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Ein neues Kapitel der strategischen Partnerschaft: Türkisch–europäische Sicherheitskooperation
Am 13. April 2026 kamen in Ankara auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Türkei in Partnerschaft mit dem Center for EU Studies von TEPAV hochrangige politische Entscheidungsträger, Parlamentarier sowie führende Expertinnen und Experten aus der Türkei und Europa zu einem strategischen Dialog zusammen.
Vor dem Hintergrund einer zunehmend volatilen Sicherheitslage – geprägt durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, steigende Spannungen im Nahen Osten sowie dynamische geopolitische Verschiebungen im euro-atlantischen Raum – stand eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie können die Türkei und Europa politische Absichtserklärungen in konkrete, operative Zusammenarbeit überführen?
Die Diskussionen machten deutlich, dass der Wiederaufbau von Vertrauen innerhalb des euro-atlantischen Rahmens eine wesentliche Voraussetzung für eine vertiefte Zusammenarbeit ist. Gleichzeitig bestand Einigkeit darüber, dass die Kooperation in zentralen Bereichen wie Verteidigung, Abschreckung und industriellen Kapazitäten gestärkt und die Interoperabilität sowie die Koordination zwischen NATO- und EU-Strukturen weiter ausgebaut werden müssen.
Mit Blick auf den bevorstehenden NATO-Gipfel in Ankara wurde sowohl die Dringlichkeit als auch die Chance für ein stärker koordiniertes und konkretes gemeinsames Handeln hervorgehoben. Der Fokus lag dabei klar auf umsetzungsorientierten und pragmatischen Ansätzen, die über reine Absichtserklärungen hinausgehen.
Der Dialog setzte damit ein wichtiges Signal: für den Übergang von strategischer Abstimmung hin zu operativer Handlungsfähigkeit – und für eine belastbare, zukunftsorientierte Sicherheitspartnerschaft zwischen der Türkei und der Europäischen Union.