Publikationen

„Auf null gestellt“

Politischer Neuanfang nach dem Machtwechsel in Südkorea

Auf die sonst übliche rund zweimonatige Übergangsphase zwischen Wahltag und Amtsübernahme musste der frisch gewählte Präsident Moon Jae-in verzichten. Seine Vorgängerin, die die Amtsgeschäfte hätte führen können, war schlichtweg nicht mehr da. Seit Park Geun Hye im März ihres Amtes enthoben worden war, war der Posten an der Spitze des Staates vakant. Schon in den Monaten zuvor, seit Bekanntwerden der Korruptionsvorwürfe gegen seine Vorgängerin, lag der Skandal wie ein bleierner Ballast auf Präsidialadministration und Regierung. Zahlreiche Beobachter werten die Wahl Moons als Zäsur.

콘라드 아데나워 재단 한국 사무소 2017년 장학생 선발

콘라드 아데나워 재단 한국사무소는 2017년 9월 장학생 선발을 진행합니다. 석사 혹은 박사과정을 독일에서 공부하고자 하는 학생들의 많은 지원을 바랍니다. (학사과정은 지원대상이 아닙니다.)

Präsidentin entmachtet, Vertraute in Haft – und die Kerzen brennen weiter

Parlament stimmt für Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Park Geun-Hye

41 Tage nach der ersten „Kerzenlicht-Kundgebung“ am 29. Oktober hat die insgesamt 300 Mitglieder umfassende südkoreanische Nationalversammlung am 9. Dezember 2016 mit überwältigender Mehrheit das Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Park Geun-hye in Gang gesetzt (243 Ja-Stimmen, 56 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen und 7 ungültigen Stimmen).

„Die Rechnung bitte!“

Die Amtszeit der südkoreanischen Präsidentin Park versinkt in Korruption und politischem Chaos

Alte Grund- und Glaubenssätze gelten in der südkoreanischen Politik plötzlich nicht mehr. Ganze Familien, Schüler, Studenten, Angestellte, ob konservativ, liberal oder politisch links orientiert – sie alle ziehen auf die großen Boulevards der Städte und demonstrieren gegen Präsidentin Park Geun-hye. Was ist passiert?

„Die Kandidaten stehen mehr im Fokus als die Inhalte“

KAS-Büroleiter in Korea über die Regierungs- und Oppositionsparteien im Parlamentswahlkampf

In Südkorea wird ein neues Parlament gewählt und laut Prognosen liegt die konservative Saenuri-Partei von Präsidentin Park Geun Hye vorn. Doch die Wahl am 13. April könne nicht losgelöst von der politisch noch bedeutenderen Wahl des Staatsoberhauptes im Herbst 2017 betrachtet werden, erläuterte Stefan Samse, Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Korea im Interview mit der Deutschen Welle. „Der Blick auf beide Wahltermine prägt die politische Auseinandersetzung“, sagte Samse.

Sicherheitsgesetze und Parteiverbote

Ist der Rechtsstaat in Südkorea unter Beschuss?

Mit dem Ausschluss der sechs Abgeordneten der Unified Progressive Party aus dem Parlament und dem darauf folgenden Verbot der Partei auf Antrag der Regierung von Park Geun-hye in 2014 ist die Anwendung der umfassenden „Sicherheitsgesetze“ in der politische Praxis in den Fokus gerückt. Nun stellt sich die Frage, inwieweit der für das demokratische Südkorea bisher einma-lige Vorgang eines Parteiverbots die Grenze der politischen Einflussnahme überschritten hat oder gar eine Gefahr für die Gewaltenteilung in Südkorea darstellt.

Unfähig zuzuhören - Zum Schweigen verurteilt?

Der Generationenkonflikt Südkoreas

„Wie geht es euch, Leute?“, schrieb der Künstler Ju Hyun-woo auf ein Plakat, das er im Dezember 2013 an einer Wand der Korea-Universität in Seoul befestigte. Darunter gab er seine Meinung zur Regierungspolitik und aktuellen gesellschaftlichen Problemen bekannt. Innerhalb weniger Tage waren an den Wänden diverser koreanischer Universitäten zahlreiche solcher Plakate zu sehen, voll leidenschaftlicher Texte und politischer Statements. Ein bis dato eher unbekanntes Maß an politischem Engagement junger Südkoreaner.

Wer gewinnt, wer verliert? Eine koreanische Wiedervereinigung im Völkerrecht

„Als erstes werden wir die Verträge Nordkoreas mit China für null und nichtig erklären.“ Diese apodiktische Aussage machte vor einiger Zeit der Vertreter eines südkoreanischen Verfassungsorgans gegenüber einem der Ko-Autoren dieses Berichts. Seine Ankündigung warf die Frage auf, wie eine mögliche koreanische Wiedervereinigung heutzutage vom Völkerrecht bewertet werden würde und welche Konsequenzen sich daraus für beide koreanischen Staaten, ein neues Gesamtkorea, aber auch für Drittstaaten ergeben könnten.

Der Blick zurück verstellt die Sicht auf die Vision der Zukunft

Südkoreas Beziehungen zu Japan

Die Titelbilder koreanischer Zeitungen vom 3. November 2015 sagten mehr als tausend Worte: kein Lächeln, sondern nur ernste Gesichter auf beiden Seiten. Das durchaus epochale Gipfeltreffen zwischen der südkoreanischen Staatspräsidentin Park Geun-hye und dem japanischen Premierminister Shinzo Abe am Tag zuvor in Seoul, eingebettet in den als Anlass und Rahmen kreierten Dreiergipfel mit China, war ein Erfolg mit bitterem Beigeschmack.

Flucht und Migration

Weltweite Reaktionen

Die Themen Flucht und Migration stehen bereits seit längerem im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung Deutschlands und Europas und haben mit der jüngsten Zuspitzung der Flüchtlingsproblematik eine rasante Dynamik entwickelt. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat zusammengetragen, wie das Thema in anderen Regionen der Welt wahrgenommen wird und welche eigenen Erfahrungen es dort gibt. Darüber hinaus haben unsere Auslandsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen die aktuelle Stimmung und den Tenor politischer Diskussionen in den Mitgliedsstaaten der EU und ihren Anrainer-Staaten eingefangen.