Veranstaltungsberichte

Mobile Journalism Conference Asia 2020

Die Zukunft des mobilen Journalismus liegt in Asien

Die erste online Mobile Journalism (MOJO) Conference Asia 2020 wurde von mehr als 750 Teilnehmern aus 63 verschiedenen Ländern besucht. Die Konferenz, zum ersten Mal durch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie nicht mehr physisch sondern virtuell, hat eine Auswahl an Webinaren sowie Lehrmaterial gesehen, die zusammen mit MOJO Experten kreiert wurde.

Viele Sprecher der Konferenz haben auf den Einfluss des mobilen Journalismus in der Demokratie durch die Konferenz aufmerksam gemacht. “Die Demokratisierung ist für die Konrad Adenauer Stiftung (KAS) einer der wichtigsten Aspekte des mobilen Journalismus. Die Proteste zu dem Mord an George Floyd, aufgenommen und durch Facebook von einer 17-jährigen Frau geteilt, steht als Testament für die einschlägigen Auswirkung des mobilen Journalismus.“. Das Smartphone ist ein wesentlicher Bestandteil unseres technischen Arsenals geworden.” sagte Joanna Webster, Reuters, während ihres Vortrags. Desweiteren schildert Joanna Webster: “Die Nachrichtenredaktionen haben die Leistungsfähigkeit des mobilen Journalismus erkannt und uns dabei geholfen, den Journalismus zu verbessern.”.

 

Yusuf Omar, Vorsitzender der Mediengesellschaft Hashtag Our Stories, hebte während seines Online-Vortrags den Einfluss des mobilen Journalismus hervor: “Journalisten nutzen mobile Anwendungen um innovative Prozesse sowie ein breiteres Verständnis für globale Probleme zu verstärken. Der Regionaldirektor für den Bereich Asien-Pazifik der Organisation World Association of Community Radio Broadcasters, Suman Basnet, bestätigt zudem, dass der mobile Journalismus den Menschen und vor Allem den Journalisten ermöglicht, als “ein und dieselben” durch die Zugänglichkeit des Smartphones ohne grosse Vorkentnisse im Journalismus zu handeln.


In der abschließenden Sitzung mit Christoph Grabitz sowie Christoph Plate, den Direktoren der KAS Medienprogrammen Asien sowie Sub-sahara Afrika, wurde ein Gespräch in Kooperation mit Anca Specht, die als Trainerin für Journalismus an der Journalistenakademie für Journalistische Nachwuchsförderung (JONA) arbeitet und dem chilenischen Journalisten Nicolás Guzmán, geführt. In der Sitzung wurde thematisiert, inwieweit der mobil eJournalismus global Anerkennung findet und unterrichtet wird, sowie welchen Wert der mobile Journalismus in der Medienlandschaft Asiens bezügliche neuer Berufsfelder und dem erzählerischen Wert der Berichterstattung hat. “Was wir während der Pandemie gesehen haben sind Journalisten, die anderen Menschen gezeigt haben, wie sie sich selbst filmen können, da sie ihren Tätigkeiten durch Ausgangssperren nicht nachgehen konnten.” sagte Anca Specht.

 

Die Webseite der Konferenz wird als ein Archiv mit Videos, Webinaren, Podcasts und Blog-Artikeln, die für die Konferenz erstellt worden sind, und zusammen mit dem Mobile Journalism Manual, dem Blog zum mobilen Journalismus des KAS Medienpregrammes Asien, der vor kurzem auf Französisch uebersetzt worden ist, funktionieren.

 

Abschließend hebte Christoph Grabitz hervor: “Wir haben es wieder ein Mal geschafft, Amateure und Enthusiasten, egal woher sie auch kommen, zu versammeln um Ideen über die Zukunft des mobilen Journalismus auszutauschen. Nächstes Jahr werden wir uns, wenn möglich, wieder physisch versammeln und zudem auch die Onlinepräsenz, die wir dieses Jahr aufgebaut haben, so weit es geht weiterführend nutzen.”.

Ansprechpartner

Christoph Koitka

Christoph Koitka (2020)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

christoph.koitka@kas.de +65 6603 6186 +65 6227 8343