Veranstaltungsberichte

Die KAS vergibt erstmals den Schülerzeitungspreis KASus

von Janine Dufner

Kein Artenschutz für Politiker

Um nicht nur das Lesen von Zeitungen, sondern auch das Schreiben für (Schüler)Zeitungen bei Jugendlichen zu fördern, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) erstmals den Schülerzeitungswettbewerb „KASus“ ausgerufen. Die Preisverleihung fand am 13. Februar vor 130 Gästen unter prominenter Beteiligung im Weserhaus von Radio Bremen statt.

Bevor jedoch Schecks im Wert von 1.000, 500 und 250 Euro an die Gewinner überreicht wurden, führten die Schülerzeitungsredakteure Sophie Barkey von der Europaschule Utbremen, Franz Moritz Rieger von der Freien Evangelischen Bekenntnisschule und Isabelle Wiermann von der Edith-Stein-Schule Bremerhaven ein Gespräch mit den beiden Bürgermeistern a. D. Henning Scherf (SPD) und Hartmut Perschau (CDU). Die Themen dabei waren das Verhältnis zwischen Journalismus und Politik sowie die Bedrohung der Zeitungen durch Onlinemedien. Henning Scherf und Hartmut Perschau plauderten „aus dem Nähkästchen“ und erklärten, dass man als Politiker mit Kritik, aber auch mit Nichtbeachtung rechnen muss. Henning Scherf findet daran nichts auszusetzen: „Ein Artenschutz für Politiker wäre doch schrecklich.“ Artenschutz gab es für die beiden Altbürgermeister auch in diesem Interview nicht. Die Jungjournalisten stellten kritische Fragen und hakten nach, wenn ihre Frage nicht hinreichend beantwortet wurde. „Schülerzeitungen sind ganz, ganz wichtig, denn sie fördern aktive Meinungsbildung“, sagte Perschau.

Schließlich begann die Preisverleihung. Die Jury, welche aus der Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer, dem Chefredakteur des Weser-Reports Axel Schuller und Radio-Energy Moderator Sven Bornschein bestand, zeichnete dabei für die Laudationes verantwortlich. „FEBB Fokus“ wurde das Preisgeld für den ersten Platz verliehen. Bärbel Schäfer hob in ihrer Laudatio die gelungene Mischung aus Schulthemen und weltpolitischen Themen hervor und lobte das leserfreundliche Layout. Der Chefredakteur Franz Moritz Rieger strahlte, während der stellvertretende Schulleiter Dr. Herbert Kipp betonte, dass kein Lehrer die Schülerzeitung betreue. Die Schüler hätten alles selbst gemacht. Bei der Vergabe des zweiten Platzes drängte sich eine ganze Schulklasse auf die Bühne. Die Schülerinnen und Schüler des Alten Gymnasiums (AG) hatten eine Schülerzeitung mit dem Titel „mAGazin“ eigens für den Wettbewerb konzipiert. Das Titelthema „Zerstörung“, welches sich in allen Berichten in unterschiedlichen Formen wiederfand, begeisterte die Jury. Der dritte Platz ging schließlich an „Utopia“ von der Europaschule Utbremen. Die Redaktion von „Utopia“ hatte sich an schwierige Themen wie die Eurokrise gewagt.

Ansprechpartner

Dr. Ralf Altenhof

Dr

Landesbeauftragter für Bremen und Leiter des Politischen Bildungsforums Bremen

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