Vortrag

60 Jahre Mauerbau – Wie ist der Stand der Aufarbeitung der SED-Diktatur?

Zeitzeugengespräch mit Rainer Dellmuth

Details

Berliner Mauer www.pixabay.com
Berliner Mauer

Dieses Jahr jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 60zigsten Mal. Über 30 Jahre leben wir nun wieder in einem wiedervereinten Deutschland. Die Freude über den Sturz der SED-Diktatur und die Wiedervereinigung kannte in Ost- und Westdeutschland keine Grenze, jedoch verblassen diese Erinnerungen und damit auch die Schrecken der Diktatur in Ostdeutschland. Auch 30 Jahre später gibt es noch immer wirtschaftliche und soziale Unterschiede zwischen Ost und West. Dies führt gerade in den östlichen Bundesländern zu einer Unzufriedenheit und zu einer positiveren Sichtweise auf die DDR. Daraus kann nicht abgeleitet werden, dass eine Mehrheit die DDR zurückhaben möchte. Dennoch gibt es in den letzten Jahre eine gewissen Nostalgie, die die DDR und das Unrechtssystem in gewissen Bereichen verklärt. Wir wollen uns an diesem Abend zusammen mit dem Zeitzeugen Rainer Dellmuth mit der DDR und dem Alltag der Menschen in jenem System auseinandersetzen.

 

Corona-Prävention:

Die Veranstaltung wird unter Beachtung aktuell geltender Hygiene-Auflagen des Landes Niedersachsen und dem Robert-Koch-Institut geplant und durchgeführt.

Teilnahmevoraussetzung ist immer die Befolgung der aktuellen Corona-Regeln im Sinne der Niedersächsischen Landesregierung.

Die die aktuellen Hygieneaushänge am Veranstaltungsort sind zu beachten.

Sollten Sie in den letzten zwei Wochen Kontakt zu Corona-Infizierten gehabt haben oder in einem Risikogebiet unterwegs gewesen sein, möchten wir Sie bitten, nicht an der Veranstaltung teilzunehmen.

Mehr Informationen finden Sie in der PDF: Hygienekonzept PBF Niedersachsen.

 

Hinweise: www.rki.de

 

Programm

18.30 Uhr Begrüßung und Eröffnung

Manuel Ley , Konrad-Adenauer-Stiftung  

 

18.40 Uhr Vortrag

Rainer Dellmuth, freier Mitarbeiter an der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Anschließend moderiertes Gespräch

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20.00 Uhr Veranstaltungsende

Referent

Rainer Dellmuth, geboren 1948 in Berlin-Köpenick, wurde christlich und prowestlich erzogen. Als 18-jähriger geriet er wegen "hetzerischer Äußerungen" in das Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Im Juli 1967 wurde der Drucker-Lehrling wegen "versuchter Republikflucht und staatsgefährdender Hetze" erstmals verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung beendete Dellmuth die Lehre und begann, das Abitur nachzuholen. 1971 durchkreuzte seine erneute Verhaftung durch das MfS diese Pläne endgültig: Der Vorwurf: "versuchter ungesetzlicher Grenzübertritt in besonders schwerem Fall“. Im November 1972 wurde Dellmuth in die Bundesrepublik nach der Haft in Pankow, Cottbus und Karl-Marx-Stadt ausgewiesen.

Als freier Mitarbeiter an der Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehemalige UHA des MfS) ist er seit 1997 als Besucherreferent tätig und erinnert an das Schicksal einzelner Stasi-Opfer und an die in über 40 Jahren systematisch entwickelten und praktizierten Überwachungs- und Einschüchterungsmethoden des MfS.

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Veranstaltungsort

Hotel Seeblick
Seeblickstraße 3,
26169 Friesoythe-Thülsfelde
Deutschland
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Referenten

  • Rainer Dellmuth
    Kontakt

    Manuel Ley

    Manuel Ley

    Leiter des Hermann-Ehlers-Bildungsforums Weser-Ems

    Manuel.Ley@kas.de +49 (0) 441 2051799-5 +49 (0) 441 2051799-9
    Kontakt

    Ingrid Pabst

    Ingrid Pabst bild

    Sekretärin / Sachbearbeiterin Hermann-Ehlers-Bildungsforum Weser-Ems

    Ingrid.Pabst@kas.de +49 (0) 441 2051799-0 +49 (0) 441 2051799-9
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