RECAP Forschungsprojekte

Energiesicherheit in der digitalisierten Welt: Geostrategische Implikationen

  • Partner: Dr. Frank Umbach, Forschungsdirektor, Europäisches Zentrum für Energie- und Ressourcensicherheit EUCERS, King's College London
  • Dauer: Dez 2017 - Juni 2018
  • Status: In Arbeit
  • Kurzbeschreibung:
http://www.kas.de/wf/doc/kas_122718-1290-1-30_220.jpg
Dr. Frank Umbach

Die rapide Digitalisierung und sich rasch ausbreitende Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien werden wesentliche Strukturen der Energiemärkte, Wirtschaftsmodelle, Erzeugung und Verbrauch elektrischer Energie grundlegend ändern. Die Studie behandelt die Einflüsse der Digitalisierung auf die Energiewirtschaft und -politik und betrachtet anschließend wesentliche Trends. Im Vordergrund steht die Frage nach geopolitischen Folgen: Wie wirkt sich die fortschreitende Digitalisierung auf Ressourcenpolitik, -diplomatie und -sicherheit in verschiedenen Regionen aus? Dazu analysiert die Studie ausgewählte politische Strategien – von China, Australien, Singapur, der EU und den USA. Daneben werden die Umbrüche in den bisherigen Geschäftsmodellen für Energieproduzenten und -Konsumenten betrachtet. Handlungsempfehlungen runden die Studie ab, die voraussichtlich im Sommer 2018 veröffentlicht werden wird.

Kambodschas Energiewende

  • Partner: Enrich Institute, Kambodscha
  • Dauer: Feb 2017-2018
  • Status: Abgeschlossen
  • Kurzbeschreibung:
http://www.kas.de/wf/doc/kas_104764-1290-2-30_220.jpg
Hauptsitz von Electricité de Cambodge, Phnom Penh

Kambodschas Energiesicherheit und -nachhaltigkeit steht auf dem Spiel. Das Land benötigt eine Strategie für eine umfassende Transformation des Energiesektors. Unzureichende nationale Energieerzeugung und eine ungenügende Infrastruktur zur Übertragung des elektrischen Stroms beeinträchtigen Abhängigkeit, Zugang, Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Land hängt in hohem Grad vom Import fossiler Brennstoffe, insbesondere Diesel und Schweröl, ab. Von Myanmar abgesehen hat Kambodscha die niedrigste Elektrifizierungsrate in der Region. Lediglich die Hälfte der Bevölkerung verfügt über einen verlässlichen Zugang zu Elektrizität, während der Strompreis einer der höchsten weltweit ist. Dieses Forschungsprojekts zielt darauf ab, Kambodscha bei der Entwicklung eines effizienten Plans für eine Energiewende von fossilen Brennstoffen hin zu nachhaltigeren Energiequellen zu unterstützen. Ergebnis werden klar formulierte, konsistente politische Empfehlungen für eine langfristige regulorische Reform, die Schaffung institutioneller Voraussetzungen zum Einsatz neuer Technologien sowie öffentliche und private Investitionsstrategien sein.

Energie für geografisch isolierte Städte: Erkenntnisse aus Energiesicherheit und -autarkie in der Vergangenheit für gegenwärtige energiepolitische Transformationen in Städten

  • Partner: Dr. Maria Francesch-Huidobro (Hauptverantwortliche Forscherin und Beraterin); Dr. Timothy Moss (Forscher, Humboldt-Universität)
  • Dauer: Jan-Dez 2017
  • Status: Abgeschlossen
  • Kurzbeschreibung:
http://www.kas.de/wf/doc/kas_104765-1290-2-30_220.jpg
Dr. Maria Francesch-Huidobro

Das Forschungsprojekt nutzt eine vergleichende Analyse von Fallstudien zweier asiatischer Städte – Kota Kinabalu (auf Borneo) und Singapur – um die Erkenntnisse aus Entwicklungen der Energiesicherheit und -autarkie in der Vergangenheit auf heutige Projekte zur kohlenstoffarmen Transformation städtischer Energiesysteme anzuwenden. Die Studie zeigt für die einzelnen Fälle auf, wie sich die Systeme entwickelten, welche Form die energiewirtschaftliche Autarkie jeweils annahm und wie die Systeme später angepasst wurden. Daraufhin werden die Implikationen der historischen Energiepolitik für heute Strategien zur kohlenstoffarmen Entwicklung von Städten beleuchtet. Die dynamische Beziehung zwischen den Zielen der Energiesicherheit (Anbieterseite) einerseits und der Energieeffizienz (Abnehmerseite) andererseits und der Einfluss auf die urbane Energiepolitik wird als Querschnittsfrage konzeptionell und empirisch untersucht.

Wirtschaftliche Aspekte der Energieeffizienz von Gebäuden – Werkzeuge zur Entwicklung kostengünstiger Lösungen

  • Partner: Business Environment Council (BEC), Hongkong
  • Ergebnisse:
  • Dauer: Jan-Dez 2017
  • Status: Abgeschlossen
  • Kurzbeschreibung:
Das Projekt identifiziert und erarbeitet Wege zum Ermitteln möglichst kosteneffizienter Lösungen für eine höhere Energieeffizienz von Gebäuden. Ziel ist eine Handreichung, die den Verwantwortlichen erlaubt, einen eigenen Wirtschaftlichkeitsrechnung aufzustellen. Die Studie nutzt unterschiedliche Kostenmodelle und stellt ein Dutzend Technologien und deren Amortisierungsperioden dar. Ein einfacher Graf, der Handlungsoptionen, Kosten und Folgen darstellt, ist das Ergebnis. Einige Länder haben solche Berechnungn für ihre gesamte Wirtschaft angestellt. Das Projekt konzentriert sich auf die Nachfrageseite ausgewählter Gebäudetypen, wie Büros und Hotels. Zur Unterstützung der Modelle werden Fallstudien vorgestellt.

Wirtschaftliche Instrumente für die Umweltpolitik in kommunalen Verwaltungen: Ein Ansatz für die öffentliche Ordnung

  • Partner: Stratos Pourzitakis, Hong Kong Baptist University; Dr Aude Pommeret, City University of Hong Kong
  • Dauer: Jan-Dez 2017
  • Status: In Arbeit
  • Kurzbeschreibung:
Die Studie analysiert den Ausgleich zwischen Effizienz und politischer Akzeptanz von umweltpolitischen Maßnahmen gegen Luftverschmutzung. Ziel ist ein Beitrag zur Gestaltung erfolgsversprechender Bestimmungen. Das Projekt untersucht politische Prozesse, in denen umweltpolitische Instrumente in chinesischen und japanischen Metropolen gestaltet, umgesetzt und ausgewertet wurden. Darauf aufbauend untersucht die Studie die Rolle lokaler Verwaltungen im politischen Prozess, insbesondere in Bezug auf umweltpolitische Bestimmungen in Peking, Hongkong und Tokyo. Die Forschung bezieht auch Guangzhou und Osaka mit ein. Sie beantwortet die folgenden Fragen:

  1. Welche umweltpolitischen Instrumente wurden in den betrachteten Ländern umgesetzt?
  2. Welche Rolle spielt die lokale Verwaltung in jedem Schritt des politischen Prozesses und wie wird dieser von der Zusammenarbeit von nationaler Regierung und lokaler Verwaltung geprägt?
  3. Was für Ausgleichsmechanismen zwischen Effizienz und politischer Akzeptanz der Entscheidungen der lokalen Verwaltung gibt es?
  4. Welche Rolle spielen besondere Interessensgruppen in jedem Schritt des politischen Prozesses?
  5. Wie weit sind die unternommen umweltpolitischen Handlungen von möglichst effizienten Bestimmungen entfernt?
  6. Was ist die für jede Stadt am besten passende Umweltpolitik?
Für ältere Forschungsprojekte siehe die Beschreibung auf Englisch.

Kontakt

Dr. Peter Hefele

Dr

Leiter des Regionalprojekts Energiesicherheit und Klimawandel Asien-Pazifik

peter.hefele@kas.de +852 28822245 +852 28828515