Veranstaltungsberichte

Hilde Domin

Dichterin des Dennoch

Hilde Domin gehörte schon zu Lebzeiten zu den modernen Klassikern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Ihr Lebensmotto - das Dennoch – hat sie in ihren Gedichten und Prosaschriften formuliert. Ihre Botschaft der Hoffnung und Ermutigung, Humanität und Wahrhaftigkeit hat bei ihren Lesern und Zuhörern ein breites Echo gefunden.

Anlässlich des zehnjährigen Todesjahres der Dichterin Hilde Domin (1909-2006) findet eine Doppellesung statt mit der Biografin Ilka Scheidgen und Letizia Manzino, einer langjährigen Freundin und Weggefährtin sowie Übersetzerin von Hilde Domin.

Hilde Domin – Dichterin des Dennoch

Die Autorin und Publizistin Ilka Scheidgen liest aus ihrer Biografie über die große deutsch-jüdische Dichterin Hilde Domin. Sie vermittelt darin das Leben einer wichtigen Zeugin der Zeitgeschichte, die trotz leidvoller Erfahrungen durch Verfolgung und Exil die Hoffnung an den Menschen, an Mitmenschlichkeit und trotzdem mögliches Vertrauen nicht verloren und diese Botschaft in ihrem Werk eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht hat.

Für das Buch hat Ilka Scheidgen zahlreiche Gespräche mit der Dichterin geführt: über ihre Kindheit und Jugend, ihre Flucht vor den Nazis, die Jahre des Exils und ihre Rückkehr nach Deutschland. Sie hat diese Lebensstationen und ihre gemeinsamen Gespräche über Dichtung und Politik, über Leben und Tod mit ausgewählten Gedichten Hilde Domins verknüpft, die deutlich machen, wie eng Leben und Werk der Dichterin miteinander verbunden sind.

Hilde Domin gehörte schon zu Lebzeiten zu den modernen Klassikern. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Ihr Lebensmotto - das Dennoch – hat sie in ihren Gedichten und Prosaschriften formuliert. Ihre Botschaft der Hoffnung und Ermutigung, Humanität und Wahrhaftigkeit hat bei ihren Lesern und Zuhörern ein breites Echo gefunden.

Ilka Scheidgen kannte die Dichterin 20 Jahre lang bis zu ihrem Tode im Februar 2006. Durch ein besonders vertrauensvolles Verhältnis zu der Dichterin konnte ihr eine sehr eindrucksvolle und authentische Biografie über Hilde Domin gelingen, die noch von der Dichterin autorisiert wurde.

Letizia Mancino liest aus ihrem Buch „Ein Lyrisches Porträt von Hilde Domin“

über ihre erste Begegnungen mit der Dichterin.

Sie erzählt auch über die Zeit der gemeinsamen Übersetzungen in der Küche der berühmten Freundin.

In ihrem Text „Das zweite Paradies“ – ein kleines literarisches Geschenk an die Dichterin zu ihrem 94. Geburtstag - präsentiert sie ein witziges Feuerwerk über alle möglichen (und unvermuteten) Eigenschaften von Hilde Domin.

Autorin

Dr. Letizia Mancino ist gebürtige Römerin. Die promovierte Architektin und Malerin ist auch Autorin von zahlreichen Gedichten und Aufsätzen über Kunst, Denkmalpflege, u.a. „Restauro e Codice Genetico“, auf Italienisch und Deutsch.

1991 erschien ihr erster Gedichtband: “Luce e Ombra- Licht und Schatten“

anlässlich ihrer gleichnamigen Ausstellung in der Universitätsbibliothek Heidelberg,

veröffentlicht in der Reihe „Heidelberger Bibliotheksschriften“ Vol. 42.

Es folgten 2007 „Sage nicht Tod“ (in Erinnerung an Hilde Domin) und 2008 „Ein Lyrisches Porträt von Hilde Domin“ im AIG I. Hilbinger Verlag.

Sie hat als Übersetzerin über 40 Gedichte von Hide Domin ins Italienische übertragen

(noch nicht veröffentlicht).

Seit 1992 ist sie Vorsitzende der Goethe-Gesellschaft Heidelberg. In Verbindung mit dieser Tätigkeit hat sie eine Ausstellung zu Goethes Farbenlehre in der Universitätsbibliothek Heidelberg 1999 anlässlich seines 250. Geburtstages konzipiert und präsentiert.

Sie hat zwei interdisziplinäre Symposien über Goethe als Naturwissenschaftler zusammen mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften organisiert. Die Tagungsbeiträge wurden publiziert in „Homunculus - Der Mensch aus der Phiole“ (Herausgeberin, zusammen mit Prof. Dr. Dieter Borchmeyer), sowie in „Vom Menschen zum Kristall - Konzepte der Lebenswissenschaften von 1800-2000“

(Autorin des Aufsatzes „Leben zwischen Polaritäten“ als Geleitwort zum Buch).

Mit ihrem Buch: „Die Katze in Goethes Bett - Goethes schwierigste Liebesbeziehung in Rom“ hat sie zahlreiche humorvolle Lesungen in Deutschland gehalten.

Ihre Texte über die Abenteuer von Kater Mr. Tigerli sind im Internet bei

„Betty MacDonald Fan Club“ weltweit beliebt.

Als Malerin wurde sie in Mainz bekannt durch ihre Ausstellungen in der Konrad-Adenauer-Stiftung und im Haus am Dom. Ihre Ölgemälde

mit den Kathedralen von Speyer, Mainz und Worms sind als Leihgabe in der Konrad-Adenauer-Stiftung zu sehen.

Lesung Hilde Domin Aßmann
Dr. Ilka Scheidtgen, Dr. Leticia Mancino, Dr. Fliedner Aßmann