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Drittes Treffen der jungen Theologen

im Rahmen des Themas Religion und aktuelle Trends

Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte das dritte Treffen für junge serbische Theologen in diesem Jahr zum Thema Religion und aktuelle Trends.

Details

An dem Treffen beteiligten sich etwa 30 Studierende von drei theologischen Fakultäten aus Serbien: von der Orthodoxen Theologischen Fakultät der Universität in Belgrad, dem Katholischen Theologisch-Katechetischen Institut und der Fakultät für Islamische Studien aus Novi Pazar. Das dritte Treffen behandelte schwerpunktmäßig das Thema Römisch-katholische Kirche und Ihre Stellungnahmen zu den Menschenrechten und zur Globalisierung und fand im Erzbistum von Belgrad der Römisch-katholischen Kirche statt.

Wie bereits im letzten Jahr trafen sich 30 Studierende dreimal in drei Städten, um miteinander über verschiedene Themen zu sprechen. Das Rahmenthema, das über den Treffen der zweiten Generation junger Theologen steht, lautet :„Religion und aktuelle Trends“, wobei bei jedem Treffen eine andere Konfession im Mittelpunkt stehen soll.

Das erste Treffen dieser Reihe fand in Subotica im Dezember 2008 statt, das zweite vom 2.-4. Oktober dieses Jahr in Novi Pazar und das dritte vom 4.-6. Dezember in Belgrad. Letzteres behandelte die Stellungnahmen der Römisch-katholischen Kirche hinsichtlich der Menschenrechte und der Globalisierung.

Der erste Vortrag, “Position der römisch-katholischen Kirche und Menschenrechte“ wurde von Frau Dr. Miron Sikirić abgehalten. Dieser wies am Anfang darauf hin, dass die Kirche selbst ihre Neigung zu den Idealen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit schon in ihren Grundzügen zeigt. In den letzten Jahren interessierte sich die Kirche immer mehr für die Menschenrechte, da die menschliche Persöhnlichkeit seitens der unterschiedlichen Wissenschafts- und Technikfortschritte bedroht wird. Die Globalisierung sei auch eine Bedrohung für die Menschen, da sie in den Händen mancher Machtzentren kozentriert sei. Der Inhalt des Vortrags bestand aus drei Unterthemen:

a.Menschenwürde als Wirklichkeit, die der Kirche und dem Staat vorsteht

b.Menschenrechte, die aus der Menschenwürde hervorgehen

c.die kanonischen Lösungen, die aus den Menschenrechten hervorgehen

Der zweite Vortrag behandelte das Thema „Römisch-katholische Kirche und Globalisierung“ von Fra Filip Karadža.

Fra Filip erklärte am Anfang seines Vortrags den Begriff „Kirche“ als eine Gemeinschaft der freien Persöhnlichkeiten. Zum Begriff Kirche gehöre auch ihre globale Orientierung und ihre aktive und nicht passive Rolle in der Welt. Die Kirche sei nicht ein passiver Beobachter, sondern handelt aktiv im Raum und Zeit, betonte Fra Filip. Das einzige „Mittel“, das die Kirche dafür hat, ist das Evangelium, das neben dem Glauben als „Waffe“ gegen die Globalisierung dienen könnten. Globalisierung sei seiner Meinung nach eine große Herausforderung für die Kirche, vor der sie keine Angst haben sollte.

Am zweiten Tag des Treffens nahmen die Teilnehmer an der Hl. Messe teil, besuchten eine orthodoxe Kirche und machten ein Spaziergang durch die Stadt, da viele von denen zum ersten Mal in Belgrad waren.

Im Jahr 2010 wir die Konrad-Adenauer-Stiftung die neue Reihe der Treffen der jungen Theologen mit neuem Thema und neuen Teilnehmern durchführen.

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Venue

Belgrad

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Jelena Jablanov Maksimović

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