Bau der Berliner Mauer
Die Politische Meinung, (8/2001) 381
Zum 40. Jahrestag des Mauerbaus nimmt die Politische Meinung die Ereignisse des 13. August 1961 und ihre Folgen in den Blick. Die Bilanz der Opfer und historische Analysen der SED-Strategie, der Westaktivitäten der Stasi oder der Haltung der Ost-CDU zum Mauerbau werden durch Gegenwartsbezüge etwa dem Selbstverständnis der PDS und der Aufarbeitung der Tötungsdelikte an der Mauer ebenso ergänzt wie durch Zeugnisse persönlicher Betroffenheit. Neben der Darstellung der Gedenkveranstaltungen der Konrad-Adenauer-Stiftung stehen im August auch die Rezensionen in engem Bezug zum Schwerpunkt: Ihre Themen sind Publikationen zur Deutschlandpolitik der SED, Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur und literarisch verarbeitete "Grenzerfahrungen" in der DDR. Ein weiterer Focus der August-Ausgabe ist die Medienanalyse, die sich sowohl der demokratischen Funktion der Medien widmet wie den Prozessen der journalistischen Wahrheitsfindung und der problematischen Selbstregulierung im Internet. Eine Annäherung an Helmut Kohl in der übergeordneten Perspektive eines geschichtlichen Vergleiches mit herausragenden europäischen Staatsmännern verdient besondere Beachtung ebenso wie exklusive Impressionen und Reflexionen zu einer Begegnung mit dem letzten großen Schriftsteller Argentiniens Ernesto Sábato.
"Grenzverletzer sind festzunehmen oder zu vernichten"
Zur Ahndung von Tötungsdelikten an Mauer und Stacheldraht
Die Bilanz der Strafverfolgung der ehemaligen Mauerschützen ist durch Rechtsstaatlichkeit und Milde charakterisiert. Der Europäische Gerichtshof bestätigte das Vorgehen der bundesdeutschen Justiz. Karl Wilhelm Fricke mehr...
Kein „antifaschistischer Schutzwall“
Zum vierzigsten Jahrestag der Errichtung der Berliner Mauer
Der Mauerbau sollte die „Abstimmung mit den Füßen“ um jeden Preis beenden. Aktuelle Erklärungen der PDS erinnern erschreckend an die Argumente von 1961. Fritz Hähle mehr...
MauerFall
Keine Probe auf ja oder nein
Die Zeit im Grenzausbildungsregiment an der Mauer ist für den Autor eine „unbewältigte Landschaft“ geblieben. Über Entscheidungsfreiheit, Schuldgefühle und die Arbeit der Erinnerung. Uwe Saeger mehr...
„Keiner kommt durch!“
Bittere Erinnerung an den Mauerbau
Die Anwendung des Schießbefehls an der Mauer machte endgültig deutlich, dass die SED-Führung eine totalitäre Herrschaft ausübte. Dietmar Schultke mehr...
Frontstadt Berlin
Die geheimen Propagandaaktionen der Stasi
Die geheimen Propagandaaktionen der Stasi dienten der Verunsicherung im Westen ebenso wie Mauer und Schießbefehl der Einschüchterung im Osten. Hubertus Knabe mehr...
Juniaufstand und Mauerbau offenbarten Spaltung der Ost-CDU
Kluft zwischen Spitze und Basis
Die Führungseliten der Blockparteien schlossen sich den SED-Darstellungen der Ereignisse von 1953 und 1961an. Die vorhandene Kluft zwischen Spitze und Basis wurde so auch bei den Christdemokraten deutlich. Manfred Agethen mehr...
Wo ich her bin
Notizen eines „Mauerkindes“
Die in Ostberlin am Prenzlauer Berg aufgewachsene Autorin wehrt sich gegen den Vorwurf der „Ostalgie“. Notizen zum Lebensgefühl eines „Mauerkindes“. Birgit Dahlke mehr...
Was die Medien für unsere Demokratie wert sind
Mittlerfunktion statt Manipulation
Quotenträchtiger Populismus steht im Widerspruch zu einer wirklichen Herrschaft des Volkes. Öffentlich-rechtliche Werte bürgen für die gesellschaftliche Relevanz der Informationen und Inhalte. Dieter Stolte mehr...
Wahrheit in den Medien
Über den Sinn eines methodischen Objektivitätsbegriffes
Arbeitsbedingungen und Selbstverständnis der Journalisten erschweren oftmals eine Annäherung an die Wirklichkeit. In dieser Situation sind konstruktivistische Grundannahmen beliebt, aber wenig hilfreich. Wolfgang Donsbach mehr...
Ohne Gewähr – Selbstregulierung im Internet
Normenbildung in der Informationsgesellschaft
In der Informationsgesellschaft sind die Medien nicht in der Lage, sich ihre Normen und Kommunikationsregeln ausschließlich selbst zu definieren. Robert Grünewald mehr...
Spezialist der Traurigkeit
Ernesto Sábato, der letzte der großen Schriftsteller Argentiniens
Mit der Austreibung seiner Fantasmen hat Ernesto Sábato sein literarisches Wirken beendet und ein neues Leben begonnen. Impressionen und Reflexionen zu einer Begegnung mit dem letzten der großen Schriftsteller Argentiniens. Marianne Kneuer mehr...
Größe und Scheitern
Eine Annäherung an Helmut Kohl
Historischer Größe wird in Demokratien selten mit Dankbarkeit begegnet. Eine vergleichende Annäherung an Helmut Kohl. Jochen Thies mehr...
„Aktion Rose“ oder: Warum ein Gedenken an den Mauerbau so wichtig ist
angemerkt
Das Erinnern an den Mauerbau ist ein Plädoyer für die Freiheit, für Demokratie und für eine besondere Sensibilität und Wachsamkeit gegenüber totalitären Strömungen. Deshalb gedenkt auch die Konrad-Adenauer-Stiftung dieses historischen Ereignisses in besonderer Weise. Melanie Piepenschneider mehr...
Michael Lemke: Einheit oder Sozialismus? Die Deutschlandpolitik der SED
gelesen
Hermann Wentker mehr...
Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur
gelesen
377 Artikel bieten Informationen zum gesamten Spektrum von Opposition und Widerstand in der DDR, zu einzelnen Personen, Gruppen, Orten und Ereignissen. Mehrere allgemeine Beiträge betten diese Thematik in die Geschichte der zweiten deutschen Diktatur ein. Stefan Donth mehr...
Kontakt
Rita Anna Tüpper-Fotiadis

Rita Anna Tüpper-Fotiadis
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