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Konrad-Adenauer-Stiftung (Logo)Veranstaltungsberichte

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Mehr als 1 100 Journalisten aus aller Welt haben in der vergangenen Woche die Global Investigative Journalism Conference 2017 in Johannesburg, Südafrika, besucht. Dabei war auch die Konrad-Adenauer-Stiftung: Auf Einladung des Medienprogramms Subsahara Afrika konnten fünf JONA-Stipendiaten der KAS als Videoreporter in der internationalen Konferenzredaktion mitarbeiten.

Die jungen Journalisten hatten alle Hände voll zu tun: Es galt Veranstaltungen auf Deutsch und Englisch zusammenzufassen, Tipps und Tools in die Welt zu twittern, Interviews mit Topjournalisten zu drehen und die Stimmung auf dem Campus der University of Witwatersrand, kurz Wits genannt, mit der Kamera einzufangen. Die Videos, darunter mehr als 20 Interviews mit Rechercheuren aus den USA, den Philippinen und Nigeria, finden sich auf der Konferenzwebseite oder im Youtube Channel des Veranstalters Global Investigative Journalism Network, GIJN (Links zum Channel GIJN/Playlist GIJC17 setzen oder zur Konferenzwebseite).

Neben der Mitarbeit im offiziellen Newsroom unterstützten die JONAlisten auch die Redaktion der Vuvuzela (Link). Für das studentische Magazins der Wits Universität konnten sie, zusammen mit Studierenden aus Südafrika und den USA, Webvideos drehen und die sozialen Kanäle des Magazins beliefern.

Zwischendurch gab es auch immer wieder mal Gelegenheit, selbst praktische Workshops zu besuchen, zum Beispiel zur Recherche in Datenbanken und im Deep Web, zu Datenverarbeitung oder zur Interviewführung. Alle Tipps und Tools der Konferenz unter: www.gijc2017.org/tipsheets.

In Johannesburg standen aber nicht nur praktische Fragen auf dem Programm, viele Podiumsdiskussionen drehten sich vor allem um grenzübergreifende Recherchen, darunter die Paradise Papers des internationalen Rechercheverbunds ICIJ (International Center of Investigative Journalism) oder die Recherchen zu Menschenhandel und Korruption des OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project). Eines wurde schnell klar: Der investigative Journalismus steht vor neuen Herausforderungen, die nicht an Ländergrenzen Halt machen. Wer zu Themen wie Migration, Menschenhandel, organisiertem Verbrechen oder internationalem Finanz- und Steuerbetrug recherchiert, braucht ein belastbares Netzwerk aus Kollegen, er braucht Ressourcen und angemessene Arbeitsmöglichkeiten.

In den Möglichkeiten zum Netzwerken liegt die Stärke einer Konferenz wie der GIJC: Hier können Journalisten ein weltweites Netzwerk pflegen und neue Kontakte knüpfen. Dass davon auch die fünf JONAlisten profitiert haben, verdanken sie dem Medienprogramm Subsahara Afrika. Neben Inspirationen und Kontakten nehmen die Fünf aber noch etwas aus Südafrika mit: die Vorfreude auf Hamburg. Dort wird in zwei Jahren die nächste GIJC stattfinden – mit der KAS als Kooperationspartner: #GIJC19.

Kontakt

AbbildungChristoph Plate
Leiter des Medienprogramms Subsahara-Afrika
Tel. +27 11 214 29 00
christoph.plate(akas.de


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