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Realität gegen Rhetorik

by Victoria Rietig

Warum mehr Syrer in ihr Heimatland zurückkehren und was das für Deutschland bedeutet – und was nicht. Ein Erfahrungsbericht aus dem Libanon

Migration und Flucht ist eins der drängendsten Probleme der heutigen globalen Politik. Besonders betroffen war dieses Jahrzehnt der Nahe Osten, der als Reaktion auf Krieg, Terror und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit – zum Schauplatz einer Migrationsbewegung wurde, die weltweit zu humanitären Notständen führte. Im Fokus stehen hier Syrien und der Irak, deren Bevölkerung entweder innerhalb der Region, aber in großen Teilen auch über Kontinente hinweg, vor dem sogenannten Islamischen Staat und vor Terror der eigenen Regierungen floh.

Der Libanon hat als kleiner Mittelmeerstaat  (zum Vergleich: das Land ist ca. halb so groß wie Hessen) international die meisten Flüchtlinge pro Einwohner aufgenommen und muss sich in vielfacher Hinsicht mit den Folgen auseinander setzen. Eine Delegation deutscher Flucht- und Migrationsexperten besuchte das Land auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Mai 2019 und konnte sich vor Ort ein eigenes Bild der Situation machen. Während Augenzeugen aus der Autonomen Region Kurdistan und aus Mosul auch Einblicke über die Situation der Binnenflüchtlinge im Irak vermittelten, lag ein starker Fokus der Reise darauf, die Lage der syrischen und auch palästinensischen Flüchtlinge im Libanon besser kennenzulernen. Die Eindrücke dieser Exkursion sowie die Auswirkungen der Nahost-Flüchtlingskrise auf Deutschland diskutiert Victoria Rietig, Senior Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), in der neusten Ausgabe der Zeitschrift Internationale Politik.

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Nauel Semaan

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