Veranstaltungsberichte

Sommeruniversität des Rákóczi Verbandes in Sátoraljaújhely vom 21.-26. August 2019

von Ayebatonyeseigha Christ
Der Rákóczi Verband engagiert sich seit seiner Gründung im Jahre 1989 für die Verbesserung der Kontakte zwischen den ungarnstämmigen Jugendlichen u.a. aus Ungarn, der Slowakei, Rumänien, Serbien und der Ukraine. Zu diesem Zweck organisiert der Verband jährliche Sommerveranstaltungen. Das diesjährige Treffen, das erstmals in der neuen Rákóczi Bildungsstätte in Sátoraljaújhely stattfand, brachte über 100 junge Menschen zusammen. Auch in diesem Jahr unterstützte die Konrad-Adenauer-Stiftung die Veransatltung. Experten aus Politik und Wissenschaften, u.a. Kanzleramtsminister Gergely Gulyás und der stellv. Außenminister Levente Magyar, diskutierten mit den Teilnehmern über europäische und nationale Themen.
Frank Spengler, Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Ungarn, stellte die Ziele und Arbeitsweise der Stiftung vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Förderung des Demokratieverständnisses und die europäische Integration. Anlässlich des „Paneuropäischen Picknicks von 1989” ging Spengler insbesondere auf die Bedeutung der deutsch-ungarischen Beziehungen ein. 1989 sei aber auch für viele andere Nationen ein Schicksalsjahr gewesen. In Ungarn wäre der erste Stein aus der Berliner Mauer geschlagen worden, so Spengler in Anlehnung an Bundeskanzler Helmut Kohl. Mit dem Fall der Mauer konnte die Spaltung Europas überwunden werden.

Frank Spengler erinnerte an das gemeinsame Band der Freiheit, das Deutsche und Ungarn verbinde und zitierte die Inschrift eines Denkmals auf dem Platz des Paneuropäischen Picknicks in Sopronpuszta: ,,ein unterdrücktes Volk hat einem anderen unterdrückten Volk zur Freiheit verholfen“. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Jugendlichen Fragen stellen. Im Mittelpunkt dabei stand das deutsch-ungarische Verhältnis.


 

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