Expert conference

Frauenkonferenz

Frauen und Unternehmerschaft

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Details

In Kooperation mit der Eduardo Frei Stiftung und dem montenegrinischen Regierungsbüro für Frauengleichstellungsfragen organisierte die Konrad- Adenauer-Stiftung in Ulcinj vom 30.06. –02.07. die zweite Frauenkonferenzen im Jahr 2006 zum Thema: „Frauen und Unternehmerschaft“.

Die ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Vertreter der montenegrinischen parlamentarischen Parteien, des Arbeitsamtes der Regierungsagentur für kleine und mittlere Unternehmen, des Wirtschaftsministeriums, des Zentrums für Unternehmertum und des Frauen NGO Sektors.

Wesentlich zur Konferenz trug Herr Frank van den Heuvel, Vertreter der Eduardo Frei Stiftung, bei. In seinem Vortrag und der nachfolgenden Diskussion schilderte er die holländischen Erfahrungen und Entwicklungen in Bezug auf das Thema. Er betonte, dass politische Stabilität eine entscheidende Voraussetzung für die gesamte wirtschaftliche Entwicklung ist.

Die deutschen Erfahrungen, ebenso durch Vortag und nachfolgender Diskussion, stellte Frau Claudia Nolte, Leiterin der Außenstelle der Konrad Adenauer Stiftung, vor. Frau Nolte stellte durch eine Vergleichsanalyse die zeitlichen Entwicklungen im Bereich der Frauenunternehmerschaft in den beiden Teilen Deutschland sowie dem wiedervereinten Deutschland dar. Sie betonte, dass die Existenzgründungen durch Frauen in Deutschland zunehmen. Um diesen Prozess weiter zu fördern, gibt es in Deutschland inzwischen ein umfangreiches Beratungsangebot sowie gute Angebote kleiner Kredite für Unternehmensgründungen. Entscheidend ist ein Klima, dass die Bereitschaft zur Selbständigkeit fördert und Frauen in ihrem Selbstbewusstsein stärkt.

Als einheimische Referentinnen nahmen an der Konferenz Frau Nada Drobnjak, Leiterin des montenegrinischen Regierungsbüros für Gleichstellungsfragen, Frau Budimka Mickovic, Vertreterin des Zentrums für Unternehmerinnen, Frau Ljiljana Bozovic, Regierungsagentur für kleine und mittlere Unternehmen, Frau Maja Masanovic, montenegrinisches Arbeitsamt, sowie Unternehmerinnen teil. In ihren Vorträgen und der nachfolgenden Diskussion Probleme offen angesprochen und Entwicklungsvorschläge eingebracht:

•Vertreterinnen der montenegrinischen politischen Parteien, der Zivilgesellschaft, Unternehmerinnen und Vertreterinnen der Staatsverwaltung, die an der Konferenz “Frauen und Unternehmerschaft“ teilgenommen haben, erläutern, dass eine weitere wirtschaftliche Entwicklung nur bei einem gleichberechtigem Zutritt der Frauen zu den wirtschaftlichen Ressourcen und bei der Gestalltung der Wirtschaftspolitik und Programme möglich ist.

•Empfehlen den NGO im Sektor Frauenpolitik und dem montenegrinischen Regierungsbüro für Gleichstellungsfragen die Gründung von Unternehmerinnennetzwerken zu initieren.

•Die montenegrinische Regierung wird aufgefordert, eine institutionelle Unterstützung des Unternehmertums, speziell auch für Frauen, zu leisten.

•Dies kann durch Ausarbeitung von Stimulations-Bildungsprogrammen für Frauen erreicht werden (Unternehmerinnenakademie, Monitoringangeboten u.a.)

•Unterstützung der Bereitschaft zur Selbständigkeit durch Bildungsprogramme in den Schulen.

•Die Regierungsagentur für mittelständliche Unternehmen wird aufgefordert, dass Programm „Unternehmerklubs in Grundschulen“ weiterzuführen.

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Sanija Šljivančanin

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Project Coordinator, MONTENEGRO

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