Genetisches Wissen im Focus der Ethik

Die Politische Meinung, (11/2001) 384

Im November greift die Politische Meinung erneut die Problematik der ethischen Relevanz der jüngsten Genforschung auf. Die Diskussion umfasst Positionen aus politischer, medizinischer, philosophischer, theologischer und molekularbiologischer Sicht, die sich der Frage nach dem Wesen des Menschen, seiner Würde und Freiheit stellen. Darüber hinaus kommen die nationalen, internationalen und spezifisch US-amerikanischen Konsequenzen des 11. September in drei Beiträgen in den Blick und führen die bereits in der Oktoberausgabe begonnene Debatte weiter. Der Konnex von Medien und Politik wird sowohl in Hinsicht auf den Internet- und E-Mail-Wahlkampf in den USA als auch auf die kontinuierlichen "Beziehungsprobleme" zwischen Politikern und Journalisten in Deutschland hin beleuchtet. Der aktuellen Frage, ob Deutschland als Einwanderungsland zu bezeichnen ist, widmet sich ebenso ein Beitrag wie der historischen Bedeutung deutsch-amerikanischer Allianz insbesondere beim Fall der Mauer am 9. November 1989 und dem damit einsetzenden Prozess der Wiedervereinigung. Eine philosophische Reflexion betrachtet schließlich die Neubestimmung der Erkenntnisvermögen v.a. der Phantasia durch Ludwig Wittgenstein und ihre Konsequenzen für die Rolle des Geistes im gesellschaftlichen Kontext.

Verstehen, fördern, Maß halten

Forschung an humanen Stammzellen in politischer Verantwortung
Die Auseinandersetzung über die medizinischen Konsequenzen genetischen Wissens haben einen intensiven Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit befördert. Hier stellt sich die Frage nach unserem Menschsein mit neuer Brisanz. Maria Böhmer mehr...

Wer ist ein Embryo?

Zur Gefahr anthropologischer Rückschritte
Auf verbrauchende Embryonenforschung gerichtete Interessen drohen die anthropologischen Errungenschaften der Aufklärung zu hinterlaufen. Eberhard Schockenhoff mehr...

Genetisches Wissen und Nicht-Wissen

Das Menschliche Selbstverständnis und die Erschließung des Humangenoms
Der Krankheitsbegriff sollte sich am Subjekt und somit am Arzt-Patient-Verhältnis orientieren. Einer ethisch verantwortbaren Interpretation der Erbanlagen kann die Humangenetik sich nicht entziehen. Dirk Lanzerath mehr...

Sind menschliche Embryonen Objekte der „Biopolitik“?

Zur Rolle der katholischen Kirche in einer aktuellen Auseinandersetzung
Die Vermeidung und Verhinderung von Leid finden ihre Grenzen in den Schutzrechten anderer. Zur Rolle der katholischen Kirche in der aktuellen Auseinandersetzung. Thomas Sternberg mehr...

Der biowissenschaftliche Umgang mit der Natur des Menschen

Zum Stand der Forschung
Die Furcht vor der Verfügbarkeit des menschlichen Wesens durch genetische und zellbiologische Fortschritte ist in vielen Fällen unbegründet. Eine Zusammenfassung des Forschungsstandes. Andreas Ruppert mehr...

Paradigmenwechsel in der amerikanischen Politik?

Der 11. September 2001 und die Folgen
Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist an die Stelle des Kalten Krieges getreten. Die Haltung Europas ist für die USA dabei von herausragender Bedeutung. Heinrich Kreft mehr...

Gemeinsam gegen das Böse

George W. Bush sucht die Nähe der großen Konfessionen
Der amerikanische Präsident sucht die Nähe der großen Konfessionen. Seine besonnene und entschlossene Haltung scheint von einem breiten religiösen Fundament getragen zu sein. Ferdinand Oertel mehr...

Der Parlamentsvorbehalt bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr

Zur demokratischen Ratio des deutschen Regierungssystems
Die auswärtige Gewalt ist eine Kombination von Legislative und Exekutive. An der Entscheidung über militärische Aktionen müssen daher im Sinne einer demokratischen Ratio beide beteiligt werden. Werner Link mehr...

Internet- und E-Mail-Wahlkampf in den USA

„Not a magic weapon, but a smart bomb“
Durch den Einsatz der computergestützten Kommunikation sind bestimmte Zielgruppen besonders effektiv anzusprechen. Als weit überlegen stellen sich aber immer noch traditionelle Werbemittel der Massenkommunikation heraus. Wolfram Brunner † mehr...

Partner und Gegner

Über die spannungsreiche Beziehung zwischen Politikern und Journalisten
Politiker und Journalisten können sich auf gleichermaßen legitime Ziele berufen, obwohl diese leicht in Widerstreit miteinander geraten. Zu Gründen und Phänomenen einer schwierigen Beziehung. Michael Mertes mehr...

Ist Deutschland ein Einwanderungsland?

Vom Verdrängen und Umbenennen der Migrationsrealität
Der Problematik der Migration begegnet die Politik nur ausweichend. Anstatt die gesellschaftliche Realität in sinnvolle Bahnen zu lenken, wird sie schlicht umbenannt. Helmut Berschin mehr...

Der Mauerfall als Ernstfall deutsch-amerikanischer Allianz

Zur Unterstützung durch die USA nach dem 9. November 1989
Die Solidarität der USA war von entscheidender Bedeutung für die Dynamik des deutschen Wiedervereinigungs-Prozesses, der mit dem 9. November 1989 einsetzte. Manfred Wilke mehr...

„Denk nicht, sondern schau“

Wittgensteins Umkehrung des platonischen Phantasiebegriffes
Ludwig Wittgenstein hat nicht nur die Sprache in das Zentrum der philosophischen Reflexion gestellt, sondern damit auch die platonische Zurückweisung der Phantasie endgültig aufgehoben. Rita Anna Tüpper-Fotiadis mehr...

Warnsignal Hamburg

Wahl in Hamburg am 23. September 2001
Anmerkungen zur Wahl in Hamburg am 23.9.2001 Klaus Gotto mehr...

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Rita.Tuepper-Fotiadis[at]kas . de

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