Globalisierung

Der Begriff Globalisierung erfährt derzeit als Modewort vielfältige Interpretationen und wird in unterschiedlichen Disziplinen der Wissenschaft diskutiert. So z. B. von Politikwissenschaftlern, Soziologen, Theologen, Juristen und Kulturwissenschaftlern. Die Globalisierung kann daher als ein originär interdisziplinäres Phänomen verstanden werden. Damit erklären sich auch die Komplexität und die Schwierigkeiten, die im wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Diskurs zu dieser Thematik auftreten.

In der vorherrschenden ökonomischen Definition umschreibt Globalisierung das Phänomen der modernen internationalen Arbeitsteilung, wie sie sich seit den 70er Jahren herausgebildet hat. Dieser Aspekt steht auch im Mittelpunkt des folgenden Beitrags.

Die aktuelle internationale Arbeitsteilung ist durch vier unterschiedliche, gleichwohl miteinander verbundene Aspekte zu charakterisieren:

  1. hohe Offenheitsgrade der Güter- und Dienstleistungsmärkte,
  2. Internationalisierung der Produktion (Multinationale Unternehmen),
  3. weltweite Verflechtung der Finanzmärkte,
  4. zunehmende internationale Migration.
Die Zuwachsraten der internationalen Leistungs- und Kapitaltransaktionen lagen in den letzten drei Jahrzehnten regelmäßig über den Zuwachsraten der nationalen Sozialprodukte. Dadurch hat sich eine immer größere Bedeutung internationaler im Vergleich zu nationalen wirtschaftlichen Aktivitäten ergeben. Hinzu treten insbesondere in den letzten Jahren vermehrt ökonomisch und politisch motivierte Wanderungen von Menschen in andere Staaten. Derartige Migrationsbewegungen sind zwar historisch gesehen nicht ungewöhnlich. Noch im 19. Jahrhundert sind über 30 Millionen Menschen aus Europa ausgewandert, vornehmlich in die Überseeischen Gebiete. Auch waren damals bereits sehr intensive internationale Kapitalverflechtungen zu beobachten, so dass von einer frühen Welle der Globalisierung gesprochen wird. Zusammen begründen diese Entwicklungen damals wie heute das Kernphänomen der Globalisierung. Als wesentliche Ursachen der aktuellen Globalisierungswelle können die folgenden Faktoren genannt werden:

  1. (Erneute) Liberalisierung des Handels- und des Kapitalverkehrs nach dem Zweiten Weltkrieg (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen – GATT – WTO).
  2. Die technologische Entwicklung. Durch sie sind die Informations- und Transportkosten über Jahrzehnte hinweg auf einen Bruchteil der Ausgangswerte gesunken. Gleichzeitig machten es präzisere Produktions- und Organisationsmethoden möglich, komplexe Produktionsprozesse und Dienstleistungen in immer stärkerem Maße aufzuteilen (Fragmentierung der Produktionsprozesse) und international zu diversifizieren.
Es sind insbesondere die Internationalisierung der Produktion und das damit verwandte Phänomen der neuen Formen der Internationalisierung sowie die weltweit nahezu zeitgleiche Verfügbarkeit von Informationen, die die heutige Globalisierung von früheren Entwicklungen unterscheidet.

Die Konsequenzen der ökonomischen Globalisierung sind beträchtlich und reichen weit in andere Themenbereiche hinein. So bestehen die unmittelbaren Auswirkungen für die Konsumenten vor allem in einer zunehmend differenzierten Verfügbarkeit international produzierter Güter und Dienstleistungen zu vergleichsweise geringen Preisen. Für die Produzenten bietet der globale Markt einerseits neue Absatzchancen, er setzt sie andererseits aber auch einer intensiven internationalen Konkurrenz aus. Die laufende Entstehung neuer Chancen am Markt (Erschließung neuer Märkte mit neuen Produkten) und die sich dadurch ebenfalls immer wieder neu formierenden Herausforderungen des internationalen Wettbewerbs werden als eine wichtige Triebfeder des internationalen Wirtschaftswachstums angesehen. Besonders weit hat die technologische Entwicklung der letzten Jahrzehnte in den Kommunikationstechniken und der Datenverarbeitung den Globalisierungsprozess der Finanzmärkte vorangetrieben. Derzeit wird das Volumen des weltweiten Devisenumsatzes auf etwa das 50-fache des Handels mit Waren und Dienstleistungen geschätzt.

Die Globalisierung geht im realwirtschaftlichen wie im monetären Bereich mit einer Zunahme der internationalen Interdependenzen einher, die auch politisch relevant ist. So verringert sich für die nationale Wirtschaftspolitik insoweit der Handlungsspielraum, als Entscheidungen, die die Standortbedingungen und/oder die makroökonomischen Daten verändern, rasch und fühlbar ökonomische Rückwirkungen wie Änderungen der Kapital- und Handelsströme und/oder der Standortentscheidungen international operierender Unternehmen hervorrufen (Systemwettbewerb). Die Beschränkung der Handlungsmöglichkeiten der nationalen Wirtschaftspolitik wird je nach Standpunkt als eine Gefahr für den Wohlfahrtsstaat (race to the bottom) oder als wirksames Mittel gegen unsolide Wirtschaftspolitik in den Nationalstaaten (Eindämmung eines überbordenden Wohlfahrtsstaates) interpretiert (Staatsverschuldung). Gefahren für den Nationalstaat werden auch in den Unwägbarkeiten der weitgehend unregulierten internationalen Finanzmärkte (Spekulation) und im zunehmenden Konkurrenzdruck aus dem Ausland (Billiglohnländer) gesehen.

Bei der Beurteilung dieser Sachverhalte ist zunächst zu beachten, dass die Globalisierung die Folge einer zunehmend offenen Weltwirtschaft ist. Diese erlaubt es, Güter und Leistungen über die Grenzen hinweg zu tauschen und die Leistungserstellung zu optimieren (internationale Allokation der Ressourcen), so dass alle Beteiligten daraus Vorteile ziehen können. Diese Vorteile werden von den meisten Fachleuten als so bedeutend angesehen, dass sie als wichtiger Beitrag zu der ökonomisch einzigartigen wirtschaftlichen Entwicklung seit dem Zweiten Weltkrieg gewertet werden (Wachstumswirkung der Außenwirtschaft). Aus politischer Sicht schließlich ist der positive Beitrag offener ökonomischer Systeme zur Entwicklung und Stabilisierung offener (demokratisch legitimierter) Gesellschaftssysteme hervorzuheben.

Populäre Behauptungen, die Globalisierung sei verantwortlich für die sich öffnende Schere zwischen armen und reichen Staaten, halten indes einer genaueren Überprüfung nicht stand. Allerdings ist zu erwarten, dass diejenigen Staaten, die sich der Globalisierung verweigern, auch an ihren Erfolgen nicht teilhaben und daher auf der weltweiten Einkommensskala zurückfallen werden.

Um eine sinnvolle Aussage über die Wirkung der Globalisierung auf die internationale Einkommensverteilung (gemessen an unterschiedlichen Raten des wirtschaftlichen Wachstums) treffen zu können, ist es daher erforderlich, die Entwicklung sog. „offener“ (Globalisierer) und „geschlossener“ Volkswirtschaften (Globalisierungsverweigerer) getrennt zu untersuchen. Solche Studien zeigen in eindrucksvoller Weise, dass sich die viel diskutierte Schere zwischen „arm und reich“ nicht etwa zwischen armen und reichen Staaten geöffnet hat, sondern zwischen solchen Staaten, die an der Globalisierung teilhaben und solchen, die sich ihr verweigern. Dies können jeweils arme, aber auch reiche Staaten sein. In der Tat zeigen empirische Studien, die diese Unterscheidung nutzen, dass die globalisierenden Entwicklungsländer in den letzten Jahrzehnten etwa viermal so schnell wuchsen wie die nicht globalisierenden und doppelt so schnell wie die reichen Industriestaaten. Globalisierung, das wird aus diesem Blickwinkel deutlich, ist nicht ein Problem für die Entwicklung der armen Staaten, sondern ein Teil der Lösung des Problems der Unterentwicklung!

Dennoch bringt die Globalisierung besonders in den hochentwickelten Staaten häufig Irritationen und Ängste hervor, die nicht immer unbegründet sind. Zum einen liegt dies an der hohen Volatilität der internationalen Finanzmärkte, die auf Veränderungen ökonomischer und politischer Daten und deren Einschätzung (Erwartungsbildung) mit raschen und oft unerwartet heftigen Veränderungen der Kapitalströme (over shooting) reagieren.

Dies hat sich mit Nachdruck in der großen Banken- und Finanzkrise gezeigt, die die Weltwirtschaft Ende 2008 nahe an den Zusammenbruch getrieben hat. Diese Krise, deren vielfältige Ursachen hier nicht diskutiert werden können (Stichworte sind u. a. Fehlentwicklungen auf wichtigen Immobilienmärkten, eine zu sorglose Geldpolitik in den USA, zunehmende makroökonomische Ungleichgewichte zwischen den großen Handelsblöcken und eklatante Defizite bei den internationalen Institutionen zur Regelung der Finanzströme), ist insofern zumindest mittelbar auch im Zusammenhang mit der Globalisierung zu sehen, als diese die Entwicklung der Finanzmärkte mit ihren vielfältigen Interdependenzen und Wirkungskanälen erst ermöglicht hat. Starke Interdependenzen zwischen den Staaten und zwischen Realwirtschaft und monetärem Sektor wiederum fördern bei dem gegebenen Stand der Kommunikationstechnologien die rasche Übertragung ökonomischer Impulse und erhöhen im Krisenfall die Systemrisiken.

Die aktuellen Reformen der Finanzmärkte (und des Internationalen Währungsfonds) zielen darauf ab, die Transparenz des Systems sowie die Verlässlichkeit der Daten und der Teilnehmer zu erhöhen, ohne die Vorteile des freien Kapitalverkehrs zu opfern. Dies sind wichtige Ansätze zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit des monetären Systems. Es ist aber zweifelhaft, ob sie ausreichen werden, um die kommenden Aufgaben zu bewältigen.

In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, dass eine funktionierende internationale Finanzordnung (anders als im realwirtschaftlichen Bereich die Welthandelsorganisation „WTO“) bislang nicht geschaffen werden konnte. In der Schließung dieses institutionellen schwarzen Lochs ist eine der großen internationalen politischen Aufgaben der Zukunft zu sehen. Eine weitere zeichnet sich vor dem Hintergrund anhaltender makroökonomischer Ungleichgewichte und drohender Währungskriege mit der Notwendigkeit einer engeren Verzahnung realwirtschaftlicher und monetärer Politikfelder ab. Dabei muss wieder stärker ins Bewusstsein gerückt werden, dass handelspolitische Instrumente und die Manipulation von Wechselkursen weitgehend als Substitute der Protektion fungieren und auch in dieser Weise strategisch genutzt werden (Merkantilistische Handelspolitik).

Irritationen mit Blick auf die Globalisierung werden in den reichen Ländern auch durch die raschen und zum Teil einschneidenden strukturellen Veränderungen hervorgerufen, denen die modernen Volkswirtschaften zwar generell unterliegen, die durch die forcierte internationale Arbeitsteilung aber noch verstärkt werden. Konkret bedeutet dies, dass wachsende Volkswirtschaften unter dem Einfluss des technischen Fortschritts systematischen (und darüber hinaus auch zufälligen) Veränderungen unterliegen, die zu laufenden Anpassungen der Angebots- und Nachfragestrukturen führen (müssen). Die Folge ist, dass auch die Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit immer wieder neu ausgerichtet werden müssen. Während die Umwidmung des Kapitals im Zuge des laufenden Investitionsgeschehens in einem Marktsystem weitgehend problemlos erfolgt, ist dies bei der Anpassung der Arbeitsmarktstrukturen häufig schwieriger, da hier die Lebensentwürfe der Menschen tangiert und im Einzelfall auch nachhaltig negativ beeinflusst werden können.

Auf ein grobes Raster reduziert kann gesagt werden, dass sich der Prozess der wachstumsbedingten ökonomischen Veränderungen sektoral von der Landwirtschaft zur Industrie und schließlich hin zu den Dienstleistungen vollzieht. Mit Blick auf die Beschäftigung geht damit zusätzlich zu den sektoralen und geographischen Veränderungen (Verstädterung) eine laufende Zunahme der Ausbildungs- und Spezialisierungsanforderungen einher - und damit uno actu eine relativ abnehmende Nachfrage nach nicht oder gering ausgebildeten Arbeitskräften. Diese zwangsläufigen Begleiterscheinungen wirtschaftlichen Wachstums (und gesellschaftlicher Entwicklung) werden dann zu einem Problem, wenn die Mobilitätsanforderungen der sich entwickelnden Gesellschaft den Lebensentwürfen der Menschen zuwider laufen und Mobilität zur Last werden lassen. Die Globalisierung mit ihrem Versprechen, zunehmenden Wohlstand zu ermöglichen, verschärft diese Problematik insofern, als sie die Mobilitätsanforderungen an den Einzelnen erhöht, indem sie die strukturellen Veränderungen forciert und insbesondere den Anpassungsdruck auf weniger ausgebildete Arbeitskräfte verstärkt (Billiglohnkonkurrenz).

Man kann daher sagen, dass die Globalisierung zwar eine Option bietet, höheren Wohlstand zu generieren, jedoch um den Preis, dass die Menschen eine höhere „Mobilitätslast“ auf sich nehmen müssen. Dem steht entgegen, dass die Menschen in den hochentwickelten Ländern eher weniger bereit zu sein scheinen, einschneidende Veränderungen ihrer persönlichen und ökonomischen Lebensbedingungen in Kauf zu nehmen. Anpassungsbereitschaft und Anpassungserfordernisse entwickeln sich mithin im Zuge der Erwirtschaftung höheren Wohlstands tendenziell gegenläufig und untergraben damit die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Teilnahme an der Globalisierung. Wird dem nicht rechtzeitig gegengesteuert, weil es bequemer ist, dem (plausiblen) Verlangen nach einer Aufrechterhaltung des Status quo für einzelne Interessengruppen nachzukommen, statt für die Akzeptanz von Veränderungen zu werben, politisch geschaffene Mobilitätshindernisse abzubauen und die Bildungssysteme zu stärken, droht auf Dauer der ökonomische und gesellschaftliche Niedergang. Eine Abkehr von der freien internationalen Arbeitsteilung wird dann in Verkennung der Zusammenhänge schnell gefordert – freilich um den Preis eines umso rascher schwindenden Wohlstands, zunehmender Beschäftigungsprobleme und schließlich des Kollaps der sozialen Systeme.

In diesem Zusammenhang sind auch die Konsequenzen der internationalen Migration von Bedeutung. Aus ökonomischer Sicht führt die Migration von Arbeitskräften tendenziell zu einer Angleichung der internationalen Lohnrelationen und lässt daher einen aus der globalen Sicht wünschenswerten Effekt erwarten. Darüber hinaus kann die Migration von ausgebildeten Arbeitskräften die Knappheit spezifischer Kenntnisse auf den Arbeitsmärkten der Zuwanderungsländer mindern. Dies ist insbesondere in solchen Staaten der Fall, in denen die Ausbildungssysteme nicht den neuen Herausforderungen entsprechend angemessen entwickelt wurden, und in denen ein Bevölkerungsschwund zu erwarten ist (zumindest eine dieser beiden Bedingungen ist in vielen Industriestaaten anzutreffen). Die Auswirkungen der Abwanderung von Leistungsträgern aus den Entwicklungsländern (brain drain) sind indes weitaus schwieriger abzuschätzen. Die frühe Literatur zu diesem Thema kam zu e indeutig negativen Ergebnissen. Unter dem Eindruck neuerer Untersuchungen zur sog. reverse migration scheint sich derzeit eine Neubewertung abzuzeichnen. Dabei spielen positive Rückkopplungseffekte und die spezifischen Bedingungen im Abwanderungsland eine wichtige Rolle.

Umgekehrt wird in den Hochlohnländern eine massive Zuwanderung von wenig ausgebildeten Arbeitskräften als Bedrohung angesehen, weil sie zu weiteren Belastungen der (oft bereits überbesetzten) unteren Lohngruppen führen kann.

Schließlich ist festzuhalten, dass sich die Migrationsproblematik insbesondere in den Industriestaaten nicht auf die schlichte Diskussion ökonomischer Effekte beschränken kann. Vielmehr werden in diesem Kontext immer dann Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz von Zuwanderung bedeutsam, wenn quantitativ bedeutsame (d. h. die gesellschaftlichen Strukturen im Zuwanderungsland nachhaltig verändernde) Wanderungsbewegungen anstehen. Es liegt auf der Hand, dass der Umgang mit fremden kulturellen Vorstellungen und die Fragen der angemessenen Integration von Zuwanderern eine zunehmende Bedeutung erlangen werden. Man muss nicht Huntingtons These vom Zusammenstoß der Kulturen folgen, um sich der Behauptung anzuschließen, dass durch die in der globalisierten Welt künftig zu erwartenden massiven Wanderungsbewegungen zwischen den Kulturkreisen weiterer gesellschaftlicher Zündstoff in den Zuwanderungsländern (aber nicht nur dort) entstehen dürfte.

Die marktwirtschaftliche Antwort auf diese Herausforderungen der Globalisierung liegt erstens in der Entwicklung einer verstärkten Anpassungsbereitschaft der einzelnen Menschen. Dazu muss das Verständnis der komplexen Abläufe der sich permanent ändernden modernen Gesellschaften ebenso gefördert werden wie ein allgemeines Klima der Akzeptanz neuer Entwicklungen und der Tolerierung des (der) Fremden. Darüber hinaus sind die Schaffung qualifizierter Ausbildungs- und Erziehungssysteme und die Optimierung der Bedingungen für Forschung und Entwicklung zentrale Aufgaben der im globalen Innovationswettbewerb stehenden hoch entwickelten Volkswirtschaften.

Zweitens wird auch die Schaffung mobilitätsfreundlicher internationaler politischer Rahmenbedingungen an Bedeutung gewinnen (Internationale Organisationen).

Eine mögliche Antwort auf die globalen Herausforderungen wird seit Anfang der 90er Jahre in der Schaffung regionaler Integrationsabkommen gesehen. Dies hat dazu geführt, dass die globale Weltwirtschaft inzwischen von einem engen Netz regionaler Wirtschaftszonen überlagert wird, das in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Multilateralismus des globalen Ansatzes steht (Spaghetti Bowl Syndrom) und diesen auf Dauer gar verdrängen könnte (Integration). Ob die Regionalisierung der Weltwirtschaft eine erfolgversprechende Weiterentwicklung der bislang vorwiegend multilateral angelegten Globalisierung darstellt, ist umstritten.

Kaum strittig, zumindest unter Ökonomen, dürfte indes die Feststellung sein, dass eine Abkehr von offenen Märkten keine zukunftsfähige Strategie darstellt. (Außenwirtschaft)

Diagramm: Indikatoren der Globalisierung

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Literaturhinweise:

  • Berg, H. (Hrsg.) (1999), Globalisierung der Wirtschaft: Ursachen – Formen – Konsequenzen, Schriften des Vereins für Socialpolitik, Band 263, Berlin;
  • Siebert, H. (ed.) (2003), Global Governance: An Architecture for the World Economy, Berlin et al.;
  • World Bank (2002), Globalization, Growth and Poverty: Building an Inclusive World Economy, Washington, D.C.
Heinz G. Preuße