Seminar

„Religion und Medien“

In der Zeit vom 2.-7. März bot die KAS den zweiten einwöchigen Workshop für Medienverantwortliche, Pressereferenten und Radio- und Zeitungsjournalisten aller Kirchen und Glaubensgemeinschaften in Serbien in der Tagungsstätte des Klosters Soko an.

Details

Die Trainings wurden maßgeblich durch den Journalisten des Bayerischen Rundfunks, Herr Carol Lupu, geleitet.

Das Thema des zweiten Workshops (das erste fand im Juni 2007 statt) „Religion und Medien“ stellt auch in diesem Jahr im Rahmen des Religionsdialoges einen Schwerpunkt der Arbeit der KAS in Serbien dar. Schon der VI. interreligiöse Dialog in Cadenabbia 2007 und das erste Workshop in Soko-grad im Juni 2007 widmete sich diesem Thema. Ein Ergebnis der beiden Tagungen war, dass die Kirchen und Glaubensgemeinschaften einen großen Bedarf haben, sich auf die moderne Medienlandschaft einzustellen. Die Medienverantwortlichen sind im Umgang mit den Medien ungeübt und brauchen eine verbesserte Ausbildung. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, organisierte die KAS diesen einwöchigen Workshop nun schon zum zweiten Mal.

Die Teilnehmer waren Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche, der römisch-katholischen Kirche, der griechisch-katholischen Kirche, der Islamischen und Jüdischen Glaubensgemeinschaften.

Die Schwerpunkte des diesjährigen Workshop unterschieden sich nicht viel von denen am ersten Workshop. Sie waren: theoretische Kenntnisse über das Interview mit anschließendem Training von Interviews vor der Kamera und deren Auswertung, die theoretischen Kenntnisse über die Reportage und das Erstellen von Reportagen sowie die grundsätzliche Auseinandersetzung über die zu erwartende Entwicklung im Mediensektor, angesichts der zunehmenden Digitalisierung. Themen wie: Krisenmanagement, Körpersprache oder Redaktionen in Verantwortung der Religionsgemeinschaften haben nicht nur ein großes Interesse der Teilnehmenden erweckt, sondern auch neue Themen eröffnet. Auch das Thema „Krise und Religion“ spielte eine Rolle. So wurden Maßnahmen vorgestellt, die Institutionen einschlagen sollten, wenn es zu einer selbst verursachten Krise in der öffentlichen Darstellung kommt.

Für den Workshop konnten der Journalist aus Deutschland mit unterschiedlichen Erfahrungen aus dem betreffenden Bereich, Herr Carol Lupu (freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks), sowie aus Serbien, Vater Veselin Stefanovski (Serbische Orthodoxe Kirche) und Diakon Caba Kovac (römisch-katholische Kirche) gewonnen werden. Darüber hinaus haben sich die Teilnehmer auch über die Stellungnahmen der orthodoxen und der katholischen Kirche zum Thema Medien informieren können. So wurde beispielsweise das Projekt der orthodoxen Erzengel Pfarrei in Trsic vorgestellt: www.trsic.org.

Die katholische Kirche hat durch Dokumente zum Thema Film, Medien und Internet eine Position eingeschlagen, die erst skeptisch dann aber befürwortend, ja sogar vom neuen Areopag, spricht. Diese Dokumente sind im Kontext der serbischen Situation vorgetragen worden.

Neben der journalistischen Kompetenz sollten die Teilnehmer auch die Kollegen aus den anderen Religionsgemeinschaften kennenlernen, umso ein Netzwerk aufbauen zu können. In der späteren Arbeit sollen dadurch Fehlinformationen verhindert und eine gute Zusammenarbeit ermöglicht werden.

Die Teilnehmer haben die Gelegenheit genutzt, verschidene Themen zu besprechen: gemeinsame Probleme der Kirchen und Glaubensgemeinschaften mit den laizistischen Medien, gemeinsame Foren an denen junge Leute teilnehmen würden und sich gegenseitig kennen lernen könnten, mehr interreligiöse Treffen, die seitens der Kirchen und Glaubensgemeinschften initiiert würden, mehr Bildungsmaßnahmen zu verschiedenen Themen für die Vertreter der Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Die Teilnehmenden zeigten großes Interesse für weitere Bildungsmaßnahmen in diesem Bereich und hatten viele Ideen, wie man die Lage in ihren Religionsgemeinschaften im Medienbereich verbessern könnte.

Der gemeinsame Standpunkt am Schluss ist, dass die Kirchen und Glaubensgemeinschaften solche und ähnliche Workshops, wie diesen in Soko-grad, dringend brauchen, da viele schon Gelegenheiten haben, eine Zeitschrift zu produzieren und manche sogar einen Rundfunk und dafür qualifizierte Mitarbeiter notwendig sind. Außerdem sollten sich die Kirchen und Glaubensgemeinschften auch ohne Vermittler mehr zu verschiedenen Themen, die für alle wichtig sind, treffen. Ein Ergebnis war auch, dass sich die Religionsgemeinschaften in Serbien nicht ganz bewußt sind, wie wichtig ihr Engagement im Medienbereich für sie selbst ist.

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Venue

Soko Grad

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Jelena Jablanov Maksimović

Jelena Jablanov Maksimović bild

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Jablanov.Maksimovic@kas.de +381 11 3285-210 +381 11 3285-329
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