Christliche Werte und sozialer Wandel

Die Politische Meinung, (12/2003) 409

Die Politische Meinung beschließt das Jahr mit einem Themenheft zu "Christliche Werte und sozialer Wandel". Die Essays des Schwerpunktes setzen sich zunächst mit der Frage auseinander, wie sich die gesellschaftliche Verantwortung der Religion, insbesondere des Christentums heute konkret manifestieren kann. Es erscheint dabei als Korrektiv für Modernisierungsprozesse, als einigende, auch ökumenische Kraft und als orientierendes Pedant zur Politik. Im Weiteren bestimmen Begriffsanalysen die Voraussetzungen von Gerechtigkeit, Freiheit und Offenheit. Deren soziale Realität wird deutlich in den ihnen folgenden Beiträgen zum "homo oeconomicus", zu veränderten Familienstrukturen und zu den Anforderungen an Familien- und Bevölkerungspolitik. Das Thema beschließt ein Lob auf den Gott des Neuen Testamentes zum ausklingenden Jahr der Bibel. Unter der Rubrik "Wahlen heute" wird die nächste US-Präsidentschaftswahl ins Auge gefasst, sowie das Verhältnis von Personalisierung und Themensetzung in deutschen Wahlkampagnen. Die Sparte "Wissenschaft, Kultur, Literatur" beschreibt die dynamische Entwicklung der europäischen Hochschullandschaft und die Geschichte des Briefes als einer aussterbenden Form eines künstlerischen Ferngespräches. Die alljährliche literarische Weihnachtsgeschichte führt diesmal in die Spannung zwischen Einsamkeit und Gemeinschaftsritualen.

Bürgergesellschaft und christliche Verantwortung

Zu neuen Anforderungen in der postsäkularen Welt
Für Reflexion und sinnvolle Steuerung der gesellschaftlichen Modernisierung hält die Religion wesentliche Fähigkeiten bereit. Paul Nolte mehr...

Ein neues Element christlichen Lebens

Zu den Impulsen des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin
Das Christentum befindet sich zwar in gesellschaftlicher Defensive, hat aber ein großes Mobilisierungspotenzial. Eine beträchtliche Kraft liegt in der Ökumene wie der Ökumenische Kirchentag 2003 in Berlin gezeigt hat. Hans Joachim Meyer mehr...

Religion – eine Privatsache?

Das „C“ als politisches Programm
Das Spannungsverhältnis zwischen Religion und Politik hat sich die Union mit ihrer Orientierung am Christlichen zum Programm gemacht. Dies erfordert eine genaue Differenzierung zwischen dem Besonderen und dem Gemeinsamen des Politischen und des Religiösen. Norbert Lammert mehr...

Zum Begriff der Gerechtigkeit

Die philosophischen Hintergründe der aktuellen Debatte
Im Mittelpunkt der Gerechtigkeitsdebatte muss nicht der Egalitätsgedanke stehen, sondern der Begriff der Menschenwürde. Die philosophischen Hintergründe der aktuellen Debatte. Christoph Horn mehr...

Wie viel Pluralismus verträgt der Mensch?

Zu den kommunitären Herausforderungen des Liberalismus
Freiheit und Offenheit einer Gesellschaft setzen ein bestimmtes Gefüge von Werten voraus und bedürfen der Grenzziehung. Überlegungen zur Problematik des Kommunitarismus. Karl Graf Ballestrem mehr...

Die Wirklichkeit bestimmt das Bewusstsein

Zu Johano Strassers „Anmerkungen zum Menschenbild der modernen Ökonomie“
Der homo oeconomicus ist keine Erfindung des Neoliberalismus. Wirtschaftlicher Realitätssinn hat mit dem Ausverkauf von Werten nichts zu tun. Eine Antwort auf Johano Strasser. Hugo Müller-Vogg mehr...

Die Pyramide steht Kopf

Plädoyer für eine subsidiarische Familien- und Bevölkerungspolitik
Sollen ideelle wie materielle Grundlagen des Gemeinwesens gesichert werden, muss eine Umkehr des Bevölkerungsrückganges hin zu einer Steigerung der Geburtenraten stattfinden. Dazu ist eine subsidiarische Familienpolitik unerlässlich. Andreas Rödder mehr...

Das Familienbild im Wandel

Auf dem Weg zur glücklichen Wahlverwandtschaft
Das Familienideal hat sich verändert. Ein Bildvergleich veranschaulicht den Weg von einer zweckgebundenen Gemeinschaft hin zu einer glücklichen Wahlverwandtschaft. Eva Maria Welskop-Deffaa mehr...

Licht oder Finsternis?

Der Glaube an Christus bedeutet Angstüberwindung
Der Gott des Neuen Testamentes ist ein Gott der Angstüberwindung. Das ausklingende Jahr der Bibel gibt Anlass zu einem ermutigenden Zuspruch. Eugen Biser mehr...

Vorteil Bush?

Die USA ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen
Im November 2004 findet die nächste US-Präsidentschaftswahl statt. Hinsichtlich einer Wiederwahl gilt vor allem die nationale Sicherheit als Achillesferse des amtierenden Präsidenten. Heinrich Kreft mehr...

Moderner Themenwahlkampf

Ohne ein gesichertes Fundament wird jeder schöne Überbau beim nächsten Windstoß umgestoßen
Die Personalisierung politischer Kampagnen macht die Themen nicht zur Nebensache; sie ist lediglich eine andere Form, die wesentlichen Inhalte zu kommunizieren. Markus Karp, Udo Zolleis mehr...

angemerkt

Von Bologna nach Berlin
Anmerkungen zu den dynamischen Entwicklungen der europäischen Hochschullandschaft. Wolfgang Bergsdorf mehr...

Die Deutschen als Briefschreiber

Zur Geschichte des „künstlerischen Ferngespräches“
Im Zeitalter konkurrierender Medien hat der Brief kaum noch eine Chance. Ein Rückblick auf seine Rolle als Spiegel gesellschaftlicher Wertvorstellungen und als künstlerische Form des Ferngespräches. Wolf Scheller mehr...

Mit Weihnachten ist es nicht getan

Eine Kurzgeschichte um weihnachtliche Rituale, Einsamkeit und Selbstachtung. Gabriele Wohmann mehr...

Religiöse Relevanz der Kunst

gelesen
Horst Schwebel: Die Kunst und das Christentum. Geschichte eines Konfliktes. Markus Zink: Theologische Bildhermeneutik. Ein kritischer Entwurf zu Gegenwartskunst und Kirche. Daniela Tandecki mehr...

Zwei Wege – eine Partei

gelesen
Guido Hitze: Carl Ulitzka (1873–1953) oder Oberschlesien zwischen den Weltkriegen. Bernhard Forster: Adam Stegerwald (1874–1945). Christlich-nationaler Gewerkschafter, Zentrumspolitiker, Mitbegründer der Unionsparteien. Ulrich von Hehl mehr...

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