Referenten und Moderatoren des Demokratie-Kongresses 2011: „Digitale (Un)Kultur und Demokratie“

Mara Bergmann (29), JONA-Altstipendiatin, ist das neue Gesicht der Kölner „Lokalzeit“ im WDR-Fernsehen. Für die in Köln geborene, diplomierte Journalistin erfüllt sich mit der neuen Moderationsaufgabe ein lang gehegter Traum. War ihr doch eine journalistische Laufbahn fast schon in die Kinderschuhe gelegt: mit zehn Jahren gewann die junge Mara einen deutschlandweiten Gedichtwettbewerb und wurde Kinder-Reporterin bei einem privaten Radiosender. Der WDR engagierte das Nachwuchs-Talent später mehrmals als Sprecherin für Hörspiel-Rollen. Zudem schrieb sie für die Schülerzeitung ihres Gymnasiums. Nach ihrem Journalistik-Studium in Dortmund und einem Volontariat beim ZDF arbeitete Mara Bergmann u. a. als Reporterin für zahlreiche ZDF-Sendungen, z.B. im Umfeld der Fußball-WM 2006 in Deutschland und der EM 2008 in Österreich und der Schweiz. Im gleichen Jahr gab sie ihr Moderations-Debüt bei der Sendung „ZDF.umwelt“.
Prof. Dr. Anja Besand ist seit 2009 Professorin für Didaktik der politischen Bildung an der Technischen Universität Dresden. Sie studierte von 1991 bis 1999 die Fächer Sozialkunde und Kunstpädagogik auf Lehramt für Haupt- und Realschulen an der JLU Gießen. Darüber hinaus studierte sie die Fächer Kunstpädagogik, Politikwissenschaft und Didaktik der Gesellschaftswissenschaften auch auf Magister. Im Anschluss daran verfasste sie ihre Dissertation mit dem Titel: „Angst vor der Oberfläche. Zum Verhältnis ästhetischen und politischen Lernens im Zeitalter Neuer Medien“. Sie war zunächst als Juniorprofessorin am Institut für Sozialwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg tätig. Im Anschluss folgte eine Vertretungsprofessur für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Justus-Liebig- Universität in Gießen.
Jutta Croll ist seit April 2003 Geschäftsführerin und seit 2010 Mitglied des Vorstands der Stiftung Digitale Chancen, einer gemeinnützigen Organisation unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Stiftung arbeitet an dem Ziel der digitalen Integration von Bevölkerungsgruppen, die bei der Internetnutzung bisher unterrepräsentiert sind. Sie hat von 1985 bis 1990 an der Universität Göttingen Deutsche Literaturwissenschaft, Politikwissenschaften und Publizistik studiert und als Magistra Artium abgeschlossen. Jutta Croll ist als Wissenschaftlerin in verschiedenen Projekten zur Nutzung von Medien und Förderung der Medienkompetenz tätig. Sie ist Mitglied verschiedener Projektbeiräte und Steuerungsgruppen auf deutscher und europäischer Ebene, zurzeit u. a. bei „Dialog Internet“ beim BMFSFJ. Hier leitet sie die AG „Umgang mit schädigenden Inhalten/Jugendschutz“. Auf europäischer Ebene ist sie u. a. Mitglied der „Safer Internet Focus Group: Awareness Raising through Education“ der EU-Kommission und der Expertengruppe „Media and Information Literacy“ der UNESCO.
Martin Delius ist seit 2011 Parlamentarischer Geschäftsführer der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin. Geboren wurde er in Halle (Saale), aufgewachsen ist er in Brandenburg. Nach dem Abitur studierte er Physik an der Technischen Universität Berlin. Hier engagierte er sich u.a. als Berichterstatter in Fachausschüssen zur Forschungsförderung. Seit 2009 ist er in der Piratenpartei aktiv und Beauftragter für die Administration des LiquidFeedback Systems und für externe Kooperationen des Landesverbandes Berlin. Herr Delius ist Mitglied des Schiedsgerichtes des LV Berlin. Er war maßgeblich an der Erstellung des Grundsatz- und Wahlprogramms der Piratenpartei Berlin beteiligt. Hier insbesondere für die Bereiche Bildung, Hochschulpolitik, Transparenz und Open Source in Politik und Verwaltung.
Prof. Dr. Wolfgang Donsbach, geboren 1949 in Bad Kreuznach, lehrt Kommunikationswissenschaft an der TU in Dresden. Er ist Gründungsdirektor sowie amtierender Direktor des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden. Prof. Dr. Donsbach promovierte 1981 und habilitierte dann an der Universität Mainz. Er war an den Universitäten Dortmund, Mainz und an der FU Berlin tätig. Zudem hatte er Gastprofessuren an den Universitäten Columbia, Syracuse, Harvard (alle USA) und Navarra (Spanien) inne. Von 1995 bis 1996 war er Präsident der World Association for Public Opinion Research. Dann von 2004 bis 2005 Präsident der International Communication Association (ICA). Im Jahr 2010 erfolgte dann die Ernennung zum Fellow der ICA für „Contributions to the Study of Human Communication”. Seit 2004 ist Prof. Dr. Donsbach Kultursenator des Freistaates Sachsen. Seine Forschungsschwerpunkte sind folgende: Journalismus, öffentliche Meinung, politische Kommunikation und Rezeptionsforschung. Er ist zudem Herausgeber der zwölfbändigen „International Encyclopedia of Communication“.
Kurt Edler ist seit 2008 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. Herr Edler war bereits Ende der 1970er Jahre während seines Lehramtstudiums in Hamburg politisch aktiv, u.a. als Mitglied der Lehrergewerkschaft GEW. 1981 schließlich arbeitete Edler an der Gründung der Grün-Alternativen Liste in Hamburg (GAL) mit. Nach einem kurzweiligen Austritt trat er 1990 wieder in die GAL ein und engagierte sich für die „realpolitische Wende“. Von 2000 bis 2001 war er Vorstandssprecher des Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen. Kurt Edler ist seit 2004 der Leiter des Referats „Gesellschaft, Arbeitslehre und Aufgabengebiete“ beim Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg. Seit 2010 ist Herr Edler deutscher Koordinator im Europarat-Projekt „Education for Democratic Citizenship and Human Rights“.
Dr. Stephan Eisel ist seit 2010 Projektleiter für Internet und Demokratie bei der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er studierte in Bonn und Marburg Politikwissenschaften, Neuere Geschichte und Musikwissenschaften. Bereits von 1979 bis 1980 war er für zwei Jahre als Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Mitglied des Bundesvorstandes der CDU. Nach seinem Studium war er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig. Während seiner Promotion war Herr Dr. Eisel dann bis 1992 Angestellter des Bundeskanzleramts. Danach führte ihn sein Weg zurück zur Stiftung, wo er verschiedene Funktionen inne hatte. So war er von 2002 bis 2007 Leiter der Hauptabteilung für Politische Bildung. 2007 war er für zwei Jahre Mitglied des Deutschen Bundestags. 2011 ist sein Buch „Internet und Demokratie“ im Herder Verlag erschienen.
Dr. jur. Hans-Peter Friedrich ist seit März 2011 Bundesminister des Innern. Nach dem Abitur studierte der in Oberfranken Geborene zunächst Rechtswissenschaften in München, welches er 1986 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen abschloss. Anschließend wandte sich Dr. Friedrich einem Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie der Volkswirtschaftslehre an der Fernuniversität in Hagen zu. 1988 promovierte er dann an der Universität Augsburg. Bereits seit 1974 ist er Mitglied der CSU. 1988 begann Dr. Friedrich seine politische Laufbahn im Deutschen Bundestag. Dort war er von 1999 bis 2002 stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschusses „Parteispenden“ und von 2002 bis 2004 Vorsitzender des Untersuchungsausschusses „Wahlbetrug“. Von 2002 bis 2005 war Herr Dr. Friedrich außerdem Justitiar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Nach den Bundestagswahlen im Jahr 2009 wurde Dr. Friedrich Vorsitzender der CSU-Landesgruppe.
Maria Grunwald, JONA-Altstipendiatin, ist als freie Medientrainerin tätig. Sie hat in Freiburg Romanistik, Germanistik und Geschichte studiert. Im Anschluss daran absolvierte sie ein Redaktionsvolontariat bei der Deutschen Welle (Radio und Fernsehen) in Köln, Berlin und Brüssel. Bis heute ist sie als freie Autorin und Redakteurin bei DW –TV tätig. Für die Journalisten-Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung gibt Maria Grunwald schwerpunktmäßig Radio- und Fernseh-Praxiskurse. Ebenfalls ist sie für die DW-Akademie tätig. Hier leitet sie Interviewtrainings und PR-Kurse.
Donata Hopfen, Jahrgang 1976, ist seit Januar 2010 Geschäftsführerin der BILD digital GmbH & Co KG und seit Mai 2011 Mitglied der Verlagsgeschäftsführung der BILD-Gruppe. Sie verantwortet die digitalen Aktivitäten der BILD-Marke, u.a. BILD.de, BILDmobil sowie alle BILD-Applikationen auf Smartphones, Tablets und TV-Geräten. Nach dem Diplom-Abschluss ihres Studium der europäischen Betriebswirtschaft in Madrid und Reutlingen (2000) arbeitete die gebürtige Hamburgerin zunächst drei Jahre als Consultant in der Strategy Practise von Accenture (Schwerpunkt Medien und Telekommunikation). Seit 2003 ist Frau Hopfen nun in unterschiedlichen Positionen für die Axel Springer AG tätig: Von 2003 bis 2006 als Referentin des Vorstandes und Verantwortliche für die Bereiche Business Development und Produktmangement bei der Bild.T-Online. Dann von 2006 bis 2009 war sie als Leiterin für Business Development im Geschäftsführungsbereich Elektronische Medien tätig.
Manuel Höferlin, geboren 1973 in Paris, ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages für die FDP. Herr Höferlin hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität zu Mainz studiert. Neben dem Studium war er hier bereits selbstständig als IT-Berater tätig. Von 1997 bis 2009 arbeitete Herr Höferlin als Gesellschafter-Geschäftsführer einer Unternehmensberatung. Seit 1997 ist er ebenfalls Geschäftsführender Gesellschafter einer IT-Beratungsgesellschaft. Seine politische Laufbahn begann 2005 mit dem Eintritt in die FDP. Drei Jahre später wurde er Vorsitzender des FDP Ortverbandes Harxheim und nur ein Jahr später Mitglied des Gemeinderates der Ortsgemeinde. Seit 2010 ist Höferlin Vorsitzender des FDP LV Net, des Internet Landesverbandes der FDP und seit 2011 stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Mainz-Bingen sowie Mitglied im Bundesvorstand der FDP. Darüber hinaus ist er noch Mitglied im Liberalen Mittelstand Rheinland-Pfalz und Mitglied in der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker (VLK). Zudem war Herr Höferlin maßgeblich an der Gründung von PRO-PLANET e.V. beteiligt und übt jetzt dort die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden aus.
Prof. Dr. Jeff Jarvis lehrt an der Graduate School of Journalism an der City University in New York. Sein 2009 erschienenes Buch „What Would Google Do?“ hat ihn weltweit bekannt gemacht. In seinem neuen Buch „Public Parts: How Sharing in the Digital Age Improves the Way We Work and Live“ geht es insbesondere um das Spannungsfeld „privat“ versus „öffentlich“. Der von ihm beschriebene sozialkritische Blog „BuzzMachine“ wird international gelesen. Prof. Dr. Jeff Jarvis ist Mitbegründer des Magazins Entertainment Weekly und schreibt für das People Magazine, New York Daily News, San Francisco Examiner, Chicago Tribune und The Guardian. In der Fachwelt hat er den Status des „Digitalvisionärs“ erhalten. Er gilt als einer der wichtigsten Experten im Hinblick auf die durch das Internet verursachten Veränderungen für die moderne Gesellschaft.
Wlada Kolosowa, JONA-Stipendiatin, ist freie Journalistin. Sie wurde in Russland geboren und lebt seit ihrem zwölften Lebensjahr in Deutschland. Sie hat ihren Abschluss in Publizistik und Kommunikationswissenschaften mit den Nebenfächern Politik und Psychologie gemacht. Frau Kolosowa studierte an der American University in Washington D.C. Journalistik und internationale Beziehungen. Zurzeit macht sie ihren Bachelor of Science in Psychologie an der Fernuniversität Hagen. Medium:Online führt Wlada Kolosowa unter den Top 30 Journalisten unter dreißig Jahren. Wlada Kolosowa schreibt unter anderem Berichte und Reportagen für Spiegel und Zeit online, aber auch für den Tagesspiegel. Außerdem betreibt sie die Jugendseite der Süddeutschen Zeitung.
Friedrich Lindenberg arbeitet als Softwareentwickler in den Bereichen Open Data, Transparenz und Online-Beteiligung. Als Mitglied der Open Knowledge Foundation trägt er zu OpenSpending (OffenerHaushalt) bei, einem internationalen Projekt, welches Finanzdaten zugänglich macht, sowie zu CKAN, einem gemeinschaftlich betriebenen Datenkatalog. Er ist der Autor der Software Adhocracy, einer Plattform für die gemeinsame Entwicklung politischer Entwürfe, die von der Internet-Enquete des Bundestags und verschiedenen Parteien eingesetzt wird.
Frank Lüdecke ist Kabarettist und Autor. Mit wohl kalkulierter Präzision philosophiert er sich hinauf zu den Grundsatzfragen menschlichen Zusammenlebens. Angefangen mit einem Studium in Germanistik und Geschichte entscheidet er sich nach seinem Magister, Kabarettist zu werden. Gleich mehrere Auszeichnungen sowohl für seine Arbeit als Solo-Künstler, aber auch für seine Gruppe -die Phrasenmäher- zeigen, dass dies die richtige Entscheidung gewesen ist. Gleich zweimal gewann er den Deutschen Kabarett-Preis (1994 und 2009). Herr Lüdeck e gewann zudem 2009 den Hauptpreis des Zweck Internetkabarettpreisverleihs.
Jochen Markett, JONA-Altstipendiat, Jahrgang 1979, arbeitet seit 2010 als freier Journalist und Journalistenausbilder in Berlin. Jochen Markett hat Journalistik, Politik und Geschichte in Dortmund und Bochum studiert. Sein Volontariat absolvierte er bei der Rheinischen Post in Düsseldorf. Heute leitet er vor allem Seminare für die Konrad-Adenauer-Stiftung, für die er vier Jahre lang Referent in der Journalistischen Nachwuchsförderung war. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im internationalen Journalismus. Er hat 2006 mit Freunden das Europamagazin „Indigo" gegründet. Und für die KAS hat er das neue Modell der deutsch-arabischen Journalisten-akademien mitentwickelt.
Dr. Ragnar Müller ist Politikwissenschaftler, Autor und Trainer. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind die europäische Integration sowie die Politikdidaktik. Zudem befasst er sich mit den Auswirkungen des Web 2.0 auf Politik, Gesellschaft, Lernprozesse und politische Bildung. Er ist Geschäftsführer der Gesellschaft Agora. Diese arbeitet an der Schnittstelle zwischen politischer Bildung und neuen Medien. Zudem ist er Vorstandsmitglied von Pharos. Darüber hinaus nimmt er Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen wahr.
Christian Pentzold, geboren 1981, ist Master of Arts, und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienforschung der Technischen Universität Chemnitz. Er hat ein Studium in Kommunikations- und Medienwissenschaften in Chemnitz und Stirling/Schottland abgelegt mit anschließenden Forschungsaufenthalten am Oxford Internet Institute, an der University of Oxford und am Berkman Center for Internet & Society an der Harvard University. Pentzold ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit 2006 führt er Forschungsprojekte und Publikationen in den Bereichen computervermittelte Kommunikation und Kooperation, Governance in digitalen vernetzten Umgebungen sowie Social Media und E-Learning durch.
Dr. Melanie Piepenschneider ist seit 2008 Leiterin der Hauptabteilung Politische Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft (Schwerpunkt Internationale Politik), Rechtswissenschaft, Publizistik und Gesellschaftswissenschaften an den Universitäten Mainz und Frankfurt war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in Mainz und zusätzlich stellvertretende Leiterin der Forschungsgruppe Jugend und Europa am Institut für Politikwissenschaft. 1991 promovierte sie im Bereich der Europaforschung. Kurz darauf wurde sie Leiterin der Abteilung Europaforschung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Sankt Augustin. Im Anschluss daran war Frau Dr. Piepenschneider zehn Jahre als Leiterin der Akademie der Stiftung in Berlin tätig. Währenddessen hatte sie zudem Lehraufträge an den Universitäten Mainz, Köln, Bochum und Berlin inne. Außerdem ist Frau Dr. Piepenschneider Mitglied im Wissenschaftlichen Direktorium des Instituts für Europäische Politik, sowie Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift „Außerschulische Bildung“ und auch im Beirat der „Zeitschrift für Außen und Sicherheitspolitik“.
Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments a.D., ist seit 2010 der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nach dem Abitur und zwei Jahren Wehrdienst studierte Dr. Pöttering Rechtswissenschaften, Politik und Geschichte an den Universitäten Bonn und Genf sowie an dem dortigen Institut des Hautes Études Internationales. 1971 folgte ein Studienaufenthalt an der Columbia University in New York. 1973 legte er das erste juristische Staatsexamen ab. Im darauf folgenden Jahr folgte die Promotion zum Dr. phil. 1976 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab. Dr. Hans-Gert Pöttering war zunächst als wissenschaftlicher Angestellter tätig. 1989 berief ihn die Universität Osnabrück zum Lehrbeauftragten und 1995 zum Honorarprofessor. Von 1999 bis Juli 2009 war er Mitglied im Präsidium und Bundesvorstand der CDU, seitdem kooptiert in den Bundesvorstand. Seit den ersten Direktwahlen zum Europäischen Parlament im Jahr 1979 sitzt Dr. Pöttering als Abgeordneter für die Europäische Volkspartei im Parlament. Von 1999 bis 2007 war er zudem Fraktionsvorsitzender der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und europäischer Demokraten (EVP-ED). Dann von 2007 bis 2009 war Herr Dr. Pöttering Präsident des Europäischen Parlaments. Außerdem war er bis Juli 2009 Mitglied im Präsidium der Europäischen Volkspartei.
Thorsten Schilling, geboren 1960 in Dresden, ist seit Oktober 2000 Leiter des Fachbereichs Multimedia der Bundeszentrale für politische Bildung. Er studierte von 1982 bis 1986 in Leipzig Philosophie/Marxismus-Leninismus. Nach dem politisch motivierten Abbruch des Studiums war er freischaffend in Berlin (Ost) tätig. Im Mai 1989 hat er sich an den Protesten gegen die Wahlfälschungen bei der Kommunalwahl der DDR beteiligt. Am 7. Juli 1989 erfolgte dann die Ausweisung aus der DDR aus politischen Gründen. Von 1990 bis 1991 war Thorsten Schilling Pressesprecher im Magistrat von Berlin (Ost), von 1991 bis 1994 Pressesprecher des Senators für Jugend und Familie in Berlin. Ab 1995 war er Projektmanager u.a. für die Galerie Eigen+Art, Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst, und organisierte 1997 gemeinsam mit Geert Lovink, Pit Schultz u.a. den Hybrid Workspace als temporäres Medienlabor auf der documenta X in Kassel. Er war Gründungsmitglied von mikro e.V. und bis zum Jahr 2000 Vorsitzender des Vereins zur Pflege der Medienkulturen in Berlin gewesen. Von 1999 bis 2000 war er zudem Director für Corporate Communications bei der Softwarefirma Subotnic.
Dr. Peter Tauber ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages für die CDU. Er studierte Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft in Frankfurt am Main. An dieser Universität ist Herr Dr. Tauber noch immer als Lehrbeauftragter tätig. Von 2001 bis 2003 war er Landesgeschäftsführer der Jungen Union in Hessen und von 2003 bis 2004 war er persönlicher Referent der Kulturministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Karin Wolff. Seit Anfang März 2010 ist Dr. Peter Tauber Mitglied in der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft" des deutschen Bundestages. Der Enquete-Kommission gehören 17 Mitglieder des Bundestages sowie eine gleiche Anzahl von externen Experten an. Diskutiert werden eine Vielzahl netzpolitischer Themen aus mehreren Bereichen wie Kultur und Medien, Bildung und Forschung, aber auch Rechts- und Innenpolitik.