Ausstellung

DDR: Mythos und Wirklichkeit

Wie die SED den Alltag der DDR-Bürger bestimmte

Die Wiedervereinigung 1990 beendete eine fast 40 jährige Phase der politischen Unterdrückung, Entmündigung und Unfreiheit. Beinahe drei Jahrzehnte später widmet sich die Konrad-Adenauer-Stiftung der Bemühung, den DDR-Mythos als solchen zu entlarven.

Details

Der politische Umbruch der Jahre 1989/90 führte nicht nur zum Untergang der DDR, sondern auch zum Ende des Kalten Krieges, der seit 1945 die Weltpolitik bestimmte. Im kommenden Jahr jähren sich diese Ereignisse zum inzwischen 30. Mal.

So groß die Freude über den Sturz der SED-Diktatur und die Wiedervereinigung in Ost- und Westdeutschland auch war – im Laufe der Jahre verblassten die Erinnerungen an das, was die DDR ausgemacht hat, zunehmend. Vor allem aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Situation in den neuen Ländern sind große Teile der Bevölkerung unzufrieden. Eine Folge dieser Unzufriedenheit ist, dass die DDR von vielen Menschen wieder positiv gesehen wird. Allerdings helfen bei der Lösung der aktuellen Probleme in den neuen Ländern „ostalgisch“ verklärte Rückblicke auf ein System, das die Lebenschancen vieler Menschen beeinträchtigt oder gar zerstört hat, nicht weiter. Vielmehr ist eine realistische Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und dem Alltag in der DDR erforderlich.

Vor allem junge Menschen, die die DDR nicht mehr bewusst erlebten bzw. im wiedervereinigten Deutschland geboren wurden, müssen stärker als bisher über das, was die DDR ausgemacht hat, aufgeklärt werden.

Vom 8. Mai bis zum 4. Juni 2018 ist die Ausstellung im Cusanus-Gymnasium Trier zu sehen.

Eine Abschlussveranstaltung findet am 4. Juni 2018 statt. Stephan Krawczyk, eine Symbolfigur der DDR-Bürgerbewegung, wird zur Konzertlesung "Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite" zu Gast im Cusanus-Gymnasium sein. Er wird mit den Schülern, Lehrern und Gästen sprechen.

Zum Kalender hinzufügen

Veranstaltungsort

Cusanus-Gymnasium, Kurfürstenstr. 1, 54516 Wittlich

Referenten

  • Stephan Krawczyk
    Kontakt

    Marita Ellenbürger

    Mauerbau am Brandenburger Bau KAS