Veranstaltungsberichte

"Lebendige Politik"

Schüler im Landtag Brandenburg

Eine Schulklasse des Bohnstedt-Gymnasiums Luckau war zu Gast im Landtag Brandenburg und traf Steeven Bretz (CDU), Landestagabgeordneter für Potsdam, Silvia Lehmann (SPD), Mitglied des Landtags Brandenburg und Benjamin Raschke (Bündnis 90 /Die Grünen), Vorsitzender des Landesverbands Brandenburg.

Potsdam, Schülerinnen und Schüler aus Luckau haben den Landtag Brandenburg besucht. Ein Programmpunkt war dabei das Treffen mit dem heimischen Abgeordneten Steeven Bretz (CDU), Silvia Lehmann (SPD) und Benjamin Raschke (Bündnis 90/ Die Grünen).

 

 

Zusammen mit Karin Rentsch, pädagogische Mitarbeiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung für das Bildungsforum Brandenburg, und Fabian Schüler, Leiter des Seminars, bekamen die Schüler einen Einblick in die parlamentarische Arbeit.

 

Neben der Einführung in die Funktion und Arbeitsweise eines Parlaments, einem Brainstorming zu „Wie werde ich Abgeordneter?“ und allgemeine Fragen zu Wahlen, gab es einen kleinen Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten des Landtags im Stadtschloss.

 

Beim anschließenden Treffen mit den Politikern diskutierten die Gymnasiasten angeregt über Bildung, Klimaschutz und Alternativen zur Atomenergie.

 

 

Bretz spricht über den „Schulfrieden“

 

 

Die Gruppe aus Luckau hatte die Gelegenheit eigens formulierte Fragen an die Abgeordneten zu richten. Dabei war ein Themenschwerpunkt Schule und Bildung.

 

 

Steven Bretz äußerte sich zu der Frage „Wie sinnvoll ist das Deutschland-Abitur? Können Abiturabschlüsse bundesweit verglichen werden?“, dahingehend, dass permanentes Ändern von Vorschriften und Regelungen für die Entwicklung des Leistungsniveaus der Schulen nicht förderlich seien. Kontinuität und Verlässlichkeit seien entscheidende Faktoren für dauerhaften Bildungserfolg.

„Wir wollen Schulfrieden und eine Unterrichtsgarantie, wir wollen sicher leben und funktionierende Straßen. Das alles sind wesentliche Bausteine für den Zusammenhalt unseres Landes.", so Bretz.

 

 

Sylvia Lehman (SPD) fügte an, dass das geplante bundeseinheitliche Abitur nur Lehrer, Schüler und Eltern verunsichere. Die Struktur der Schulform soll bleiben, d.h. 6 Jahre Grundschule, 12 Jahre Gymnasium und 13 Jahre Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.

 

 

Eine weitere Schülerfrage zielte auf die Problematik der Atomenergie ab: „Welche Alternativen gibt es zur Atomenergie?“ Stephan Raschke (Bündnis 90/ Die Grünen) fordert den Ausstieg aus der Atomenergie. „Windkraftwerke jedweder Art sind als Alternative bestens geeignet, jedoch nicht ausschließlich. Der Energiemix macht’s“

Dazu Bretz: „finale Lösungen für einen Atomausstieg haben wir nicht, aber wir entwerfen Alternativen, exportfähige Ware.“

 

 

 

Später hatten Schüler die Möglichkeit im Plenum des Landtags ein Rollenspiel zu gestalten und einmal einen Redebeitrag zu leisten.

Fabian Schüler teilte die Klasse zuvor in drei Gruppen ein, die sich in ihrer Debatte zum Thema „Gendatenbank für Männer um Sexualstraftaten aufzuklären“ als politische Konkurrenz gegenüberstehen sollen. Zunächst wurden alle Positionen des Schüler-Parlaments mit Gymnasiasten besetzt – von der gewählten Landtagspräsidentin über den Ministerpräsidenten bis hin zu den Abgeordneten. Auf diese Weise konnten sie das Einbringen einer Beschlussvorlage, Debatte im Plenum und Abstimmung durchspielen.

 

Nach einem gemeinsamen Erinnerungsfoto verabschiedete sich die Klasse von Fabian Schüler und machte sich auf den Rückweg nach Luckau.

 

 

 

 

 

Xenia Reim

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