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Christentum und Demokratie zwischen Antagonismus und Möglichkeit III

Am Samstag, den 22. Mai 2010 fand das dritte Rundtischgespräch zum Thema „Christentum und Demokratie, zwischen Antagonismus und Möglichkeit“, statt.

Details

Die Rundtischgespräche werden in Zusammenarbeit der Konrad Adenauer Stiftung, des Zentrums für offenen Dialog und des Christlichen Kulturzentrums organisiert. Der Referent war Herr Vlajko Senic, Abgeordneter der G17+ Partei.

Herr Senic hat auf eine sehr verständliche Weise seine Meinung über das Verhältnis zwischen Christentum und Demokratie, der Politik und der Ethik und der Probleme der Modernisierung der serbischen Gesellschaft geäußert. Als jemand der aus dem politischen Leben kommt hat Herr Senic etwas spezifisch und ein wenig pessimistisch die politische Bühne in Serbien dargestellt. Am Anfang ist er auf das Verhältnis zwischen dem Christentum und der Demokratie eingegangen, in dem er über Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser zwei Phänomene gesprochen hat wie auch über die Möglichkeiten der gegenseitigen Ergänzung des Glaubens und der Politik. Er hat besonders die Bedeutung und Rolle der Minderheit als des Motors der Modernisierung in der Gesellschaft erwähnt, die aber häufig von der Mehrheitsbevölkerung nicht verstanden wird. Das bezieht sich heutzutage besonders auf Serbien, das sich auf dem Weg der europäischen Integration befindet.

Für Herrn Senic sind Christentum und Demokratie völlig unterschiedlich. Die moderne Demokratie ist ein politisches System, dass seine Wurzeln in der Zeit hat, als das amerikanische Grundgesetz entstand und das immer weiterentwickelt und ergänzt wird während das Christentum Glaube, Liebe und Hoffnung darstellt. Beide Phänomene waren in der Geschichte durch ihre institutionellen Erscheinungen für Diskreditierungen anfällig.

Am Ende des Vortrags, der mit Bildern von Medison auf der einen und der Ikone des Jesus Christus auf der anderen Seite illustriert wurde, wollte er das Bedürfnis betonen, dass sich Christentum und Demokratie ihren Wurzeln und Anfängen wenden. (Den Vortrag finden Sie auf unserer Webseite).

Danach wurden Fragen gestellt und eine sehr lebendige Diskussion mit den Teilnehmern fand statt. Unter den Teilnehmern waren Vertreter verschiedener christlichen Glaubensbekenntnisse (des orthodoxen, römisch-katholischen und protestantischen) sowie Aktivisten von NGOs. Es wurde darüber diskutiert, wie die Schizofrenie zwischen Politik auf der einen und dem Glaubens und der Moral auf der anderen Seite überwindet werden kann. Eine besondere Aufmerksamkeit der Teilnehmer erweckte die Frage, die sich auf die eventuelle Gründung einer chrtistlichen (christ-demokratischen) Partei in Serbien bezog. Der Referent und die Teilnehmer sind sich einig, dass eine solche Inititative möglich ist, aber nur wenn sie von unten käme und nicht von der regierenden Elite. Obwohl er Abgeordneter der Partei G17+ im Parlament der Republik Serbien ist, hat Herr Senic nicht die Politik seiner Partei propagiert und war sehr kritisch zu den regierenden Parteien, was den Teilnehmern besonders gefallen hat.

Neben dem Vortrag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit in einer freundschaftlichen Atmosphäre über die Themen für die geplante Textensammlung zu reden. Die Textensammlung Christentum und Demokratie, zwischen Antagonismus und Möglichkeit soll Texte der Referenten und Teilnehmer beinhalten und sollte bis zum Herbst des laufenden Jahres veröffentlicht werden.

Das nächste Treffen findet im September statt.

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Belgrad

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Jelena Jablanov Maksimović

Jelena Jablanov Maksimović bild

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