vor jungen Politikern vorgestellt wurde. Anhand der Ergebnisse der Studie waren dann die Nachwuchspolitiker an der Reihe, die Resultate zu evaluieren und eigene kreative Ideen für die zukünftige Arbeit zu entwickeln.

Die Vorstellung der Studie

Sei es die Parteien-Krise oder eine Politik verdrossene Kultur, oder die neuen Kommunikationsmittel wie die Sozialen Medien und das Internet; die Motive für diese Studie sind vielfältig, weshalb Iris Jave und Diego Uchuypoma, die Autoren der Studie, diese zu Beginn des Workshops ausführlich dargelegt haben. Aber, was ist eine politische Partei und wie setzt sie sich zusammen? Bezüglich dieser Fragestellung wurde seitens der Autoren zwischen ideellen und administrativen Ressourcen differenziert. Die ideellen Ressourcen auf der einen Seite bestünden aus der Parteidoktrin sowie der vielfältigen Partizipation verschiedener Gruppen. Die administrativen Ressourcen auf der anderen Seite würden sich beispielsweise aus der politischen Bildungsarbeit oder Mitteln der Professionalisierung zusammensetzen. Darüber hinaus würden verschiedene Typen von Parteien existieren, die man allgemein in traditionell (PPC und APRA) sowie temporär (PPK) unterscheiden könne.

Anschießend referierten die Experten über Erwartungen und unterschiedliche Beweggründe für den Eintritt in eine traditionelle politische Partei:

  • Familie und Erziehung
  • Von der Theorie in die Praxis
  • Die Parteitradition und Möglichkeiten der politischen Einflussnahme
In Bezug auf das ideelle Kapital gebe es zwischen den Parteien PPC und APRA evidente Differenzen, die sich wie folgt darstellen würden:

PPC

  • Christlich-soziale Doktrin
  • Spezialisierte Führungskräfte und institutionalisierte Aufgabendifferenzierung
APRA

  • Soziale Gerechtigkeit
  • "Partei des Volkes"
  • "Anti-Aprismus"
Das administrative Kapital betreffend haben beide Parteien hingegen zahlreiche Gemeinsamkeiten. Dieses besteht beispielsweise in der politischen Bildungsarbeit durch Konferenzen, oder den Kontakt mit Führungskräften, der Professionalisierung durch Kennenlernen von Politikern und Institutionen sowie der Teilnahme an Wahlen.

Dennoch würden in der Parteistruktur zahlreiche Limitationen und Restriktionen vorhanden sein. So würden bei der politischen Entscheidungsfindung die parteieigenen Jugendorganisationen kaum mit einbezogen. Zudem sei auch die Geschlechtergerechtigkeit nicht gewährleistet.

Die Gruppenarbeit und Evaluierung der Studie

Im Anschluss an die Vorstellung der Studie "Jugend und Politik" sollten die jungen Politiker die Ergebnisse auswerten und darüber diskutieren. Dabei gab es zum einen in Bezug auf die Restriktionen innerhalb der Parteistruktur weitgehenden Konsens, während über die in der Studie dargestellten Motive für einen Parteieintritt sowie die Geschlechtergerechtigkeit teils eine andere Haltung zum Ausdruck kam. In diesem Zusammenhang hat beispielsweise eine junge Politikerin der PPC ausgeführt, dass sie persönlich die Geschlechterverteilung oder die Behandlung als Frau nie als negativ empfunden habe. In dieser Hinsicht ist es außerdem positiv erwähnenswert, dass auch zahlreiche junge Politikerinnen am Workshop teilgenommen haben.

Über die reine Evaluierung der Studienergebnisse hinaus sollten die Teilnehmer gleichfalls neue kreative Ideen und Projekte unter der Leitfrage Was können wir den Jugendlichen über welche Kanäle bieten? entwickeln.

Wiederum stimmten die jungen Politiker darin überein, dass die Aktivitäten und die Nutzung der Sozialen Netzwerke durch die Parteien stark intensiviert und verbessert werden müsse.

Ein anderer konkreter Projektvorschlag bestand darin, eine Kampagne mit dem Titel "Politiker für einen Tag" zu starten, welche Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben soll, einen Politiker, wie zum Beispiel einen Bürgermeister, einen Tag lang zu begleiten und auf diese Weise einen Einblick in die Politik zu erhalten.

Zum Schluss des Workshops erhielten die Teilnehmer ein Zertifikat für die Teilnahme am Workshop und an der Studie.

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