1968 und die Mythen der Linken
Die Politische Meinung, (5/2001) 378
Die Mai-Nummer der Politischen Meinung setzt sich mit den Mythen der 68er in doppelter Perspektive auseinander: einerseits mit dem Mythos, der sich um die Studentenrevolte rankt und in ihr die Funktion einer Vitalisierung der Bundesrepublik zu sehen versucht; andererseits werden diejenigen Mythen und Utopien thematisiert, die selbst Movens des Aufruhrs waren und bis heute fortwirken. Eine Analyse intellektuellen Ringens um die symbolische Gewalt stellt die Debatte in den breiten Kontext der Problematik fundamentalistischer Bestrebungen. Die Diskussion wird ergänzt um die persönliche Sicht eines ehemaligen DDR-Dissidenten und einem Blick auf die Impulse, die 1968 von dem Katholikentag in Essen, ausgingen. Weitere Themen sind im Mai universitäre Strukturen, die gegenwärtige Sozial- und Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarkt, der Beitrag der Kirche zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit sowie 70 Jahre Subsidiaritätsprinzip. Ein Kommentar focussiert Italien vor der Wahl und die Rolle Berlusconis. In Anlehnung an die von Camus aufgegriffene antike Gestalt des Sisyphos schildert ein philosophischer Beitrag schließlich die Möglichkeit des Denkens zur Sinnhaftigkeit menschlichen Tuns zurückzuführen.
Wulf Schmiese: Fremde Freunde
Deutschland und die USA zwischen Mauerfall und Golfkrieg.
Ansgar Lange mehr...
Caspar von Schrenck-Notzing: Stand und Probleme der Erforschung des Konservatismus
Roman Luckscheiter mehr...
Ulrike Ackermann: Sündenfall der Intellektuellen
Günter Müchler mehr...
"Alles neu" macht Berlusconi
Wahlfieber in Italien
Damian Grasmück mehr...
Glücklicher Sisyphos?
Was Philosophie alles vermag
Die moderne Gesellschaft ist vom Schwund des Ästhetischen, Ethischen und Religiösen gezeichnet. Eine praktisch verstandene Philosophie aber kann zur Sinnhaftigkeit des menschlichen Tuns zurückführen. Ulrich Hommes mehr...
Es fehlt uns an Subsidiarität
Neue Bahnen für ein 70-jähriges Prinzip
Vor siebzig Jahren formulierte ein sozialethisches Rundschreiben das zukunftsweisende Prinzip der christlichen Soziallehre aus. Manfred Glombik mehr...
Dorniger Pfad der Erinnerung
Die katholische Kirche handelt
Mit einem Entschädigungsfond und dem Versöhnungsfond will die katholische Kirche ihre Verstrickung in die nationalsozialistische Vergangenheit Rechnung tragen. Ein Schlussstrich soll dies jedoch nicht sein. Rainer Ilgner mehr...
Zukunftsperspektiven des deutschen Arbeitsmarktes
Neue Strategien sind gefragt
Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, muss mit den Marktkräften gearbeitet werden, nicht gegen sie. Regulierung und Umverteilung reichen nicht aus. Christoph Kannengießer mehr...
Zum Verhältnis von Sozial- und Wirtschaftspolitik
Der Globalisierung begegnen
Das Prinzip größtmöglicher Eigenverantwortung taugt auch dazu, den neuen Herausforderungen der Globalisierung und des demographischen Wandels zu begegnen Birgit Schnieber-Jastram mehr...
Die Idee einer Universität
Wie eine "strukturierte Anarchie" Gutes hervorbringen kann
Im Interesse der Wissnschaft sollen Professoren den Kontakt zu Studenten suchen, um so Impulse eines unvoreingenommenen Denkens zu erhalten. Diese Auffassung Humboldts regt heute zu mehr Flexibilität und Wettbewerb an. Gerhard Casper mehr...
Aufstand der Laien
Kritik prägte den Katholikentag 1968 in Essen
Von dem Essener Katholikentag im Jahre 1968 gingen vitale Impulse zur Öffnung der Kirche aus. Destruktive Kritik aber lief ins Leere. Ferdinand Oertel mehr...
Umwege des Aufbegehrens
Beobachtungen am Rande einer politischen Debatte
Der Protestbewegung im Westen war Nicaragua näher als Dresden. Ein persönlicher Rückblick aus östlicher Perspektive. Lutz Rathenow mehr...
Die Fundamentalisten der öffentlichen Meinung
Zum Kampf der Intellektullen um die symbolische Gewalt
Mit ihrer Ablehnung der liberalen Errungenschaften der Moderne haben linke wie rechte Intellektuelle zu verschiedenen Zeiten einer politischen Radikalisierung den Boden bereitet. Hans Dieter Zimmermann mehr...
Als Professor im Jahr 1968
Metaphern und Realitäten der Revolution
Die Studentenrevolte schuf ein Reizklima, in dem nicht mehr Veränderungen begründungspflichtig waren, sondern das Festhalten an Traditionen. Hans Maier mehr...
Die gescheiterte Revolution
Zwischen Naivität und Gewaltbereitschaft
Nur dank einer List der Vernunft erscheint die 68er-Bewegung heute als Anstoß zur lebendigeren Demokratie. Sie wurde vielmehr zu ihrer Bedrohung. Kurt Sontheimer mehr...
Politromantischer Rückfall
Zur deutschen Wirkungsgeschichte der 68er-Bewegung
Die Reserve der 68er gegen das System der liberalen und formalen Demokratie wirkte fort bis zur Ablehnung der Deutschen Einheit. Hermann Lübbe mehr...
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Rita Anna Tüpper-Fotiadis

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