Emissionshandelssysteme (ETS) aus Investorensicht

Europäische Erfahrungen für Asien

November17Freitag

Datum/Uhrzeit

17. November 2017, 09.00 - 18.30

Ort

Hong Kong SAR, Hong Kong, China

mit

Prof. Jolene Lin, Nationaluniversität Singapur; Prof. Yuhong Zhao, Chinesische Universität Hongkong; Navraj Singh Ghaleigh, Universität Edinburgh; Prof. Benoit Mayer, Chinesische Universität Hongkong; Dr. Peter Hefele, KAS RECAP

Typ

Workshop

Die rechtswissenschaftliche Fakultät/CUHK Hongkong und das Asien-Pazifik-Zentrum für Umweltrecht/NUS Singapur untersuchen Herausforderungen, rechtliche Aspekte und Investitionsperspektiven im Rahmen unterschiedlicher Emissionshandelssysteme.

In der jüngeren Zeit hat sich der Schwerpunkt der Entwicklung von Emissionshandelssystemen (ETS) zunehmend nach Asien verlagert. Beispiele sind die Einführung von ETS in China, Südkorea, Japan (Tokyo) und Kasachstan. Die Nutzung von ETS in Asien orientiert sich dabei an der Einführung des Emissionshandels als ein wesentlicher Baustein der Klimapolitik der Europäischen Union.

Emissionshandel zielt in der Theorie darauf ab, eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes kosteneffizienter als über herkömmliche Regulierung und Besteuerung zu erreichen. In der praktischen Umsetzung ist es ETS bislang allerdings nicht gelungen, ausreichende Investitionen in die Emissionsminderung zu stimulieren. In der EU beispielsweise kritisieren Investoren das ETS für seine mangelnde Transparenz und die zu niedrigen Preise für Emissionszertifikate. Deshalb wurde ETS-EU reformiert, um bestehende Hindernisse für Investitionen abzubauen. Grundsätzlich sind auch höhere und stabilere Emissionspreise sind nötig, um die Dekarbonisierung der Wirtschaft voranzutreiben.

In Asien ist Beziehung zwischen ETS und Investitionen in emissionsarme Systeme noch wenig erforscht. Der Workshop beschäftigt sich mit den Erfahrungen der EU bei der Regulierung von ETS und den Auswirkungen auf das Investitionsverhalten. Daraus können Schlüsse für die Regulierung der ETS in Asien, besonders China, entwickelt werden. China - der weltgrößte Verursacher von Treibhausgas-Emissionen (GHG) - schafft gerade ein vereinheitlichtes landesweites ETS, um seinen Ausstoß an GHG zu stabilisieren und nach Möglichkeit zu verringern.

Dieser Workshop untersucht aus rechtswissenschaftlicher Sicht die Effektivität bestehender ETS mit Blick auf Investionen in eine Dekarbonisierung in der EU und China. Die Veranstaltung analysiert vergleichend die regulatorischen Hürden und sucht nach möglichen Lösungen.

In einem eintägigen Workshop diskutieren Wissenschaftler und Vertreter der Privatwirtschaft aus Europa und Asien die folgenden Themen:

  • ETS als Treiber von Investitionen in emissionsarme Systeme? Erfahrungen aus dem ETS der EU
  • ETS und Investitionen in emissionsarme Systeme in China: Lektionen aus den Sieben Pilotprojekten
  • Das Konzept der Investitionen in der Gestaltung eines nationalen ETS in China: Regulatorische und institutionelle Perspektiven
  • Investitionen in emissionsarme Systeme im globalen Emissionsmarkt

Anfahrt

Größere Kartenansicht

Kohlekraftwerk

Chinas Emissionshandelssystem wird nach der Menge des betroffenen CO2-Ausstoßes der größte Emissionsmarkt der Welt sein.

Ansprechpartner

Johannes Vogel

Projektkoordinator

Johannes Vogel
Tel. +852 2882 2849
Fax +852 2882 8515
Sprachen: Deutsch,‎ English,‎ tiếng Việt,‎ 日本語,‎ 中文,‎ Kantonesisch

Partner

Chinese University of Hong Kong (CUHK)National University of Singapore (NUS)