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Auf dem Weg von A bis Z: Serbien Richtung EU

Zusammen mit dem EU-Integrationsbüro der serbischen Regierung veranstaltete die Konrad-Adenauer-Stiftung Belgrad (KAS) die Präsentation der zehnten Auflage des EU-Handbuchs „Europa von A bis Z“ in serbischer Sprache,

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um gemeinsam mit hochrangigen Regierungsvertretern die wichtigsten EU-Herausforderungen Serbiens zu thematisieren.

Diskussionsteilnehmer waren S.E. Vincent Degert, Chef der Delegation der Europäischen Union in Serbien, Leiterin des EU-Integrationsbüros der serbischen Regierung, Frau Milica Delevic, sowie die Vertreterin des parlamentarischen Ausschusses für europäische Integration, Frau Suzana Grubjesic.

Die wichtigste Voraussetzung für den europäischen Integrationsprozess Serbiens sei es, die serbische Bevölkerung aufzuklären, sagte S.E. Vincent Degert bei der Präsentation des Handbuches „Europa von A bis Z“. Angesichts dessen hat sich die Konrad-Adenauer-Stiftung Belgrad vor neun Jahren dazu entschlossen, dieses Handbuch für den EU-Integrationsprozess in serbischer Sprache zu veröffentlichen und damit ein hilfreiches Nachschlagewerk für eine relativ weite Leserschaft anzubieten.

Die begonnenen Reformschritte in Serbien dürfen nicht anhalten und europäische Standards müssen erreicht werden. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass Serbien in den letzten zehn Jahren nicht alle Chancen für eine Beschleunigung des EU-Integrationsprozesses genutzt hat. Dies ist aber nicht etwa auf ein Fehlen einer „Europäischen Idee“ zurückzuführen. Viel mehr ist die Angst vor einem neuem, für Serbien unbekanntem, rechts-politischen System, wie das der Europäischen Union, ausschlaggebend. Die Einbeziehung der serbischen Bevölkerung in den EU-Integrationsprozess sollte daher die höchste Priorität der serbischen EU-Agenda darstellen. Dies hat Frau Suzana Grubjesic, als Vertreterin des serbischen Parlaments, in ihrem Diskussionsbeitrag mehrfach un-terstrichen. Sie hat dabei die langjährige, uneigennützige Unerstützung durch die KAS gelobt, die dazu beigetragen hat den Informationsgrad der serbischen Bürgerinnen und Bürger über die EU zu erhöhen. „Dieses Handbuch mit dem Titel Europa von A bis Z ist ein aussagekräftiges Beispiel für das Engage-ments der Konrad-Adenauer-Stiftung“, so Grubjesic.

Etwa achtzig Teilnehmer – darunter ein Querschnitt aller relevanten Akteure in Staat und Gesellschaft sowie diplomatische Vertreter und Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung Belgrad konnten bei dieser Konferenz einen offenen Dialog führen.

Die Diskussion machte deutlich, dass die Verantwortlichkeit für die angestrebte EU-Mitgliedschaft vor allem bei Serbien liegt. „Brüssels Voraussetzungen (für den EU-Beitritt Serbiens) sind klar. Das wichtigste ist, dass Serbien seine begonnenen Reformen umsetzt“, so Frau Delevic.

Der Weg Serbiens Richtung EU ist noch weit und bedarf den Anstrengungen aller gesellschaftlichen Strukturen. Dieses EU-Handbuch Europa von A bis Z, das die Konrad-Adenauer-Stiftung nun in Belgrad präsentierte, liefert Antworten sowie Informationen über geschichtliche Verwurzelungen, praktische Beispiele, politische Mechanismen, institutionelle Rahmen etc. und wird so sicherlich jedem EU-interessierten serbischen Bürger die Komplexität der EU-Konstruktion näher bringen können. Dies allein bedeutet bereits einen großen Schritt für Serbien Richtung EU. Deshalb war die Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter bei dieser Buchpräsentation ein weiterer wichtiger Beitrag dazu, die breite serbische Öffentlichkeit über europäische Ideen, Werte und Politik zu informieren. Ein weiterer Beitrag der KAS dazu wird die für das nächste Jahr geplante Präsentation von Europa von A bis Z in einigen ausgewählten Städten Serbiens sein.

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Belgrad

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