Workshop

„Wie schreibt man einen Projektvorschlag für EU-Fonds?“

Workshop

Am 18. Juni 2009 organisierte die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) für Vertreter lokaler Selbstverwaltungs- organe das Seminar „Wie schreibt man einen Projektvorschlag für EU-Fonds“.

Details

Ziel des von Herrn Žarko Paunović, Direktor der Fakultät für Politische Wissenschaften, geleiteten Seminars war es, die Teilnehmer mit den Prozessen und Regeln sowie den Fonds der EU vertraut zu machen. Auf der Basis dieser Grundlagen sollten die lokalen Entscheidungsträger dazu befähigt werden, ihre Kenntnisse selbstständig zu erweitern und somit erfolgreiche Projektvorschläge für EU-Fonds schreiben zu können.

Aus zwei Gründen ist es wichtig, dass sich die Teilnehmer mit diesem Thema beschäftigen: Zum einen sind die Fonds das bedeutendste Finanzinstrument zur Realisierung der EU-Politik, weshalb möglichst viele gesellschaftliche Akteure das notwendige Wissen erwerben sollten, um Pro-jektvorschläge zur Förderung durch EU-Mittel zu verfassen. Zum anderen passen die staatlichen und sonstigen Organe in Serbien ihre Ausschreibungen an die Re-geln, Prozesse und Formulare der EU an, so dass auch hier europäische Standards übernommen werden.

Das Seminar knüpft thematisch an die Veranstaltung zum Thema „Wie schreibt man einen Projektvorschlag – Schritt für Schritt“ an. Daher fasste Prof. Paunović zu Beginn seines Vortrags den Inhalt des vorherigen Seminars kurz zusammen.

Anschließend behandelten die Teilnehmer die folgenden Themen: Kriterien eines erfolgreichen und guten Projekts, Ratschläge für ein gelungenes Projekt, warum Projekte abgelehnt werden, Programmtypen von EU-Finanzhilfe, Vorbedingungen für die Nutzung von EU-Fonds, Phasen des Projektvorschlags, Steuerung des Projektzyklus, Projektbudget, Ausarbeitung des logischen Rahmens und nützliche Ansprechpartner.

Während des Vortrags hatten die Teilnehmer stets die Möglichkeit, zusätzliche Erklärungen und Informationen zu verlangen, wovon sie auch regen Gebrauch machten.

Am Ende des Seminars wurde eine praktische Übung absolviert, bei der das Formular zum logischen Rahmen des Projekts ausgefüllt werden sollte. Die Teilnehmer hatten eine Stunde Zeit, um den logischen Rahmen in groben Zügen darzulegen. Anschließend präsentierten sie ihn ihren Kollegen.

Nach jeder Projektpräsentation wurden die Teilnehmer auf ihre Fehler und Versäumnisse hingewiesen. Der logische Rahmen wird allgemein als der schwierigste Teil des Projektvorschlags angesehen, sodass die Probleme der Teilnehmer keineswegs überraschend waren. Diese lagen hauptsächlich in der Unterscheidung zwischen allgemeinen und spezifischen Zielen sowie in der Definition von Indikatoren, um die Erreichung dieser Ziele zu messen.

Das Interesse, die Motivation und das Engagement der Teilnehmer waren auf einem äußerst hohen Niveau. Die Vertreter der lokalen Selbstverwaltungsorgane zeigten stets ihren großen Willen zu erlernen, wie man sich um die EU-Finanzmittel bewirbt. Gleichzeitig bewahrten sie sich ein gewisses Maß an Skepsis, da ihnen dieses Thema sehr kompliziert und bisweilen undurchsichtig erscheint.

Trotz des eng bemessenen Zeitrahmens erlenten die Teilnehmer im Seminar die grundlegenden Techniken und Vorgehensweisen, um nach einer zusätzlichen selbstständigen Einarbeitung in dieses Thema zukünftig erfolgreiche Projektvorschläge verfassen zu können.

Die Veranstaltung war ein Erfolg, denn trotz der Skepsis einiger Teilnehmer wer-den die in diesem Seminar erworbenen Kenntnisse für sie von großem Nutzen sein, nicht nur beim Verfassen von Projektplänen für EU-Fonds, sondern bei einheimischen Geldgebern, die sich bei der Vergabe ihrer Mittel an den Standards der EU orientieren.

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Venue

Belgrad

Contact

Gordana Pilipović

Gordana Pilipović bild

Project Coordinator

Gordana.Pilipovic@kas.de +381 11 4024-163 +381 11 3285-329