Megathema Familie

Die Politische Meinung, (9/2002) 394

Die Septemberausgabe der Politischen Meinung geht dem „Megathema Familie“ nach, das sich als eines der grundlegenden Zukunftsthemen der Bundesrepublik erweist. Über die Fragen einer angemessenen Anerkennung der Familienarbeit und einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinaus, geht es dabei wesentlich auch um den Kontext der Volkswirtschaft des gesamten Sozialsystems und der Verfassung. Die Fragen einer Konterkarierung der Familienpolitik durch Zuwanderung sowie diejenigen eines ursächlichen Wertewandels ergänzen die Analysen ebenso wie eine Darstellung der familienpolitischen Positionen und Aktionen der USA. Grundsatzartikel zu den Säulen der europäischen Zukunft wie zur Inneren Sicherheit umreißen die Perspektiven deutscher Innen- und Außenpolitik. Eine Untersuchung der dynamischen Wertevermittlung der Gegenwart macht deutlich, dass Inhalte durch erhöhte Kontingenzbedingungen nicht in Frage gestellt werden müssen. Eine eigene Rubrik ist dem 11. September gewidmet. Sie thematisiert die veränderte Weltlage im Blick auf das europäisch-amerikanische Verhältnis sowie auf die Westpolitik Russlands. An den jüngst verstorbenen Literaturkritiker und Schriftsteller Werner Ross erinnert ein Nachruf, der auch seine langjährige und wichtige Rolle für die Politische Meinung würdigt.

Ja zur Familie

Politik und Gesellschaft in der Verantwortung
Die Entscheidung für Kinder ist eine höchstpersönliche. Doch die sich hieraus ergebenden Aufgaben sind für die Gesellschaft von fundamentalem Interesse und müssen daher politisch massiv unterstützt werden. Maria Böhmer mehr...

Schutz statt „Wertewandel“

Arbeits-, steuer- und sozialrechtliche Grundlagen für die Familie
Mit der Auflösung des besonderen, auch verfassungsrechtlich geschützten, Status der Familie werden die vitalen Grundlagen des gesamten Gemeinwesens angegriffen. Paul Kirchhof mehr...

Megathema „Familienpolitik“

Verantwortung statt Almosen
Der Niedergang des Wirtschaftswunderlandes wurzelt nicht zuletzt im Raubbau am Humanvermögen. Um ihm entgegenzuwirken, ist ein auch verfassungsgerichtlich gebotener Systemwechsel vonnöten. Jürgen Borchert mehr...

Zuwanderung versus Familienpolitik?

Zur Gefahr politischer Glaubensbekenntnisse
Der Zuzug von Ausländern erlöst Deutschland nicht aus der demografischen Falle. Die sozialen Sicherungssysteme werden durch ihn sogar stärker belastet. Die Tabuisierung dieses Themas ist die Konsequenz eines politischen Glaubensbekenntnisses. Vera Lengsfeld mehr...

„... und wer passt auf Ihre Kinder auf?“

Vereinbarkeitspolitik in Europa
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in den europäischen Nationen in sehr unterschiedlichem Maße gegeben. Unzufriedenheit mit dem deutschen Modell empfiehlt den Blick auf die Nachbarn. Christine Henry-Huthmacher mehr...

Zauberformel für die Familie

Die Lösungskompetenz der Parteien ist überfordert
Die Fehleinschätzung der Bedeutung von Familie und Kindererziehung ist vor allem ein Resultat des Wertewandels in einer „Spaßgesellschaft“. Karl-Heinz B. van Lier mehr...

Präsident Bush setzt auf stabile Familien

Steuervergünstigungen, Sozialhilfen und Eigeninitiativen
Aus historischen Gründen gibt es in den USA zwar kein eigenes Familienministerium. Eine Reihe von Initiativen zeigt aber den deutlichen Willen zur Familienförderung im klassischen Sinne. Ferdinand Oertel mehr...

In memoriam Werner Ross

Nachruf
Herausgeber und Redaktion trauern um den Literaturkritiker und Schriftsteller Werner Ross, der von 1978 bis 1992 der Redaktion der Politischen Meinung angehörte. Wolfgang Bergsdorf mehr...

Säulen der Zukunft Europas

Kernelemente einer Optimierung
Der Traum Europa endet nicht im Westen. Doch eine Weiterentwicklung des Integrationsprozesses bedarf einer konsequenten Optimierung der EU, die auf die deutsch-französische Freundschaft nicht verzichten kann. Roland Koch mehr...

Keine Freiheit ohne Sicherheit

Was jetzt innenpolitisch getan werden muss
Aus der durch den 11. September bewusst gewordenen Bedrohung der Inneren Sicherheit auch in Deutschland müssen konkrete und praktikable Konsequenzen gezogen werden. Kurzatmiges und konzeptloses Vorgehen steigert die Gefahren. Wolfgang Bosbach mehr...

Wertevermittlung in einer fragmentierten Gesellschaft

Zu Chancen und Problemen erhöhter Kontingenz
Die Bindung an Werte ist unter den Bedingungen wachsender Kontingenz nicht verloren gegangen. Sie bewährt sich aber heute nicht mehr in einer statischen, sondern in einer dynamischen Stabilität. Hans Joas mehr...

Amerika und Europa

Von der Notwendigkeit, einander gelegentlich zu enttäuschen
Nach dem 11. September ist die Kluft zwischen europäischer und amerikanischer Außen- und Sicherheitspolitik noch deutlicher zu Tage getreten als zuvor. Sie erklärt sich weniger aus aktuellen Missverständnissen als aus der großen Unterschiedlichheit des historischen Hintergrundes. Michael Rühle mehr...

Russlands Westpolitik nach dem 11. September

Die postsowjetische Tangente des „Krieges gegen den Terror“
Das Interesse des Westens an einem Schulterschluss mit den postsowjetischen Staaten im Krieg gegen den Terror hat den Blick auf deren Motive und politische Strategien getrübt. Martin Malek mehr...

Ein familienwissenschaftliches Signal erster Ordnung aus Erfurt

angemerkt
(ab 1.10. online erhältlich) Max Wingen mehr...

Der deutsche Irrweg

angemerkt
Walter Bajohr mehr...

"Neue Rechte"

gelesen
Friedemann Schmidt: Neue Rechte und die Berliner Republik Manfred Funke mehr...

Weißwaschliteratur

gelesen
Horst Dohle / Joachim Heise (Hrsg.): Klaus Gysi - Staatssekretär für Kirchenfragen 1979-1988 Konrad Weiß mehr...

Rückgrat stärken

gelesen
Karl Schutz: Die missachtete Macht – Mittelstand im Aufbruch; Lothar Jordan: Mittelstand und Mittelstandspolitik in gesamtwirtschaftlicher Betrachtung Alexander Gruber mehr...

Kontakt

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Die Politische Meinung / Redaktion
Rita Anna Tüpper-Fotiadis
Tel. +49 2241 246-2522
Fax +49 2241 246-2610
Rita.Tuepper-Fotiadis[at]kas . de

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