Veranstaltungsberichte

Studien- und Dialogprogramm für Chefredakteure aus Asien

Inlandsprogramme der Konrad-Adenauer-Stiftung

In Begleitung unseres Leiters des Medienprogramms in Asien, Torben Stephan, hält sich diese Woche eine Delegation von fünf Vorstandsmitglieder des Asia News Network (ANN) im Rahmen eines Studien- und Dialogprogramms zu Besuch in Berlin auf, organisiert vom Team Inlandsprogramme.

http://www.kas.de/upload/bilder/2014/07/140702_inlandsprogramme.jpg
Die Delegation mit Herrn Stephan (5. v. l.) traf in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin Herrn Priess (3. v. r.), Frau Dr. Gorawantschy (2. v. r.) und Herrn Frings (3. v. l.) zum Gespräch.

Eine funktionierende demokratische Ordnung ist besser als jedes andere System geeignet, den Willen und die Interessen der Regierten gegenüber den Regierenden durchzusetzen und damit die Bevölkerung aktiv an der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung ihres Landes zu beteiligen. Die Gewaltenteilung und die Beobachtung der Verantwortlichen durch freie und vielfältige Medien sind die Voraussetzungen für gute Regierungsführung im Dienste der Bürger. Sie zwingen die Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zur Rechenschaft und fordern ihnen Transparenz ab.

Diese Logik fördert das Medienprogramm Asien, indem es sich für die Entstehung einer unabhängigen und vielfältigen Medienlandschaft einsetzt. Hierbei zielt es u. a. darauf ab, den Dialog zwischen Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft mit Medienführungskräften und Journalisten über regional relevante politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen zu intensivieren.

Das öffentliche Bewusstsein für regional relevante politische, soziale und ökonomische Zusammenhänge und Herausforderungen ist in Asien i. d. R. unzureichend ausgeprägt. Vielfach dominieren nationale Interessen und damit auch national ausgerichtete Medieninformationen. Von der Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte Dialogforen, in denen sich Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft vor Medienvertretern aus allen oder zumindest den von der jeweiligen Entwicklung hauptsächlich betroffenen Ländern äußern können, erweitern die Perspektive und stärken die öffentliche Wahrnehmung auf regionaler Ebene. Die internationale Ausrichtung des Dialogs erleichtert zudem die kritische Auseinandersetzung mit kontroversen Themen. Für die Lösung regionaler Probleme gehen davon zusätzliche Impulse aus.

Diesem Ziel folgt auch die institutionelle Partnerschaft mit dem Asia News Network (ANN), einem Zusammenschluss führender Tageszeitungen aus über 20 Ländern der Einsatzregion mit einer Auflage von ca. 15 Millionen und einer Reichweite von ca. 50 Millionen Lesern täglich. Eine Kernaufgabe des Netzwerks ist die flächendeckende Bereitstellung von redaktionellen Beiträgen aus und über Asien. Regelmäßige Treffen auf der Führungs- und der Arbeitsebene sollen den Schutz der einzelnen Mitglieder vor unlauterer äußerer Einflussnahme verstärken und die Auseinandersetzung über regional relevante Herausforderungen für die Medienentwicklung intensivieren und verstetigen. Auf diese Weise leistet das Netzwerk einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine vielfältige Medienlandschaft in der Region.

Das Besucherprogramm, zu dem fünf der Vorstandsmitglieder des ANN in die Bundeshauptstadt Berlin eingeladen wurden, hat zum Ziel, diesen Dialog zwischen Journalisten, Politikern und führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft über Asien hinaus auch auf Deutschland auszudehnen.