Länderberichte

Politische Kurzberichte der KAS-Auslandsbüros

Zwischenbericht: Umstrittene Wahlen in Tansania

Opposition bezichtigt Regierung des Wahlbetrugs

Am Sonntag, 25. Oktober 2015, waren 23,2 Mio. Wähler in Tansania aufgefordert, den Präsidenten der Vereinigten Republik Tansania, Abgeordnete des nationalen Parlaments sowie Stadt- und Gemeinderäte zu wählen. Auf dem teilautonomen Sansibar konnten ca. 500.000 Wähler zudem ihre Stimme für den Präsidenten Sansibars und Vertreter des sansibarischen Abgeordnetenhauses abgeben. Während der Wahlprozess am eigentlichen Wahltag selbst im Allgemeinen geordnet und friedlich verlief, führten Unstimmigkeiten bei der beginnenden Auszählung noch in der Nacht und den folgenden Tagen zu starken Spannungen.

Tansania: Nächstes Ziel eines radikalen Islams?

Ein Radiobeitrag der Sendereihe Weltkirche aktuell

Der Radiosender der päpstlichen Stiftung Kirche in Not erwähnt das Engagement der Konrad-Adenauer-Stiftung als Positivbeispiel für den Aufbau eines interreligiösen Dialogs im Rahmen eines Beitrags über die katholische Kirche in Tansania und ihre Herausforderungen.

Tansania und China

Ein Auszug aus einer vielschichtigen Freundschaft

Die chinesisch tansanische Beziehung ist langjährig und vielschichtig. Über fünf Jahrzehnte reicht sie von kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und medizinischen bis hin zu militärischen Bereichen. 2014 sprach Chinas Präsident Xi zum 50 jährigen Jubiläum der diplomatischen Beziehungen von einer „All-Wetter-Freundschaft“, die beide Partner bereichert hätte.

Tauziehen um die neue Verfassung Tansanias

Demokratischer Fortschritt oder Stillstand?

Seit Ende 2010 arbeitet Tansania an einer grundlegenden Reform der nationalen Verfassung. Nachdem die 32köpfige Verfassungsreformkommission unter der Leitung des ehemaligen Premierministers Joseph Warioba (1985-1990) am 30. Dezember 2013 den zweiten überarbeiteten Entwurf einer neuen Verfassung vorgelegt hat, geht der Verfassungsreformprozess nun in eine entscheidende Phase.

Threatened Paradise

Growing religious and political violence on Zanzibar

For the last two years, attacks on representatives of Christian establishments have been increasing. In September 2013 a Catholic priest was injured in an acid attack. One month before, an acid attack on two women drew international headlines and in November 2012 the mufti’s secretary thus had been hurt seriously. Arson attacks, violent demonstrations and public hate sermons are further characteristics of the increasing radicalization of religion on Zanzibar. In connection with speculations about these developments the name of the radical islamistic movement Uamsho occurs repeatedly.

Aufruhr im Paradies

Religiöse Spannungen auf Sansibar

Durch einen Säureanschlag ist Sansibar über Nacht in den Fokus internationaler Medien geraten. Seither wurde viel über islamistische Hintergründe spekuliert. Denn sowohl auf der Insel als auch auf dem tansanischen Festland mehrensich Vorfälle von religiös motivierter Gewalt. Brandanschläge, Hasspredigten und gewaltätige Auseinandersetzungen bilden die Wegmarken einer zunehmenden Radikalisierung von Religion. Zugleich breiten sich auf dem Festland evangelikale Denominationen aus. Am 23. August wurde abermals ein Brandanschlag auf eine christliche Kirche in Dar es Salaam verübt.

"Obamania" in Tansania

Eine Woche lang reiste US-Präsident Barack Obama vom Senegal über Südafrika nach Tansania. Drei Wochen nach dem Bombenanschlag auf eine Wahlveranstaltung der Opposition in Arusha und drei Monate nach dem Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Dem amerikanischen Staatsgast ging es vor allem um Energie und Investitionen, den Gastgebern um internationalen Prestigegewinn. Es war eine Reise der Superlative. Auf amerikanischer Seite: die bisher teuerste Auslandsreise eines US-Präsidenten. Auf tansanischer Seite: großes Engagement der Regierung und enttäuschte Erwartungen in der Bevölkerung.

Bomb Attack on Opposition Party Casts Shadow over Local Elections in Tanzania

A bomb attack has once again shaken Arusha, the tourism hub in Northern Tanzania, on June 15th. It occurred during a campaign event on the eve of countrywide by-elections, during which 26 local mandates of local and community representatives were due to be filled, and it was directed against CHADEMA, the largest Tanzanian opposition party. In the attack, four people were killed, three of whom were children. This tragic event is the culmination point in what eye-witnesses describe as a campaign characterised by massive attempts to intimidate voters.

Bombenanschlag auf Oppositionspartei überschattet Lokalwahlen in Tansania

Vier Tote bei Wahlkampfveranstaltung in Arusha

Erneut erschütterte am 15. Juni ein Bombenanschlag die nordtansanische Tourismusmetropole Arusha. Der Anschlag ereignete sich während einer Wahlkampfveranstaltung am Vorabend der landesweiten Wahlen zur Nachbesetzung von 26 lokalen Mandaten für Stadt- und Gemeindevertreter und richtete sich gegen die größte tansanische Oppositionspartei CHADEMA. Vier Menschen, darunter drei Kinder, wurden getötet.

Die Repression in Tansania nimmt zu

Opposition, Medien und Menschenrechtsgruppen in großer Sorge

Am 3. September publizierte die größte tansanische Tageszeitung Mwananchi auf ihrer Titelseite ein schockierendes Foto. Es zeigte die Erschießung des als regierungskritisch bekannten Journalisten Daudi Mwangosi durch die tansanische Polizei am Vortag. Auf internationaler Ebene sorgte der Vorfall für Sorge und Erstaunen, gilt Tansania doch im Vergleich zu seinen afrikanischen Nachbarn als ein weitgehend stabiles und friedliches Land.

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Über diese Reihe

Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist in rund 80 Ländern auf fünf Kontinenten mit einem eigenen Büro vertreten. Die Auslandsmitarbeiter vor Ort können aus erster Hand über aktuelle Ereignisse und langfristige Entwicklungen in ihrem Einsatzland berichten. In den „Länderberichten“ bieten sie den Nutzern der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung exklusiv Analysen, Hintergrundinformationen und Einschätzungen.

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Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.